Als Frau alleine reisen in arabischen Ländern und warum du keine Angst davor haben musst

Als Frau alleine reisen in arabischen Ländern und warum du keine Angst davor haben musst

Faszinierende Landschaften wie aus tausend und einer Nacht, pulsierende Städte, variationsreiches super leckeres Essen, gesüßter Tee in Massen und eine herzerwärmende Gastfreundschaft – all das und vieles mehr erwartet dich, wenn du dich entscheidest, in die arabische Welt zu reisen. Und trotzdem erfreut sie sich als solche momentan nicht größter Beliebtheit – das gilt auch, wenn es um angesagte Reiseziele geht und erst recht für Frauen, die gerne alleine reisen.

Wadi Rum, Jordanien, Lucy Schulze

Man muss schon sehr von seinem Reiseziel überzeugt sein, um sich den Diskussionen mit Freunden und Familie im Vorfeld stellen zu wollen und zu können. Natürlich gibt es auch einige Vorurteile, die sich letztendlich bewahrheiten – leider. Alles in allem werden aber die einmaligen und wunderbaren Erfahrungen, die man in Ländern der Region sammelt, alles andere aufwiegen.

So groß die arabische Welt mit ihren 22 Ländern ist, so unterschiedlich sind auch die Länder, ja sogar einzelne Regionen innerhalb der Länder.

Eine Reise in die arabischen Länder von Marokko bis nach Jordanien und den Oman wird deine Perspektive und Einstellung gegenüber arabischen Ländern und deren Einwohnern unweigerlich verändern und wahrscheinlich wird es dich immer und immer wieder zu ihren Schätzen zurückziehen.

Egal in welches der zahlreichen arabischen Länder es einen verschlägt, sollte man sich dabei nicht von schockierenden Meldungen, die man bei Facebook oder in den Nachrichten etc. findet, abschrecken lassen. Besonders als Frau hört man vor so einer Reise oft „ist es da nicht gefährlich als Frau?“, „du wirst da nicht ernst genommen“ oder „musst du dich da verschleiern?“. Damit dein Aufenthalt in einem arabischen Land zu einer positiven Erfahrung wird, gibt es einiges, worüber man sich vorab informieren und worauf man achten sollte.

 

Amman, Jordanien, Lucy Schulze

Wir sind Deborah und Lucy, zwei Wirschaftsarabistik-Studentinnen aus Bremen, die in ihrem Auslandsjahr in Ägypten und Jordanien ihre Liebe für die arabische Welt und ihre Kultur entdeckt haben. Basierend auf unseren Erfahrungen, wie wir den Alltag als Blondinen auf Kairos und Ammans Straßen erlebt haben, haben wir folgende Tipps zusammengestellt, die dir einen Eindruck und einen Überblick verschaffen sollen:

Gründe, um als Frau in die arabische Welt zu reisen

Ersteinmal, warum überhaupt? Allgemein sind die Gründe, die eine Reise in die arabische Welt so lohnenswert macht, unter anderem:

  • Das Essen – das leckerste Essen von Taboule über Falafel, Hummus, Targine, Mansaf, Koshari und Knafeh zu Shawarma
  • Die Shisha- und Café-Kultur der Araber – stundenlang zusammensitzen, reden und Spaß machen und dabei den besten Limetten-Minz-Cocktail deines Lebens trinken
  • Dabke – die Lust am Tanzen und richtig zu feiern
  • Das Party-Nachtleben in Beirut und den Vereinigten Arabischen Emiraten, mit angesagten Clubs
  • Der Sternenhimmel und die Beduinen in der Wüste z.B. Wadi Rum – das Highlight jeder Jordanienreise
  • Die verschiedenen, bunten und interessanten Sub- und Jugendkulturen in den Großstädten von Kairo, Beirut und Amman, die sich ihren eigenen Weg zwischen Tradition und Moderne schaffen und dabei viel Kreativität beweisen
  • Die belassene und vielfältige Natur in Marokko, Jordanien mit seinen Wadis, Aswan in Ägypten und dem Toten und dem Roten Meer und die Nationalparks im Libanon und im Oman
  • Wunderschöne alte Architektur und Kulturstätten in Marokko, Tunesien, Ägypten und Jordanien (z.B. Petra und die Wüstenschlösser)

Es gibt wenige Regionen, die so vielfältig sind, wie die arabischen Länder untereinander. In Dubai und den Golfstaaten kann man sehen wie moderne Prinzessinnen und Prinzen der arabischen Welt leben. Wer erfahren möchte wie die traditionellen Araber gelebt haben, der kann dies ebenso auf einer Wüstentour oder in den noch traditioneller geprägten Ländern wie z.B. dem Oman, Ägypten oder Marokko erleben.

