Reisen mit Mama: Warum diese Erfahrung einzigartig ist

Reisen mit Mama: Warum diese Erfahrung einzigartig ist

Seien wir mal ehrlich: wenn wir an Roadtrips, Abenteuer und die Welt bereisen denken, dann nicht unbedingt im Zusammenhang mit der eigenen Mama. Doch wieso eigentlich nicht? Unsere Mütter haben sich viele Jahre um uns gekümmert, auf vieles verzichtet, um uns ein schönes Leben zu ermöglichen und in den meisten Fällen nicht solche Möglichkeiten gehabt, die Welt zu bereisen, wie wir das heute können.

Mit 16 habe ich ein Austauschjahr in Neuseeland gemacht und es wurde Zeit meiner Mama mein Herzensland zu zeigen, das meine Persönlichkeit so stark geprägt hat. Also bin ich Anfang des Jahres mit meiner Mama für zwei Monate mit dem Auto durch Neuseeland gereist. Wir hatten die beste Zeit zusammen, konnten uns mit Abstand zu Zuhause über viele Dinge unterhalten, uns besser kennenlernen und Abenteuer zusammen erleben. Falls ihr noch nicht darüber nachgedacht habt, auch einmal mit euren Eltern zu reisen, dann nenne ich euch heute ein paar gute Gründe, wieso auch ihr wenigstens einmal im Leben mit eurer Mama reisen solltet!

Wiedersehen

Nachdem wir viele Jahre mit unseren Eltern zusammengelebt haben, zieht es viele von uns in die Ferne. Wir sehen unsere Eltern höchstens ein Mal im Monat, unser Kontakt beläuft sich auf ein paar Anrufe die Woche und man bekommt eigentlich vom Leben des Anderen nicht mehr allzu viel mit. Auch wenn es auf der Reise eine Umstellung ist auf einmal wieder mehr Zeit miteinander zu verbringen, so ist es doch auch umso schöner endlich einmal genau diese Zeit zu haben. Zeit, sich auszutauschen. Zeit, Dinge zu besprechen, die im Alltag zu kurz kommen. Zeit, um der gemeinsamen Zeit willens.

Gemeinsame Momente

Zeit ist das wertvollste Gut und genau deshalb ist die Reise mit der eigenen Mama so wertvoll. Wir können Momente, Erlebnisse und Erfahrungen teilen, die uns für immer miteinander verbinden. Momente, die wir in der Heimat nicht miteinander haben können, weil uns der Alltag im Weg steht. Da streitet man schneller mal über Kleinigkeiten, als auf der anderen Seite der Welt. Wenn wir uns dann zu Weihnachten sehen, können wir sagen: Weißt du noch? Damals auf dem Roadtrip?

Abenteuer mit Mama

Solche besonderen Momente sind zudem, wenn man merkt, dass man nicht nur über sich selbst hinauswächst, sondern auch der Stolz, wenn man seine Mama dazu animiert ihre eigenen Grenzen zu überschreiten. So sind wir über Tausend Treppenstufen auf einen Berg gewandert (und ich war so stolz!), sind zusammen im Flugzeug geflogen (wobei ich nicht weiß, ob bei Mama die Freude oder Angst überwogen hat, dass ich geflogen bin), wir haben zusammen ihre erste Kajak-Tour durch einen Fjord gemacht (und dabei wichtiges Team-Work gelernt, damit wir nicht nochmal auf einer Sandbank landen), sind gemeinsam für mehrere Tausend Kilometer auf der linken Straßenseite gefahren (ja, auch Mama hat sich getraut!), haben zusammen auf engstem Raum im Auto gelebt (und gelernt mit solch einer Nähe wieder umzugehen), haben zusammen in Hostels übernachtet (wo Mama gesellig wie sie ist, viele tolle Gespräche geführt hat, wenn ich mal wieder zu langsam im Bad war), wir sind gemeinsam Sandboarden gewesen (was Mama mit einem Jubelschrei gemacht hat), haben zusammen den Sonnenaufgang von unserem Auto aus gesehen und und und. Die Liste der gemeinsamen Abenteuer ist lang und wunderschön!

