Dein ultimativer Nepal Trekking-Guide

Dein ultimativer Nepal Trekking-Guide

Wenn du an Nepal denkst, dann denkst du wahrscheinlich an schneebedeckte Gipfel, unentdeckte Weiten und magische Natur. Vor allem die unendlich vielen Berge sind das Aushängeschild Nepals –und das hat auch seinen Grund.

Nepal liegt in Südasien zwischen China und Indien und ist gerade mal doppelt so groß wie das Bundesland Bayern im Süden von Deutschland. In diesem „kleinen Land“ befinden sich dennoch 23 Berge die zwischen 4.000 und 9.000 Metern hoch sind! Es gibt also einiges zu erkunden und zu besteigen.

Eine der beliebtesten Regionen, in denen du in Nepal trekken kannst ist die Annapurna Region. Das liegt daran, dass man hier gleich mehrere „Achttausender“ auf einmal bewundern kann. Außerdem bieten die Treks in dieser Region landschaftlich eine sehr große Vielfalt und sie sind ohne große sportlichen Vorkenntnisse zu meistern. Gerade der Trek zum Annapurna Basecamp zeigt dir eine ganze Menge von dem, was Nepal zu bieten hat, ist dabei aber nicht zu anspruchsvoll und somit auch gut für Trekking-Anfänger zu bewältigen.

Aus diesen Gründen zeigen wir dir in diesem Guide, was dich beim Trek zum Annapurna Base Camp (ABC) auf 4.130 m erwartet, wie du dich am besten darauf vorbereitest und wie viel Zeit du ungefähr einplanen solltest, um den Trek entspannt zu beenden. Zudem verraten wir dir, welche Kosten auf dich zukommen und welches Fitness-Level du mitbringen solltest. Die Tipps zur Vorbereitung kannst du übrigens auch auf andere Treks anwenden, falls du dich bei der Auswahl nicht entscheiden kannst. Aber für jetzt gilt: Mach dich bereit für die magische Welt des Himalayas!

Reisezeit

nepal trekking - Person standing on a stone, surrounded by snow and looking at the mountains in the distance

📷 @whatsnext.reisen

Da du auf einem Trek die meiste Zeit draußen verbringst und natürlich die wundervollen Berge bestaunen willst, ist die Reisezeit bei deiner Reiseplanung wichtig.

Die beste Reisezeit für deinen Trek zum Annapurna Base Camp (ABC) ist im Frühling oder Herbst. Von Oktober bis November hast du hier die besten Aussichten auf einen klaren Himmel, milde Temperaturen und wenig Regen. Auch von März bis Mai sollte es recht trocken sein und die Temperaturen sind angenehm. Allerdings musst du hier mit nicht ganz so guter Sicht und gelegentlich auch mal mit Regen rechnen.

nepal trekking - Backpackerin mit Rucksack blickt auf die Berge, das Tal und die Natur hinaus

📷 @whatsnext.reisen

Juni bis September und Dezember bis Februar sind dagegen zu meiden, da hier der Monsun starken Regen bringt oder es einfach unangenehm kalt wird. Außerdem kann es sein, dass einige Wege und Pässe aufgrund von Lawinengefahr gesperrt sind – und das wäre natürlich schade!

Anreise nach Nepal

Solltest du auf der Durchreise Richtung Asien sein, hat Nepal die perfekte Lage, um dieses tolle Land in deine Reise-Route aufzunehmen. Gerade wenn du Indien besuchen willst ist Nepal nur einen Katzensprung entfernt – und du kannst sogar ganz einfach über Land einreisen. Unser Tipp: Wenn du ein kleines Budget hast, ist das eine super Möglichkeit um Geld zu sparen, da die Flüge nach Delhi in Indien in der Regel günstiger sind als die nach Kathmandu!

nepal trekking - eine Brücke in Nepal

📷 @whatsnext.reisen

Direktflüge von Deutschland nach Kathmandu, der Hauptstadt von Nepal, sind eine weitere Option. Kathmandu ist mit ca. 1 Mio. Einwohnern außerdem auch die größte Stadt des Landes. Sie ist ein „Must-see“ auf deiner Reise durch Nepal!