Nächtliche Party auf einem typischen Bötchen (Falouka) auf dem Nil (Kairo, Ägypten) @deborah0409

Du lernst eine völlig andere Kultur kennen, die dich mit ihrer Großherzigkeit, Großzügigkeit und Wärme sicherlich verzaubern wird. Zudem lernst du auch einen neuen Teil der Welt kennen und vielleicht verstehen, der in den Medien durch Krieg und Terror mit einem negativen Image versehen wurde, der aber so viel mehr ist und so viel Unerwartetes und Großartiges zu bieten hat.

Sowohl als Mann als auch als Frau ist es empfehlenswert die arabische Welt zu bereisen, um sich selber ein Bild zu machen, mit Menschen in Kontakt zu kommen und ihre Sichtweise verstehen zu lernen. Du wirst auch eine große Wärme, Hilfsbereitschaft und Unterstützung von kontaktfreudigen Menschen erfahren, mit der du so nicht gerechnet hättest.

Wenn du bereit bist, auf bestimmte Gepflogenheiten, Sitten und Traditionen zu achten, offen für eine andere Welt bist und dich auf sie einlässt, wirst du eine unbeschreibliche Zeit haben. Also yallah!

Vorbereitung

Besorge dir und lies so viele Informationen wie möglich über das Land, welches du bereisen möchtest. Worauf sollte man achten? Was anziehen? Was ist die Geschichte und die aktuelle Entwicklung in dem Land? Was sind die Bevölkerungsgruppen und deren Dynamiken? Wo ist das Essen besonders gut? Gibt es Plätze, an die man nachts nicht gehen sollte? Was bedeutet es, wenn man mit einem Mann Kaffee trinken geht? Kann ich einfach Einladungen von Familien annehmen?

Ein paar Brocken Arabisch sind auch immer hilfreich und können als Türöffner dienen, wenn man neue Bekanntschaften macht oder auch nur ein Souvenir kaufen möchte. Ansonsten gilt, dass man in den Maghreb-Staaten gut mit Französisch durchkommt und von Ägypten über die Levante bis zum Golf Englisch verbreitet, jedoch nicht immer zu erwarten ist.

Ist es sicher, als Frau alleine in die arabischen Länder zu reisen?

Königin der Wüste (Wadi Rum, Jordanien), Lucy Schulze

Allgemein ist die Sicherheit in den Ländern, die man tatsächlich bereisen kann (also ausgenommen Algerien, Irak, dem Jemen, Libyen oder Syrien) in ähnlichem Maße wie in Europa gegeben. Natürlich gibt es aber Dinge, die in Europa als Frau problemlos und ohne zu zögern machbar sind, die man in der arabischen Welt jedoch nicht machen sollte. Vermutlich hat jeder schon mindestens eine Horrorgeschichte aus der Region gehört, denn wie überall anders auf der Welt, kann man auch in arabischen Ländern an die falschen Leute geraten. Dennoch sollte man sich von Pauschalurteilen zur Sicherheitslage nicht abschrecken lassen.

So fühlt man sich zum Beispiel nachts in Amman in Jordanien nie wirklich unsicher, da so viele Menschen nachts auf der Straße sind und eine lockere allgemeine Weggeh-Stimmung herrscht sobald die Hitze des Tages nachlässt.

Wenn man doch einmal Hilfe brauchen sollte, weil man sich beispielsweise verlaufen hat, kann es durchaus vorkommen, dass die nebenstehende Person das mitbekommt und einen kurzerhand zur gewünschten Stelle begleitet – obwohl das gar nicht auf ihrem Weg lag – und sie danach ihren eigentlichen Weg fortsetzt. Noch nie hat eine von uns in einer Situation gesteckt, in der sie solche Angst hatte, dass sie nicht mehr weiter wusste. Denn selbst wenn einem etwas unerwartetes zustößt, zeigt sich in genau solchen Situation die arabische Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft und führt einem wieder vor Augen, warum wir uns in dieser Region und speziell in Ägypten und Jordanien so heimisch fühlen.