Neu kennenlernen

Seien wir mal ehrlich? Wir gut kennen wir unsere Eltern eigentlich? Wer sich nicht die Zeit nimmt, seine Eltern über ihr Leben auszufragen, der weiß relativ wenig über die Person hinter der Eltern-Rolle. Umso schöner ist es, diese gemeinsame Zeit auf Reisen zu haben, um sich besser und neu kennenzulernen – abseits der Mutter-Kind-Rolle. Denn auch für die Eltern ist es manchmal schwierig zu verstehen, dass man jetzt auf eigenen Beinen steht, erwachsen ist und auf seine Eltern nur noch sporadisch angewiesen ist. Auf Reisen begegnet man sich auf einer anderen Ebene, versteht viele Zusammenhänge im Leben besser, und lernt nicht nur seine Mama, sondern auch sich selbst besser kennen. Solche Gespräche sind doch am schönsten beim Sonnenuntergang, mit einem wahnsinns Ausblick und einer Flasche Wein. So haben wir das mit hausgemachter Pizza in den Marlborough Sounds gemacht und uns ewig darüber unterhalten, dass Mama von der Reiselust angesteckt ist und unbedingt so viel wie möglich von der Welt sehen will.

Die Welt erkunden

Wie sehr ich mich darauf gefreut habe, meiner Mama meine Welt zu zeigen. Das Reisen nimmt einen großen Raum meiner Persönlichkeit ein und welch besseren Weg gibt es, diese Leidenschaft zu verstehen, als es selbst zu erleben? Beim Autofahren, Campen, Wandern und auf dem Roadtrip, lernte sie nicht nur die Höhen und Tiefen des Reisens kennen, sondern lernte auch meine Welt kennen und lieben – sogar das Fotografieren! Stundenlang hatte meine Mama eine Engelsgeduld, wenn es darum ging, das perfekte Foto zu schießen. Mit der Zeit musste ich ihr nicht einmal mehr die Einstellungen erklären und wie ihr wohl bestätigen könnt, die Bilder sind toll geworden.

Voneinander lernen

Während unsere Eltern sich stets um uns gekümmert haben, können wir ihnen jetzt einmal etwas beibringen. Wie man sich am Flughafen, in der digitalen Welt, oder in einer anderen Sprache schnell zurecht findet zum Beispiel. Das braucht viel Geduld, doch hatten nicht unsere Eltern auch eine Menge Geduld mit uns, als wir Teenies waren und unsere Grenzen austesteten? Genau die selbe Geduld sollten wir auch ihnen entgegen bringen und es ist doch umso schöner später in ein strahlendes Gesicht zu schauen, weil die Mama es geschafft hat den richtigen Kaffee in einer anderen Sprache für beide zu bestellen, oder?

Geschenkideen

Die gemeinsame Reise noch einmal zu erleben, in Erinnerungen zu schwelgen und an besondere Momente zurück zu denken – das geht am besten, indem man sich die Arbeit macht und aus den Reise-Erinnerungen ein schönes Foto raussucht, ein Fotoalbum mit Super Snaps erstellt, oder ein Video schneidet. Über das Geschenk für das nächste Weihnachtsfest muss man sich schon mal keine Gedanken mehr machen und noch dazu hat man die selbe Freude, wenn man sich durch die Fotos von der Reise klickt!

„First my mother, forever my friend.“

Über die Autorin:

Yvonne ist Studentin, Optimistin und Weltenbummlerin. Folge ihren Abenteuern auf ihrem Blog lovelyforliving.

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Über den Autor

Rayhana El-Mahgary

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5 Responses to “Reisen mit Mama: Warum diese Erfahrung einzigartig ist”

  1. Sehr schöner Bericht! Ich habe es auch gewagt, mit meiner Tochter zu reisen. Es war eine tolle Erfahrung und ich habe Lust auf mehr bekommen. Die nächste Reise ist schon gebucht und eine andere in Planung. 😍

  2. Und noch ein Dankeschön von einer Mama, habe deinen Blog gerade von meiner Tochter geschickt bekommen und bin sehr gerührt, von deinem Blog und ihrer Idee mir diesen zu schicken.
    Viele Grüße!

  3. Auch ich möchte meiner Tochter danken, das sie mir Namibia und vorallem Südafrika (das Land ,das sie so sehr liebt ) gezeigt hat.
    DANKE

  4. Ich habe schon einige Reisen mit meinem Sohn unternommen. Wir waren in Rom, im Iran und in Island im Wohnmobil. Das sind Tage die unendlich wertvoll sind. Die nächste Reise ist in Planung.. Pakistan oder Bhutan 🙂

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