Fitness im Urlaub: Wie du mit einfachen Tricks auf Reisen fit bleibst

Fitness im Urlaub: Wie du mit einfachen Tricks auf Reisen fit bleibst

Fitness und Urlaub sind zwei Dinge, die wir nicht immer so leicht unter einen Hut kriegen. Normalerweise ist es genau die Zeit, in der man den Buffets den Krieg ansagt und sich ganz nach dem Motto ‘“treat yourself” mal so richtig was gönnt – um dann auch noch (gefühlte) 10 Kilo schwerer nach Hause zu kommen. Oder vielleicht doch nicht? Eine Pause vom Alltag kann die perfekte Gelegenheit dafür sein, deiner Gesundheit mal Priorität einzuräumen. Ohne den ganzen Druck und die Verpflichtungen, die Zuhause auf dich warten, kannst du die Zeit für deinen Körper nutzen und zur Abwechslung besonders erfrischt und vitalisiert nach Hause kommen. So oder so bedeutet Reisen nicht gleich das Ende deines Fitness-Regimes, denn es ist ganz einfach zu lernen, wie man beides kombinieren kann.

Ich bin Lucy von lyfitness und hier verrate ich dir meine Top-Tipps, wie du unterwegs ganz einfach sportlich und gesund bleiben kannst – ohne viel Aufwand und Kosten.

Das perfekte Workout beim Reisen

Wir wissen alle, dass ein stundenlanges Training ziemlich unrealistisch ist, wenn man gerade dabei ist, die Welt zu entdecken. Daher ist meine Herangehensweise immer, bei möglichst wenig Aufwand das Meiste herauszuholen. Klingt utopisch, ist aber durchaus machbar – und zwar mit Ganzkörper-Workouts. Sie konzentrieren sich auf Übungen, bei denen du deinen Körper über mehrere Bereiche mit Kniebeugen, Kreuzheben, Ausfallschritten und Bankdrücken beanspruchst. Wenn eine Vielzahl an Muskeln gleichzeitig arbeiten, heißt das auch, dass du in einem kürzeren Zeitraum mehr Kalorien verbrennst und so auch weniger trainieren musst (beim Reisen trainiere ich nur 2-3 Mal die Woche, anstelle von 5-6 Mal). So kannst du deine Workout-Zeit minimieren und deine Reisezeit maximieren! Bei dieser Art von Training braucht man zwar oft Zugang zu einem Fitnessstudio und die richtigen Geräte, aber selbst das sollte kein Problem sein. Die meisten Fitnessstudios bieten Tages- oder Wochen-Pässe an (perfekt für uns Reisende, die nur kurz an einem Ort sind). Gute Nachricht für alle mit kleinerem Budget: Wenn man nett fragt, sind Tagespässe auch oft umsonst. Noch besser? Einige Hostels wie das Vintage Gare du Nord in Paris oder das Freehand Los Angeles haben sogar eigene Fitnessräume. Fit zu bleiben ist also schon fast zu einfach!

📍Queenstown, Neuseeland 📷: @lyfitness_

Ein weiterer Trainings-Stil, der sich sehr gut zum Reisen eignet und den man voll ausnutzen sollte, ist HIIT (High-Intensity Interval Training). Bei HIIT kommst du richtig ins Schwitzen, erhöhst deine Herzfrequenz und fühlst dich danach garantiert wie neu. HIIT beinhaltet kurze Trainingseinheiten, bei denen du Abschnitte von maximaler Anstrengung mit kurzen Erholungsphasen kombinierst. Hier ein kleines Beispiel, damit du dir etwas darunter vorstellen kannst: Du suchst dir eine Übung aus, gibst für 30 Sekunden alles und legst für die restlichen 30 Sekunden eine Erholungsphase ein. Das Ganze machst du dann für 20 Runden, danach solltest du idealerweise kaum mehr den Finger heben können. Gute Übungen für HIIT sind Burpees, Liegestütze und Sprints. Da dieses Training sehr intensiv ist, braucht dein Körper eine Weile (bis zu 48 Stunden), um in seinen normalen Zustand zurückzukehren. Das heißt, dass du sogar NACH dem Training noch eine hohe Anzahl an Kalorien verbrennst, während du schon mit einem kalten Bierchen am Strand die Sonne genießt. Das verleiht dem Begriff “Bierbauch” eine völlig neue Bedeutung.

Ein weiterer Bonus ist, dass HIIT kein hoher Zeitaufwand ist – wenn du es schon zusammengerechnet hast, weißt du, dass mein Beispieltraining nur 20 Minuten gedauert hat – und auch keine besondere Ausrüstung gebraucht wird. Wenn Fitnessstudios für dich also ein großes No-Go sind, ist das also das perfekte Trainingsprogramm für dich. Du kannst sozusagen überall loslegen, falls du zufällig ein paar Minuten Zeit hast – egal ob im Hostelzimmer, im Park oder am Strand. Wenn du die Intensität noch ein bisschen hochschrauben willst, würde ich Resistance Bands empfehlen, sie sind klein, leicht und unglaublich vielseitig – perfekt zum Reisen!

