Wie Hostels dir dabei helfen, selbstbewusster um die Welt zu reisen

Wie Hostels dir dabei helfen, selbstbewusster um die Welt zu reisen

Hast du schon mal mit Leuten aus der Schweiz, Australien, Holland und Großbritannien Beer Pong gespielt? Es ist gar nicht so einfach, so ein internationales Team zusammenzustellen. Das geht nur an einem Ort: In einem Hostel! Oder vielleicht auf einer exklusiven Hausparty von UN-Diplomaten – aber ähm – wo bleibt unsere Einladung dafür? Wir haben zwar alle unsere Länder-gebundenen Regeln, aber hey, wer beschwert sich schon darüber gemeinsam mit Leuten aus aller Welt ein Trinkspiel zu spielen?!

Betrachte dein Hostel als dein Spielfeld, deine Homebase, und die Leute aus deinem Schlafsaal als deine Team-Kollegen. Ihr respektiert einander als die, die ihr seid – Reisende mit der Mission die Welt zu erkunden! Hier erfährst du, wie dir Hostels dabei helfen können, dich aus deiner Komfortzone zu wagen und selbstbewusster durch die Welt zu ziehen.

Du triffst Leute aus aller Welt

“Where are you from?” – mit dieser Frage beginnt es normalerweise. Manchmal vergehen Stunden bis du überhaupt den Namen deines Gesprächspartners erfährst. Also: Setz eine tapfere Miene auf und wage den ersten Schritt. “I’m Marina, by the way.” Gegen Ende der Unterhaltung schmiedest du mit deinem neuen schwedischen Freund Pläne, am Morgen gemeinsam surfen zu gehen. Du denkst, neue Leute kennenzulernen ist nicht so deine Stärke? Einfach hingehen und anfangen zu reden – geht das? Ja, klar geht das! In Hostels ist das Standard. Da ist nichts komisch dran; der Mensch ist von Natur aus ein soziales Wesen! Dich zu isolieren wird dich nicht weiterbringen. Was kann dir schon Schlimmes passieren?!

 📷@lasile_souk

Das tolle an Hostels ist, dass man so viele unterschiedliche Leute trifft. Du unterhältst dich plötzlich mit Leuten, die du sonst niemals kennengelernt hättest. Du könntest jemanden aus einem weit entfernten Land treffen – zum Beispiel aus der Antarktis (haha, Spaß. Aber wie abgefahren wäre das bitte?!) – den du dann auf der anderen Seite der Welt besuchen kannst. Also lass dich nicht aufhalten. Geh rüber zu dem Typen, der im Eskimo-Parka an der Hostel-Bar sitzt. Er könnte tatsächlich aus der Antarktis sein.

Du fühlst dich wohl im Ungewohnten

Travel Confidence

📷@marinasmilestones

Bei einem Aufenthalt in einem Hostel verlässt du deine Komfortzone, was normal ist. Immerhin schläfst du in einer völlig fremden Umgebung und teilst ein Zimmer mit Menschen, denen du noch nie zuvor begegnet bist. Klingt beängstigend – aber auf gute Art! Die Komfortzone zu verlassen ist eines der befreiendsten Gefühle überhaupt. Du kommst nicht drum herum, mit Menschen von überall her zu interagieren. Dabei können natürlich Sprachbarrieren auftreten, oder dir Sitten und Gebräuche auffallen, die du noch nicht kanntest. Es kann dir auch passieren, dass einer deiner Zimmerkollegen schnarcht, oder du dir das Bad mit jemandem teilen musst, für den ‘Sauberkeit’ ein Fremdwort ist. Aus all dem wirst du aber mit einem gestärkten Bewusstsein dafür wer du bist und wie du dich den Hürden des Lebens stellst herausgehen. Sofern du dich nicht wie ein Ar*** verhältst, sondern dich der Herausforderung stellst, mit dem Ungewohnten zurechtzukommen.