Visum

Für die Einreise nach Nepal brauchst du ein Visum. Das Visum bekommst du direkt am Flughafen für 15, 30 oder 90 Tage und es kostet dich ca. 23, 35 oder 90 € (stand: Juni 2019). Somit solltest du dir bereits am Flughafen bewusst sein, für wie lange du bleiben möchtest. Du kannst sparen, indem du noch in Deutschland ein paar Euro in nepalesische Rupie tauschst. Der Wechselkurs bei der Bezahlung des Visums variiert und ist meistens schlechter.

Mit deutschem, schweizer oder österreichischen Pass hast du aber definitiv keine Probleme bei der Einreise ins Land und du kannst dein Visum bei Bedarf sogar im Land verlängern.

Erster Stopp Kathmandu: Tolle Hostels und Dinge, die du nicht verpassen darfst

nepal trekking - Tempel in Nepal

📷 @whatsnext.reisen

Angekommen in Kathmandu brauchst du erst mal ein cooles Hostel – und davon gibt es so einige, und zwar im Distrikt Thamel! Unsere Favoriten waren das Wanderthirst Hostel oder das 8848 Hostel  aufgrund günstiger Preise und einer super entspannten Atmosphäre!

nepal trekking - Eine Gruppe von Menschen auf einer Terrasse

Wanderthirst Hostel

Thamel ist der geschäftigste Bezirk von Kathmandu. Du kannst dich hier an Land und Leute gewöhnen und findest von Massagen, Restaurants und Cafés bis hin zum Supermarkt alles, was du brauchst. Auch für die Vorbereitung auf deinen Hike bist du hier genau richtig. Hier kannst du dich bestens für deinen Trek ausrüsten, wenn dir noch etwas fehlt. Da wir aber in die Annapurna Region wollen, kannst du dir die Ausrüstung auch in Pokhara leihen. Das ist nämlich der Startpunkt für deinen Trek und auch dort findest du alles, was du dafür brauchst (was genau das ist erfährst du noch im weiteren Verlauf des Artikels).

Bevor du aber weiter nach Pokhara fährst, solltest du dir Kathmandu anschauen. Es gibt zum Beispiel eine riesige Pagode im Zentrum der Stadt, die dir den Atem rauben wird und ein Kloster über der Stadt, von dem aus du einen perfekten Blick über die hunderten von kleinen Häuser hast. Außerdem ist das Essen in Kathmandu unglaublich gut und es macht Spaß, durch die kleinen Gassen zu schlendern. Also nimm dir ein paar Tage Zeit zum Erkunden, bevor du letztendlich nach Pakorha fährst, um deinen Trek zum Annapurna Base Camp zu starten.

Du interessierst dich für Kathmandu? Mehr Inspirationen findest du in unserem Video zu Kathmandu auf YouTube oder in diesem Backpacking-Guide für Nepal.

Weiter geht’s: Ab nach Pokhara

Da du zum Annapurna Basecamp (ABC) willst, ist die beste Basis für den Trek die „Stadt am See“, Pokhara. Von Kathmandu kommst du hier mit dem Flugzeug oder mit dem Bus hin. Die Busse fahren jeden Morgen um 7:00 Uhr, brauchen ca. acht Stunden und kosten dich ca. 6,50 €. Tickets werden dir in fast jedem Shop in Kathmandu verkauft. Der Bus ist nicht nur günstiger als das Flugzeug, du bekommst auf der Fahrt dazu schonmal einen ersten Eindruck, was Nepal landschaftlich zu bieten hat. Außerdem ist es auch deutlich besser für die Umwelt, auf den kurzen Flug zu verzichten! Unser Tipp: Um während der Fahrt einen besseren Ausblick  zu genießen, setz dich auf die Flussseite! (Kathmandu bis Pokhara = rechte Seite in Fahrtrichtung) und dank uns später.

nepal trekking - zwei junge Männer sitzen auf einer Bank und blicken auf die Landschaft von Nepal

Kiwi Backpackers Hostel

Die Lakeside in Pokhara ist Kathmandus Thamel sehr ähnlich. Es gibt die gleichen Restaurants und Geschäfte und auch hier findest du super coole Hostels. In Pokhara können wir definitiv das Kiwi Backpackers Hostel  empfehlen! Ansonsten geht es in Pokhara deutlich entspannter zu. Man hat einen großen See, auf dem sogar ein Ausflug möglich ist, du kannst die World Peace Pagode besichtigen oder einen Ausflug mit dem Roller in die umliegenden Dörfer unternehmen.

