Einmal im Hostel Leben? Die besten Tipps für deinen Langzeit-Hostelaufenthalt

Einmal im Hostel Leben? Die besten Tipps für deinen Langzeit-Hostelaufenthalt

Irgendwo zwischen Happy Hours und Non-Stop-Sightseeing hast du es geschafft: Du hast dir einen Job gesichert (oder dich zumindest dafür entschieden, dir einen zu suchen) und kannst nun die Stadt, in die du dich so verliebt hast, als Local erkunden, während du dein Reisebudget wieder etwas aufstockst – glückwunsch! Die Reise finanzieren, während du theoretisch bereits reist, klingt nach einem Traum, oder? Um diesen auch wahr werden zu lassen, gibt es nur noch eine Sache, um die du dich kümmern musst: Die perfekte Reise-Unterkunft. Während du beim Durchstöbern nach der passenden Wohnung vielleicht etwas verzweifelst – man denke an Mietpreise, minimum Aufenthalt und Kaution – und du bereits darüber nachdenkst, welches Organ du wohl am wenigsten brauchst, habe ich eine gute Neuigkeiten für dich, die dich erstmal keine Gliedmaßen kostet… Hostels!

Langfristig im Hostel wohnen? „Geht das überhaupt?“, höre ich dich fragen.

Ja, ja und ja! Sich länger in einem Hostel einzunisten hat mehr Vorteile, als nur dein Portemonnaie zu schonen. Du kannst kostenlose Mahlzeiten genießen (und dir die Zeit für’s Kochen sparen), hast Entertainment in und außerhalb des Hostels (denke an Events wie auch Discounts für Clubs oder Sehenswürdigkeiten), du wohnst nicht allein, lernst gleichgesinnte Backpacker kennen und hast wahrscheinlich die coolste Wohngemeinschaft, in der du jemals gelebt hast – minus die Verantwortung für eine Wohnung! Für Reisende, die nur auf der Durchreise sind (wie du es mal warst) wirst du zudem zum Orakel der lokalen Tipps, denn nach einiger Zeit kennt keiner die Gegend besser als du!

Bevor du nun also das Abenteuer deines Lebens startest und temporär in die Stadt deiner Träume ziehst, lies dir diese Tipps durch, um das beste aus deinem Langzeit-Hostelaufenthalt zu machen.

1. Zahl die Kosten für dein Bett auf einen Schlag

Das Gute an deinem Leben im Hostel ist, dass du selbst entscheiden kannst, ob du deine „Miete“ monatlich, wöchentlich oder sogar täglich zahlen möchtest. Ich kann dir allerdings nur empfehlen, die Kosten für dein Zimmer in wöchentlichen Raten (1 bis 2 Wochen) zu zahlen, da du somit den besten Überblick über dein Budget hast. Zudem gibt es dir ein sicheres Gefühl und du kannst ein und dasselbe Bett, beziehungsweise Zimmer, behalten. Aber Moment, den größten Vorteil habe ich dir noch nicht verraten: WÖCHENTLICHER DISCOUNT! Ganz richtig, viele Hostels senken den Preis, wenn du langfristig bleibst und von Woche zu Woche buchst, sodass du im Laufe der Zeit so einiges sparen kannst.

Tips for living long term in a hostel - traveller - backpacker

2. Frage nach einem Langzeit-Dorm

Bevor du eincheckst lohnt sich die Frage nach einem Langzeit-Dorm. Du wirst sowas niemals auf der Webseite oder in der Hostelinfo finden, doch ich kann dir eines verraten: Es gibt sie wirklich. Dabei handelt es sich ganz einfach um ein Zimmer, in dem die meisten Gäste (auch liebevoll „Long-Termers“ genannt) für einen längeren Zeitraum bleiben. Das hat den Vorteil, dass alle im selben Dorm auch im selben Boot sitzen, sich ebenfalls für Jobs bewerben und somit nochmal eine extra Portion Rücksicht auf dich nehmen, wenn du morgens früh raus musst oder nach einem langen Arbeitstag erstmal entspannen möchtest. Nicht zuletzt erspart dir das einen ständigen Mitbewohner-Wechsel und du kannst Freundschaften fürs Leben schließen, ohne dich ständig verabschieden zu müssen!

3. Mach’s dir gemütlich, aber nicht ZU gemütlich

Klar, du sollst (und wirst) dich auf jeden Fall wie zu Hause fühlen, allerdings ist es wichtig im Hinterkopf zu behalten, dass es sich immernoch um ein geteiltes Zuhause handelt und es auch noch andere Gäste gibt. Lass also nicht einfach deine Sachen herumliegen und mach Dinge sauber, nachdem du sie benutzt hast, denn hier möchte keiner für dich aufräumen. Die perfekte Gelegenheit, um deine „Erwachsenen-Skills“ mal auf die Probe zu stellen.

4. Ein kleineres Zimmer ist immer eine Option

Alls ich zum ersten Mal nach Australien zog, habe ich für drei Monate in einem Zimmer mit 18 (!) anderen Backpackern gewohnt… und ich habe es geliebt. Schwer zu glauben – und tatsächlich bekomme ich den ein oder anderen schrägen Blick für diese Aussage – doch es war eine der besten Erfahrungen meines Trips. Dennoch kann ich es nicht jedem empfehlen und es ist wirklich eine Typsache, wenn dir deine Privatsphäre also sehr am Herzen liegt oder du langfristig einfach deine Ruhe brauchst, ist ein kleinerer Raum der perfekte Kompromiss. Auf diese Weise kannst du noch immer andere Leute kennenlernen, hast aber trotzdem etwas mehr Zeit für dich selbst, für die sich der ein oder anderen Aufpreis manchmal lohnt.