📷@gokonrad

Das kann dich zu einem reiferen Menschen machen. Ein Hostel-Aufenthalt ist ein bisschen wie ein Sportwettkampf. Du weißt nie wie das andere Team reagieren wird, aber du lernst damit klarzukommen und im Spiel zu bleiben

Du wirst Teil einer Gemeinschaft, auch wenn es nur für eine Nacht ist

📷@kymberli_ellis

Niemand zwingt dich dazu in einem Hostel Freunde zu finden, das ist ganz dir selbst überlassen. Möglicherweise triffst du ja die Liebe deines Lebens (wir versprechen gar nichts). Dein Hostel ist deine neue Gemeinschaft – dein neues Sportteam. Du wirst positiv überrascht sein, wie nett Fremde sein können. Aber behalte dabei immer im Kopf, dass beide Seiten Verantwortung tragen! Wie alle anderen hast auch du gegenüber dieser Gemeinschaft Verpflichtungen, wie deinen Saustall in der Küche zu beseitigen oder während der Ruhezeiten Rücksicht zu nehmen.

📷@luchocornella

Geteilte Erfahrungen oder gemeinsame Interessen ermöglichen es dir, eine Bindung zu deinen Hostel-Mitmenschen aufzubauen. Die Gespräche mit anderen Reisenden werden dir zeigen, dass wir (mehr oder weniger) alle im gleichen Boot sitzen. Die meisten von uns sind einfach auf der Suche nach einer Auszeit von der Realität. Dieses Gefühl von Gemeinschaft macht das Hostel zu einem gemütlichen Ort, nicht zu einem befremdenden. Es wird zu einem Ort, an den du wieder zurückkehren möchtest weil es deine Gemeinschaft ist, dein Team. Und das ist etwas, das dir kein Hotel bieten kann.

Es ist eine Chance, etwas Neues zu lernen

Travel Confidence

📷@leicamont

Wolltest du schon immer mal Surfen lernen, oder lernen wie man Thai Frühlingsrollen (*sabber*) zubereitet? Unter der Dusche bist du ein echtes Gesangstalent und nun ist es an der Zeit, dein Talent auf die Bühne zu bringen? Ein Hostel kann dir dabei helfen (ohne Spaß, das nennt sich Karaoke-Night an der Bar). Hostel-Aktivitäten bieten dir die Möglichkeit, deine Talente zu entdecken, dein Potential zu testen und deine Neugierde zu stillen. Wer weiß, vielleicht steckt in dir eine zweite Adele (eher unwahrscheinlich, aber wenn du es nicht versuchst, wirst du es nie wissen, nicht wahr? ;)).

📷@ic.escobar

Zuhause verfängt man sich leicht in Routine. Also nutze während deines Hostel-Aufenthaltes die Gelegenheit, mal etwas Neues auszuprobieren! Es kann so etwas banales sein, wie mit einem Hostel-Buddy über die Regierung in seinem Land zu sprechen, oder dich hinter die Bar zu schleichen und lernen wie man einen exotischen Cocktail mixt. Die Aktivitäten, die ein Hostel zu bieten hat, hängen davon ab wo du bist. Oft werden Freiluftyoga, kostenlose Besichtigungs- und Wandertouren oder Surfunterricht mit einem Einheimischen angeboten. Falls es in deinem Hostel nicht das gibt wonach du suchst, können dir die Mitarbeiter bestimmt verraten wo du fündig wirst. Dadurch ergeben sich viele Möglichkeiten um den Ort, an dem du gerade bist, aber auch dich selbst besser kennenzulernen. Plus: Die meisten Hostels bieten dir die besten Preise für die Aktivitäten.

Du kannst du selbst sein

📷@patchinpixels

Du alberst gerne rum? In dir steckt ein bisschen Nerd? Du bist ein kreativer Geist? Oder schmierst du etwa gerne Erdnussbutter auf deine Oreos? Dann sei diese Person! Alles, was in dir steckt, das du zurückgehalten hast – lass es raus. Reisende sind die aufgeschlossensten Menschen, die du jemals treffen wirst. Das macht es dir leicht, bei deinem Hostel-Aufenthalt ganz du selbst zu sein. Die anderen könnten mehr mit dir gemeinsam haben, als du denkst. Vielleicht lieben ja auch sie Erdnussbutter auf Oreos. Nur ich? Okay…