Vorbereitung für deinen Trek

Genug vom Sightseeing? Dann kommen wir jetzt zum Thema Trekking mit deiner Nepal-Trekking-Checkliste. Bevor es in die Berge geht, brauchst du auf jeden Fall eine funktionierende Ausrüstung und die richtigen Genehmigungen zum Trekken.

Die richtige Ausrüstung

nepal trekking - Backpacker mit Rucksack wandert durch die Natur

📷 @whatsnext.reisen

Generell brauchst du für den ABC Trek nicht viel, beziehungsweise keine spezielle Ausrüstung. Trotzdem gibt es Dinge, die du auf deinem Trek auf jeden Fall dabei haben solltest.

Zunächst brauchst du einen Rucksack, wobei 30 bis 50 Liter auf jeden Fall reichen. Wir empfehlen dir dringend, eine dicke Daunenjacke, lange Unterwäsche, Trekking-Socken sowie Handschuhe und eine Mütze, um dich in der Nacht warm zu halten. Auch festes Schuhwerk mit einem gutem Profil ist wichtig, damit du auf dem Schnee festen Halt hast. Pack außerdem eine Trinkflasche ein, so kannst du dir überall frisches Trinkwasser auffüllen und produzierst nicht unnötig Plastikmüll. Gerade oben in den Bergen gibt es nämlich kaum Abfallentsorgung (und so landet dein Abfall irgendwann hinter der nächsten Klippe). Für noch mehr Halt, gerade bei Matsch und Schnee, sind Wanderstöcke nicht schlecht, wobei wir dafür einfach einen Bambusstock genommen haben. Ein Schlafsack ist nicht unbedingt notwendig, da jede Unterkunft dicke Decken bereitstellt. Es kann aber mal vorkommen, dass die Unterkünfte zu voll sind und es somit nicht genügend Decken gibt (was uns zum Glück nicht passiert ist).

Zusammenfassung deines Gepäcks:

  • Rucksack 30 – 50 Liter
  • Regenkleidung (Jacke & Hose)
  • Daunenjacke
  • Dicke Socken
  • Lange & warme Unterwäsche
  • Handschuhe und Mütze
  • Kurze Kleidung für bis zu 3000 m (Du wirst schwitzen!)
  • Schlafsack (kein muss)
  • Wanderstöcke (kein muss)

Solltest du ohne deine eigene Ausrüstung in Nepal ankommen, kannst du alles vor Ort kaufen oder ganz einfach ausleihen. Wir empfehlen den Verleih, da die Qualität der Ausrüstung vor Ort schwer zu beurteilen ist. Das heißt, für eine Woche reicht eine gekaufte Regenjacke definitiv aus. Solltest du dir aber teure Wanderschuhe vor Ort kaufen, bei welchen dir nach einigen Wochen bereits die Sohle abfällt, macht das nicht unbedingt Sinn (wir sprechen da aus Erfahrung). Kaufe hochwertige Ausrüstung mit guter Qualität also lieber vorher zu Hause!

Hier eine Liste von dem, was wir in Nepal geliehen bzw. gekauft haben inkl. Kosten (Juni 2019):

Gekauft:

  • Regenhose                 8,00 €
  • Regenjacke                 6,00 €
  • Trinkflasche               3,00 €
  • Handschuhe               4,00 €
  • Bambus-Stock            0,40 €

Geliehen:

  • Trekking-Schuhe       1,40 € / Tag
  • Schlafsack                  0,80 € / Tag
  • Daunenjacke              1,00 € /Tag

Wir haben so viel vor Ort besorgt, da wir weitere Reisepläne hatten. Bis auf die Schuhe war die Qualität der Ausrüstung  absolut ausreichend und preislich sehr Backpacker-Budget-freundlich.

nepal trekking - Backpackerin mit Rucksack

📷 @whatsnext.reisen

Um noch ein wenig Geld zu sparen kannst du dir übrigens auch Wasseraufbereitungs-Tabletten kaufen. Denn Trinkwasser kostet Geld und die Tabletten reinigen das Wasser von jeglichen Bakterien. 30 Tabletten kosten nur ca. 2 € und du kannst diese in den Apotheken vor dem Trek in Pokohra oder Katmandu besorgen. Eine Tablette reicht aus, um einen Liter Leitungswasser trinkbar zu machen.