Dennoch sind Situationen, in denen man unangenehm angemacht wird, unvermeidlich und passieren leider öfter als vielleicht gedacht. Darauf sollte man sich vorab mental einstellen und auf keinen Fall sollte man sich von den Pfiffen und Sprüchen einschüchtern lassen. In Situationen, in denen du dich unwohl fühlst, sind diese allgemeine Verhaltensregeln empfehlenswert: Beistehende direkt ansprechen – als Frau sowohl Männer als auch Frauen – und sie um Hilfe bitten, in belebte Geschäfte zu gehen oder ein Taxi zu rufen. In Jordanien passiert es oft schon von alleine, dass einem Hilfe angeboten wird, wenn man auch nur verloren aussehend in der Gegend steht.

Auf der Seite des Auswärtigen Amtes erfährt man welche Sicherheitshinweise momentan zu beachten sind und welche Regionen man gegebenenfalls meiden sollte.

Tipps für eine sichere Reise

Gibt’s eine bessere Art von A nach B zu kommen? Lucy Schulze

Muttis abgedroschener Spruch „Vorsicht ist besser als Nachsicht“ gilt auch, oder vielleicht sogar vor allem, beim Reisen. Deswegen solltest du einige Sachen vermeiden bzw. bestimmte Regeln befolgen, unter anderem:

  1. Nicht mit Männern, die du nicht kennst, alleine weggehen und Gegenden, die du nicht kennst, nachts meiden, wenn du alleine bist.
  2. Bei Belästigung klar und deutlich zu verstehen geben, dass das nicht in Ordnung ist und du das nicht willst – lass es nicht eingeschüchtert und still über dich ergehen. Anmachen sind hier genau so wenig geduldet wie in anderen Ländern. Derjenige wird sich vor Scham zurückziehen, sobald andere auf die Situation aufmerksam werden.
  3. Wenn es zu einer unangenehmen oder sogar bedrohlichen Situation kommen sollte, schrei laut! Dadurch wird Aufmerksamkeit auf euch gerichtet und Leute zur Hilfe kommen.
  4. Kleide dich nicht zu aufreizend und vermeide das ausladende Flirten mit zu vielen Männern – dies wird als Zeichen eines „leichten Mädchens“ gedeutet und man verliert dementsprechend den Respekt vieler.
  5. In islamischen Ländern, solltest du außerhalb der Touristenplätze niemals öffentlich Alkohol trinken und auch Alkoholflaschen nur ungeöffnet und in blickdichten Tüten transportieren. Ebenso solltest du nicht offensichtlich betrunken auf die Straße gehen oder alleine Taxi fahren.
  6. Versuche das Hostel immer mit voll aufgeladenem Handy zu verlassen. Speichere die Nummern von Personen, denen du vertraust oder zumindest des Hostels, in dem du wohnst. Auch die Adresse deiner Unterkunft solltest du notieren, beides am besten auch auf einem Zettel für den Fall, dass dein Handy mal den Geist aufgibt.
  7. Versuch vor deiner Ankunft die Abholung vom Flughafen zu organisieren, da die Taxifahrer am Flughafen selbst oft horrende Preise verlangen – mittlerweile gibt es auch in den arabischen Ländern die praktische App ‚Uber‘, über die die Preise festgelegt und die Route nachvollzogen werden kann. So wird die Möglichkeit der Abzocke deutlich reduziert.
  8. Versuche immer tagsüber statt nachts zu reisen, es gibt jedoch auch einige Busse, die sichere Nachtfahrten in Reisebussen mit europäischen Standarts anbieten.
  9. Lieber zu skeptisch als zu naiv – auch wenn die meisten Araber einfach nur neugierig und sehr gastfreundlich sind, sollte man immer eine gewisse Vorsicht mitbringen, insbesondere jungen Männern gegenüber, die dich in der Gegend herumführen möchten oder mit dir ein Foto machen möchten – es könnte vorkommen, dass du besagtes Bild dann zufällig auf Facebook mit der Beschriftung „ich und meine Schatz aus Deutschland“ wiederfindest.

Wer weiß, vielleicht findest du ja deine große Liebe in einem der Länder – unwahrscheinlich ist es eigentlich nicht, wenn man uns oder Bekannte und Freunde betrachtet. Das Bewusstsein darüber, das ein arabischer Mann, der sich auf dich als westliche Frau einlässt und anfangs liberal wirkt, häufig eine deutlich konservativere und stärker Familien-orientierte Seite hat, ist wichtig. Diese Seite kommt oft zum Vorschein, sobald es wirklicht ernst wird und die Familie involviert wird. Deshalb unser Tipp: Behalte immer im Hinterkopf, dass die Menschen die du kennenlernst, in einem anderen Umfeld, mit anderen Werten und einer anderen Kultur aufgewachsen sind – was Beziehungen hin und wieder vielleicht etwas verkompliziert, doch mit etwas interkultureller Kompetenz sollte dies kein Hindernis darstellen.