📷@marinasmilestones

Aber im Ernst: Niemand verurteilt dich in einem Hostel. Andere Reisende werden ihre Energie nicht dazu verschwenden, dich zu analysieren. Stattdessen werden sie neugierig sein woher du kommst und wo du schon überall warst, um Reisetipps und Ideen für neue Reiseziele zu bekommen. Wie du, haben auch sie ihre Marotten. Wenn du dich selbst so akzeptierst wie du bist, ist es auch leichter für andere, dich so zu akzeptieren wie du bist. Ja, es könnte ihnen auf die Nerven gehen wenn du schnarchst – aber hey – es gibt diese großartige Erfindung genannt ‘Ohrstöpsel’. Also denk dran, es geht nicht um dich, es geht ums Reisen. Wie bei einem Sportteam, es geht nicht um den Spieler, es geht ums Spiel.

Du wirst die Welt ein bisschen besser verstehen

📷@creatifartiste

Seien wir ehrlich, in den Medien wird die Welt oft als ein beängstigender Ort dargestellt. Deshalb haben leider viele Leute ein negatives Bild von anderen Ländern, was sie vom Reisen abhält. An einer Hostel-Bar in Bali habe ich mich mit einem Briten darüber unterhalten, was Hostels so einzigartig macht. Er sagte: “Ich als Brite habe gemeinsam mit einem Typen aus Nigeria und einem aus Südamerika im Gemeinschaftsbereich des Hostels gesessen, als mir plötzlich der Gedanke kam: Stell dir vor jeder Mensch auf der Welt würde auf diese Weise in Hostels andere Leute kennenlernen. Wie viel friedlicher die Welt dann wohl wäre.” Diese Worte sind mir nicht mehr aus dem Kopf gegangen.

📷@fellatio.sanchez

In einem Hostel triffst du Leute mit allen möglichen sozialen Hintergründen. Es ist ein Ort wo Hautfarbe, Ethnie, Religion oder sozioökonomischer Status keine Rolle spielen. Durch diese positive Atmosphäre wirst du erkennen, wie ähnlich sich Menschen untereinander wirklich sind. Natürlich gibt es auch hier und da mal ein paar Arschlöcher, aber auch durch sie kannst du etwas lernen. Hostel-Aufenthalte sind auf jeden Fall eine andere Art des Reisens, aber du lernst dabei offener zu sein und somit die Welt ein bisschen besser zu verstehen.

📷@creatifartiste

Ein Teil deines Hostel-Aufenthaltes besteht darin, deine Lebensgewohnheiten mit komplett Fremden zu teilen, und umgekehrt. Du wirst schnell bemerken, dass du aus gemeinsam erlebten Momenten, wie einer guten Unterhaltung (oder einem Beer Pong Turnier), mehr lernen kannst als in jedem Klassenzimmer. Denn ob du es bemerkst oder nicht, diese spontanen Unterhaltungen an der Hostel-Bar zwingen dich dazu, aus dir herauszugehen. Du bist außerhalb deiner Komfortzone, lernst etwas neues, bist zufrieden zu sein wer du bist – und das ist ein sehr erfüllendes Gefühl. Wenn du nach Hause zu deiner gewohnten Routine zurückkehrst, wirst du dich an dieses Gefühl zurückerinnern. In deinem fremden und doch schützenden Quartier in Bali, deinem Hostel, hast du gelernt, dass wir alle im selben Team sind. Und falls du nichts dabei gelernt hast, dann weißt du jetzt immerhin wie man Beer Pong spielt.

Über die Autorin

Die Amerikanerin Marina Nazario schreibt über ihre Reisen und Essen und lebt derzeit in Australien. Es ist ihre Leidenschaft, neue Leute kennenzulernen, in andere Kulturen einzutauchen, und sich um den Globus zu futtern. Auf  Twitter oder auf ihrem Blog Marina’s Milestones kannst du sehen was sie so alles erlebt und welche Missgeschicke ihr auf ihren Reisen passieren.

Hast du bei deinen Hostel-Aufenthalten etwas gelernt? Lass es uns in den Kommentaren wissen! 👇

Feature image: 📷@emmalucey

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Über den Autor

Rayhana El-Mahgary

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