Was wir dir auch noch empfehlen wollen ist Wechselkleidung. Das heißt auf jeden Fall zwei paar Socken und am besten auch alles andere in doppelter Ausführung. Denn einmal nass, werden die Klamotten auf der Höhe nicht mehr so schnell trocken und es gibt kaum schlimmeres als kalte Füße, nicht wahr?

Zu guter Letzt: Vergiss nicht, genügend Bargeld mitzunehmen. Auf dem ganzen Trek gibt es keine Geldautomaten und man muss alles Bar bezahlen. Was genügend Geld ist, siehst du weiter unten, wenn wir nochmal alle Kosten für den Trek auflisten.

Genehmigungen

Hast du deine Ausrüstung zusammen, kann es auch schon fast los gehen! Allerdings brauchst du noch zwei Genehmigungen, um im Annapurna Nationalpark wandern zu dürfen.

Die beiden Genehmigungen heißen Card for Individual Trekkers (TIMS) und Annapurna Entry Permit, welche du auch während deines Treks immer bei dir haben und eventuell auch vorzeigen musst.

Beide Genehmigungen kannst du in Pokahra oder in Katmandu beim Nepal Tourism Board beantragen. Du brauchst dafür insgesamt vier Passfotos,  4.500 Rupie, deinen Reisepass und ein paar Standard-Informationen zu deiner Person, die du vor Ort in ein Formular einträgst.

Der Antrag dauert nur fünf Minuten, wenn du alles dabei hast und du bekommst beide Genehmigungen direkt ausgehändigt. Außerdem bekommst du eine kleine Karte, auf welcher du einsehen kannst, wie weit die Entfernungen zwischen den Dörfern auf dem Trek sind. Heb diese am besten gut auf und nimm sie mit, wir konnten sie ziemlich oft gebrauchen. Sie zeigt nämlich auch die Steigungen an. So kann man sich manchmal besser auf die nächste Etappe vorbereiten… also körperlich UND seelisch!

Träger oder Guide

Auch eine Frage, die du dir vor deinem Trek stellen solltest ist, ob du einen Guide oder einen Träger brauchst.

Ein Träger ist, wie der Name schon sagt, jemand, der deine Ausrüstung für dich nach oben bringt. Hast du also Angst, dass du mit Gepäck nicht den Berg hochkommst oder möchtest es dir einfacher machen, kannst du dir einen Träger buchen. Das ist nicht so gemein, wie es sich anhört, denn so ein Träger verdient verhältnismäßig gut in Nepal. Er wird meist nach Kilo bezahlt und kostet somit ca. 20 € pro Tag.

Wir haben es ohne Träger geschafft und sind der Meinung, dass die fünf bis zehn Kilo deines Rucksacks nach einem Tag „Eingewöhnung“ auch keinen Unterschied mehr machen. Dazu wollen wir sagen, dass wir nicht besonders sportlich sind, also wenn wir das mit Rucksack schaffen, schaffst du das wahrscheinlich auch – es geht eher darum, ob du dir den Trek und somit das Leben ein bisschen leichter machen möchtest.

nepal trekking - ein Mann wandert in den Bergen

📷 @whatsnext.reisen

Solltest du alleine unterwegs sein und diesen Trek machen, bietet sich ein Guide an! Dieser begleitet dich für ca. 40 € pro Tag. Unserer Meinung nach musst du diese allerdings nicht investieren, da der Weg  immer gut ausgeschildert ist und du notfalls deine Landkarte dabei hast. Hier können wir auch die App Maps.me empfehlen, da selbst die Wanderwege genau angezeigt werden und die Navigation auch offline funktioniert (nicht vergessen im W-Lan oder mit Netz die Karte vorab herunterzuladen). Oder man fragt andere Leute, die man auf dem Weg trifft, ganz einfach nach dem Weg. Man ist nämlich nur selten ganz alleine unterwegs. Bist du dir ganz unsicher, kannst du dich natürlich auch einer Gruppe anschließen, die du auf dem Trek triffst. Wie du siehst kann man wirklich nicht viel falsch machen – also keine Sorge!