Worauf man achten sollte

Generell

Nicht alles, was gesagt wird, ist auch so gemeint.

Du wirst dich garantiert in dieser Situation wiederfinden und wenn es soweit ist, erinnere dich an diesen Punkt: Du bist bei einer arabischen Familie zu Besuch und machst der Gastgeberin ein Kompliment zu der hübschen Vase auf dem Tisch – und plötzlich nimmt sie sie und bietet sie dir an. Araber teilen gerne und würden niemals so ein Kompliment einfach nur mit „Danke“ beantworten, das Angebot ist jedoch auch nicht wirklich erst gemein, also nimm es nicht an – es war eher aus Höflichkeit. Sowas kann auch passieren, wenn du deiner Freudin ein Kompliment zu ihrem Outfit machst und sie dir dann ihren Pullover anbietet.

Opa Mohamed zeigt Deborah Ägyptens ländliche Gegend (Damanhour, Ägypten) ?@ray.7ana

Es gibt jedoch Dinge, die du problemlos annehmen kannst und auch solltest – denn wie gesagt, Araber teilen gerne und sind sehr hilfsbereit. Essen, Fahrten, Ausflüge – wenn so etwas angeboten und sogar darauf bestanden wird, dass du eingeladen wirst und nicht bezahlen sollst, nimm es ruhig ein paar Mal an. Achte jedoch darauf, dass alles in Maßen genossen wird, denn auch wenn alle Angebote und Versprechen umgesetzt werden, nimmt die Großzügigkeit teilweise ausufernde Proportionen an. Aus Respekt, Höflichkeit und Angst jemanden bloßzustellen, wird an dem Punkt an dem es evtl. „zu viel“ ist, dies nicht kommuniziert.

Im Gegensatz zu Deutschland, wo vieles direkt gesagt wird, wird in der arabischen Welt einiges grundsätzlich nicht angesprochen, oder nur unter guten Freunden. Als Beispiel gilt immer das „verbotene Dreieck“ aus Sex, Politik und Religion oder auch unvorteilhafte Umstände in der Familie. Natürlich kann es auch immer sein, dass offen über diese Themen gesprochen wird, gerade unter jungen Menschen.

Zudem sollte man darauf achten, was im entsprechenden Land gemäß „Sitten und Kultur“ angemessen ist (haram oder halal) und sich danach richten.

Was anziehen?

Wadi Rum, Jordanien, Lucy Schulze

Kleide dich den Landessitten angemessen. Hotpants und bauchfreies Top kannst du bei anderen Gelegenheiten – wie beispielsweise in Clubs – tragen, in den arabischen Ländern wird oft noch geschätzt, wenn man nicht allzu viel freie Haut zeigt. Lange Hosen, Röcke und Shirts (je nach Ort langärmliges Shirt oder T-Shirt) werden dir viele unangenehme Blicke und Situationen ersparen und sich in der Wüste besser anfühlen.

Außer in Saudi-Arabien ist es nicht nötig, sich zu verschleiern – auch nicht die Haare. Wenn du eine Moschee besuchen möchtest, was auf jeden Fall ein Muss ist, ist es immer gut einen Schal dabei zuhaben, um die Haare im Gotteshaus zu bedecken.
Ein Fettnäpfchen könnte auch bei frisch gewaschenem Haar warten, also aufgepasst: In manchen Regionen Ägyptens und Jordaniens geht teilweise noch das alteingesessene Gerücht rum, dass wenn man mit nassen Haaren auf die Straße geht, man vermutlich gerade Sex hatte, denn danach wäscht man ja – logischerweise – die Haare. Lieber auf Nummer sicher gehen und seinen Haaren Zeit zum trocknen geben – oder notfalls mit dem Föhn nachhelfen.

Die Kinder Aswans, @deborah0409

Um dich kleidungstechnisch deinem Reiseziel anzupassen, solltest du nur Shirt oder T-Shirt tragen, die nicht tief ausgeschnitten und hauteng sind und die deine Schultern bedecken. Deine Knie sollten ebenfalls bedeckt sein, deshalb sind lange Hosen – wie beispielsweise luftige Haremshosen – oder lange Röcke empfehlenswert. Auch wenn man in zahlreichen arabischen Ländern problemlos mit T-Shirt reisen kann, sollte man für den Fall, dass es einen spontan in eine sehr konservative oder ländliche Region verschlägt, immer eine langärmlige, dünne Strickjacke o.Ä. dabei haben. Dasselbe gilt für eine getönte Sonnenbrille, wenn man sich und seine Blicke unbeobachtet wissen will.