Tips for long term hostel living - group and guitar

5. Organisiere gemeinsame Mahlzeiten

Du hast Glück und bist nicht der einzige Long-Termer in deinem Hostel? Dann nutze die Gelegenheit und organisiere gemeinsame Mahlzeiten! Auf diese Art könnt ihr abwechselnd füreinander kochen, Kosten teilen und tolle Abende genießen. Du wirst Küchen aus aller Welt kennenlernen, kannst andere Backpacker an deinen kulinarischen Künsten teilhaben lassen und musst nicht jeden Abend etwas neues für dich kreieren – ein Win-win, wenn du mich fragst und aus persönlicher Sicht eines der Highlights am Hostelleben.

6. Bleibe nicht zu lang

Wenn du als Long-Termer im Hostel wohnst, gibt es meist kein Limit bezüglich des Zeitraums. Vergiss allerdings nicht den eigentlichen Grund deiner Reise – und zwar, um diesen wunderschönen Planeten zu entdecken! Wenn du also langsam eine neue Komfortzone aufgebaut hast, deine Ersparnisse mittlerweile reichen und du dich bereit fühlst, weiterzuziehen… dann wird es auch Zeit, genau das zu tun.

Long term hostel living - pool and volleyball

7. Frage nach einem Job

Dieser Tipp ist sehr nützlich, wenn du länger an einem Ort bleiben und dein Budget zudem schonen möchtest. Viele Hostels bieten einen Rabatt auf deine Miete oder sogar einen kostenlosen Aufenthalt an, wenn du im Gegenzug etwas Arbeit leistet. Ich habe beispielsweise an zwei Nächten der Woche im Hostel gearbeitet und durfte dafür umsonst (!) dort wohnen. Die einzigen Ausgaben waren somit Nahrungsmittel (und natürlich die Drinks), wodurch ich meine Reisekasse um einiges schneller aufstocken konnte. Neben deinem eigentlichen Reise-Job noch ein paar Schichten im Hostel einzubauen kann anstrengend sein, aber es lohnt sich auf jeden Fall.

8. Sei nett zu Neulingen

Egal, wie lange du bereits im Hostel lebst – vergiss nicht, wie einschüchternd es sein kann, gerade in einem Hostel in einer fremden Gegend anzukommen und noch niemanden zu kennen. Ich spreche von diesem mulmigen Gefühl, wenn du dich in der Fremde zurechtfinden und deine Englischkenntnisse auf die Probe stellen musst. Du hast wahrscheinlich bereits viele Menschen kommen und gehen sehen, doch du solltest immer freundlich und einladend zu neuen Reisenden sein. Sei der Long-Termer, der alles über die Gegend weiß und hilf Neulingen mit deinen Tipps und Ratschlägen. Damit machst du nicht nur anderen das Leben einfacher, du bist auch im handumdrehen der Star des Hostels.

Tips for long term hostel living - table tennis

9. Gewöhne dich an die Hostel-Routine

Damit meine ich, dass du auf die kleinen Dinge achten solltest, um dein Leben etwas einfacher zu gestalten. Bist du gerade in einem Hostel, in dem nur Frühaufsteher leben und jeder ab 8 Uhr morgens zu den Duschen rennt, da die beliebte Walking-Tour um 9 beginnt? Oder ist jeden Sonntag auf einmal jedermanns Waschtag, da die meisten Gäste montags abreisen? Analysiere Routinen, sammel so viele Insider-Informationen wie möglich und nutze dieses Wissen, um IMMER eine freie Dusche zu ergattern und so wenig Zeit wie möglich für das Warten auf eine Waschmaschine zu vergeuden. Glaub mir, du wirst mir dafür noch danken (und definitiv nie ungeduscht und im Outfit von gestern zur Arbeit erscheinen).

10. Freunde dich mit den Locals an

Wenn du lange im Hostel lebst hast du die tolle Möglichkeit, nicht nur andere Backpacker, sondern auch die Locals des Ortes kennenzulernen. Menschen, die dir ihre Welt zeigen und (hoffentlich) so einige Geheimtipps verraten können. Ich habe dadurch bereits die besten heißen Quellen, menschenleere Surf-Spots und unglaublich gute Restaurants gefunden, die ich sonst niemals entdeckt hätte.

So, da hast du’s! Das Leben im Hostel ist eine unvergleichbare Erfahrung und ich kann dir nur Raten, sie mindestens ein Mal in deinem Leben zu machen – und dich voll und ganz in dieses Abenteuer zu stürzen!

Was denkst du über einen langfristigen Aufenthalt im Hostel? Erzähle uns davon!

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Über den Autor

Sarah Heuser

All time tanned German with an obsession for beaches, sunsets and cheese. Social Media & Content Executive and #HostelworldInsider at Hostelworld. 🌎 Favourite place on earth: Melbourne - Australia 🐨 Favourite hostel: The Ritz, St Kilda 🌊 Find me on Instagram @sarahheu

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