Wir haben den Trek ohne Hilfe von Guide oder Träger geschafft. Es gab aber auch ganz viele Leute, die sich dafür entschieden haben – also mach das ganze so, wie du dich wohl fühlst (oder dein Budget es zulässt).

Der Trek

nepal trekking - Ein wilder Fluss in Nepal

📷 @whatsnext.reisen

Während des Treks wirst du durch wunderschöne und unvergleichliche Natur wandern. Anfangen wirst du im Grünen, umgeben von Feldern, Bauern und inmitten beeindruckender Täler. Weiter oben wird es dann ein wenig karger, aber auf eine unglaublich schöne Art und Weise. Das Gestein färbt sich orange und schwarz und bietet einen wirklich einzigartigen Anblick. Ab 3.700 m läufst du dann quasi nur noch im Schnee direkt bis an dein Ziel zum Basecamp auf 4.130 m.

nepal trekking - Ein Mann und eine Frau sitzen auf einer Mauer und blicken auf die Berge in Nepal

📷 @whatsnext.reisen

Ob die unglaublich coolen Hängebrücken, der Blick auf die „Achttausender“ oder einfach nur die lachenden Gesichter der einheimischen Kinder: Du wirst jeden Tag ein Lächeln im Gesicht haben, auch wenn der Trek wirklich harte Arbeit bedeutet. Wir haben nie etwas vergleichbares gesehen und würden dir raten, dich selbst von der Schönheit dieser beeindruckenden Gegend zu überzeugen!

Dauer & Route

Es gibt mehrere Routen, um zum Annapurna Basecamp zu kommen und je nach Route und Fitness-Level solltest du zwischen fünf und zwölf Tage für den Trek einplanen. Der schnellste und einfachste Trek startet in Siwai. Hier fährst du von Pokhara mit dem Jeep für ca. 6,50 € hin und kannst es in fünf Tagen bis zum Basecamp und wieder zurück schaffen. Weitere beliebte Startpunkte sind Phedi oder Nayapul. Hier fängst du weiter unten an und so wird gerade der erste Tag anstrengend, da du erst mal sehr viele Stunden nach oben wanderst. Wir sind in Phedi gestartet und waren ziemlich froh, dass es nach den ersten Etappen etwas leichter geworden ist.

Es gibt vorgegebene Routen, allerdings führen viele Wege ans Ziel. Wir empfehlen, keiner bestimmten Route zu folgen, beziehungsweise die vorgegebene Zeit nicht allzu streng zu betrachten. Nach dem ersten Tag haben wir nämlich gemerkt, dass die Etappen wirklich nur als grobe Richtlinie gelten sollten. Denn nicht jeder Mensch ist auf dem gleichen Fitnesslevel und so kann es demotivieren, wenn du die vorgegebene Etappe nicht schaffst. Außerdem geht es bei dem Trek darum, die Natur zu genießen und Spaß zu haben und nicht, wer am schnellsten oben ist. Deswegen wollen wir hier auch keine genaue Route auflisten – der Weg ist ja bekanntlich das Ziel!

nepal trekking - Backpacker Pärchen mit Rucksäcken

📷 @whatsnext.reisen

Kosten

Jetzt willst du bestimmt noch wissen, was der Spaß in den Bergen kostet, oder? Nepal ist günstig und so halten sich die Kosten für deinen Trek wirklich in Grenzen! Wir waren ganz überrascht, wie wenig Geld wir letztendlich eigentlich ausgegeben hatten.

Während des Treks gibst du eigentlich nur Geld für Essen, Trinken und für Übernachtungen aus. Außerdem kosten Dinge wie eine heiße Dusche, W-Lan oder ab einer gewissen höhe auch Strom für dein Handy ein wenig extra.