Unsere Highlights der Arabischen Welt

Aswan, Ägypten

Aswans Boote (Oberägypten), @ayshaaek

Wer naturverbunden ist und die Ruhe und Schönheit des Nils genießen möchte, der sollte unbedingt nach Aswan, ganz in den Süden Ägyptens fahren oder fliegen. Eine Fahrt auf dem Nil mit einem der alten Fischerboote, mit anschließendem Baden im Nil, ist ein einmaliges Erlebnis. Der Besuch in einem nubischen Museum um zu erfahren wie die Nubier, eine ethnische Minderheit in Ägypten und dem Sudan, leben, sollte ebenso auf dem Programm stehen. Nachdem man in einem lokalen Hostel unterkommt, lässt sich meistens auch ein nubischer Abend organisieren, bei dem man in die Lebensweise, das leckere Essen und die für die Nubier typische Gastfreundschaft erleben kann.

Wadi Rum, Jordanien

Wadi Rum, Jordanien, @ray.7ana

Wer von der Wüste verzaubert werden will und die majestätische Stille, den klarsten Sternenhimmel sowie den Charme des Beduinen-Lifestyles erleben möchte, dem legen wir Wadi Rum im Süden Jordaniens ans Herz. Es lockt die legendäre Wüstenlandschaft mit den roten Dünen, Granitfelsen, versteckten Quellen und alten Inschriften und die für ihre Gastfreundschaft bekannten Beduinen. Jeep off-road-Touren, Kamelritte oder ganze Trips auf Pferden und Kamelen durch die Wüste werden zum unvergesslichen Erlebnis, zumal die Reiseführer oft noch erfahrene Beduinen sind, die selber in der Wüste aufgewachsen sind und einem unvergleichliche Einblicke in ihre Lebensweise geben können. Für Kletterer sind die monolithischen Berge eine Herausforderung, Wanderer können sich dahingegen über die Stille an diesem Ort ohne Grenzen freuen. Auch kann man Wüstenwanderungen, beispielsweise von Wadi Rum nach Petra machen und nur ein Stück weiter südlich kommt man nach Aqaba, dem Tor Jordaniens zur Roten Meer, mit weiteren spannenden Sachen zu erkunden.

Tangier, Marokko

Der arabische Souq in Tangier, @deborah0409

Hercules Cave ist eine Grotte nahe Tangier und befindet sich direkt am Meer. Man hat von dort aus einen atemberaubendem Ausblick und die Öffnung der Grotte zum Meer hin, sieht aus wie der Umriss Afrikas. Tangier selbst hat eine wunderschöne Altstadt mit typisch arabischem Souq (Markt) zu bieten. Mit ihren kleinen Gässchen und vielen Stufen, sind sie auf jeden Fall einen Besuch wert und der Souq lädt zum Stöbern in den kleinen Läden ein.

Fujairah, UAE

Eines der weniger bekannten kleinen Emirate, welches das einzige ist, das am Indischen Ozean liegt. Mit einer wunderschönen Landschaft, idealen Bedingungen zum Surfen und historischen Gemäuern ist es eine willkommene Abwechslung zum Hochhaus-Dschungel Dubais.

Über die Autoren:

Lucy and Deborah, gebürtig aus Bremen und Frankfurt, haben sich während ihres Wirtschaftsarabistik-Studiums in Bremen kennengelernt. Im Laufe des Studiums hat sich Deborah dazu entschieden ihr Auslandssemester in Kairo zu verbringen, während Lucy die jordanische Hauptstadt Amman als ihre Heimat für ein Jahr wählte. Heute reist Lucy nach Absolvierung ihres Masters durch die Welt, während Deborah für Job und Liebe nach Kairo ausgewandert ist.

Share The World!
INSTAGRAM
EMAIL
Facebook
Facebook
GOOGLE
GOOGLE
/blog/reisen-arabische-laender-frau/?lang=de
Youtube

Über den Autor

Rayhana El-Mahgary

Lass dich inspirieren

2 Responses to “Als Frau alleine reisen in arabischen Ländern und warum du keine Angst davor haben musst”

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hostelworld Apps

Buche von unterwegs aus, mit der neuen mobilen Hostelworld-App.

Download on App Store Download on Play Store

Suche und buche mehr als 33.000 Unterkünfte in über 170 Ländern, egal wo Du gerade bist.