Mit der Höhe steigen auch die Preise. Denn je höher du bist, umso größer ist die Entfernung der Dörfer auch von Straßen und alles, was da oben verzehrt oder gebraucht wird, muss von einem Menschen hoch getragen werden. Trotzdem ist alles noch im Rahmen und ein Gericht kostet so zwischen 200 und 500 Rupie (1,60 – 4,00 €) und eine Übernachtung im Schlafsaal eines Gasthauses 200 Rupie (1,60 €). Doppelzimmer kosten dich ca. 300 bis 500 Rupie (2,40 – 4,00 €). Wir haben drei Mal am Tag warm gegessen, haben unser Wasser mit dem gefilterten Wasser aufgefüllt und haben uns sogar manchmal Süßigkeiten gegönnt oder unsere Handys für wenig Geld geladen. Um hier zu sparen hilft es natürlich, vorher schon ein paar Leckereien einzukaufen und selber auf den Berg zu tragen. Auch die kleinen Kinder oben freuen sich übrigens tierisch über Schokolade, falls du den Einheimischen eine Freude machen möchtest! Also wenn du noch Platz und Motivation hast, pack noch was für die Kleinen ein.

Nach Adam Riese wären das pro Tag und Person:

1 x 250 Rupie für eine Übernachtung (im Schnitt )

3 x 350 Rupie für eine warme Mahlzeit (im Schnitt)

2 x 100 Rupie für einen Liter Wasser

(wie oben schon angesprochen kannst du diesen Punkt mit den Brausetabletten einsparen).

= 1.500 Rupie pro Person und Tag (Das sind ca. 20 € pro Tag)

Denk auf alle Fälle daran, genügend Geld mit auf deine Wanderung zu nehmen. Es gibt natürlich keine Bankautomaten auf der Strecke. Wir haben mit 1.500 Rupie pro Person und Tag gerechnet und so einiges an Geld wieder mit zurückgebracht.

 

Wie du siehst musst du dich vor dem Trek nicht verrückt machen sondern kannst voller Vorfreude darauf hinfiebern. Lass dir Zeit, nimm genügend Geld mit und pack nur das Nötigste ein. Du wirst unglaubliche Natur sehen und bestimmt auch mal richtig ins Schwitzen kommen. Solltest du noch Fragen haben oder noch etwas wissen wollen, lass es uns gern wissen, schreibe es in die Kommentare oder melde dich bei uns!

Elena & Dominik

What’s Next Reisen?!

Über die Autoren

Wir sind Dominik & Elena von Whats Next: Reisende, YouTuber und Blogger. Wir lieben das einfache und authentische Reisen und wollen so viele neue Kulturen und Länder kennenlernen, wie nur möglich. Das Gute ist, dazu braucht man gar nicht viel Geld und genau das zeigen wir dir in unseren Videos und Reiseguides. Also begleite uns auf unserer Reise, folge uns auf InstagramYoutube und unserem Blog und starte schon bald selbst dein eigenes Abenteuer.

Jetzt weiterlesen:

🌟 Die besten Orte der Welt, um ein Yogi zu werden

🌟 Unglaubliche Orte auf der Welt, die es wirklich gibt

🌟 Der ultimative Guide für Backpacking in Nepal 

Share The World!
INSTAGRAM
EMAIL
Facebook
Facebook
GOOGLE
GOOGLE
/blog/nepal-trekking/?lang=de
Youtube

Über den Autor

Sarah Heuser

All time tanned German with an obsession for beaches, sunsets and cheese. Social Media & Content Executive and #HostelworldInsider at Hostelworld. 🌎 Favourite place on earth: Melbourne - Australia 🐨 Favourite hostel: The Ritz, St Kilda 🌊 Find me on Instagram @sarahheu

Lass dich inspirieren

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hostelworld Apps

Buche von unterwegs aus, mit der neuen mobilen Hostelworld-App.

Download on App Store Download on Play Store

Suche und buche mehr als 33.000 Unterkünfte in über 170 Ländern, egal wo Du gerade bist.