📍Nha Trang, Vietnam 📷: @lyfitness_

Bleib aktiv bei deiner Reise

Falls bei dir Urlaub und Fitness nicht zusammengehören, gibt es natürlich auch andere Möglichkeiten, beim Reisen fit zu bleiben. Achte einfach darauf, dich mehr zu bewegen und aktiv zu bleiben. Hört sich banal an? Ist es auch! Klar, jeder weiß natürlich wie einfach es ist, den ganzen Tag in der Sonne zu liegen und der einzige Bewegungsumfang daraus besteht, sich jede halbe Stunde mal à la Grillhähnchen auf die andere Seite zu drehen, damit die Bräune auch schön gleichmäßig bleibt… Aber an einem neuen Ort zu sein, ist die perfekte Gelegenheit, um aktiv zu werden. Mach einen kleinen Spaziergang, um die versteckten Gassen einer Stadt zu erkunden, laufe barfuß den Strand entlang, entscheide dich in deinem Hostel immer gegen den Aufzug und für die Treppe (vor allem mit dem großen Backpack auf dem Rücken ist das schon fast genug Sport für einen Tag) oder starte einen kleinen Hike auf den nächsten Hügel, um die Aussicht auf die atemberaubenden Landschaften genießen zu können. Zudem gibt es auch immer coole Outdoor-Aktivitäten, die man ausprobieren kann, wie Surfen, Kajaken, Yoga, Beachvolleyball, Schwimmen, Schnorcheln, Klettern oder Tennis – um nur einige Beispiele zu nennen. Selbst wenn’s nur eine halbe Stunde pro Tag ist, reicht das schon, um die Endorphine anzukurbeln und das Herz pumpen zu lassen, was deine Stimmung und dein Energielevel in die Höhe treibt.

Ps: Schwimmen ist ein geniales Ganzkörpertraining und wer kriegt bei diesen traumhaften Hostel-Pools nicht Lust auf eine kleine Abkühlung?

📍Farm Hostel, Bali, Indonesien 📷: @lyfitness_

Essen und gesunde Ernährung auf Reisen

Ja klar, Sport ist wichtig, aber die richtige Ernährung spielt eine mindestens genauso große Rolle. Für viele ist das Essen aber auch ein wichtiger Faktor beim Reisen – sich einmal durch die gesamte einheimische Küche zu futtern, jeden Essensstand auszuprobieren und sich am Ende des Tages doch noch den extra Cocktail zu gönnen, gehört einfach zum Erlebnis dazu! Daher ist es wichtig, seine persönliche Balance zwischen Gönnen und Gesundheit zu finden. Hier sind meine Tipps, wie sich das alles gaaanz einfach und fast von alleine einpendelt:

Nutze die Hostel-Küche

Saubere und gut ausgestattete Küchen sind inzwischen Standard in fast allen Hostels, also nutze sie! Vor allem morgens liebe ich es, einfach aus meinem Bett in die Küche zu stolpern und mir etwas leckeres zu zaubern. Dabei sparst du nicht nur Geld (und machst den ersten Schritt, neue Leute kennen zu lernen) sondern du sparst auch vor allem eines – Kalorien. Gerichte aus Supermärkten und Restaurants sind meistens sehr viel kalorienreicher und dabei weniger nahrhaft. Wenn ich unterwegs bin, bereite ich mir morgens am liebsten eine große Schale Oatmeal oder Porridge. Die sind schnell gemacht, günstig, gesund und praktisch, denn eine kleine Tüte Haferflocken nimmt nicht viel Platz in meinem ohnehin vollen Gepäck ein! Wenn man glücklich und vor allem satt in den Tag startet, wird man auch weniger dazu verführt, sich auf dem Weg noch mit Snacks einzudecken, die normalerweise relativ ungesund sind. Viele Hostels bieten auch ein Frühstück mit frischem Obst an, hier kannst du dich austoben und dir vielleicht noch etwas für den kleinen Hunger zwischendurch einpacken. Jetzt soll nochmal jemand behaupten, gesund essen sei schwer!

📷: @lyfitness_

Kleine Tricks beim Essen gehen

Wenn du es liebst, Essen zu gehen und die lokalen Gerichte zu probieren, teil dir doch einfach etwas mit jemandem. So kannst du alles ausprobieren, ohne nachher im Food-Coma zu landen! Falls du Lust auf mehrere Sachen hast, fang erstmal mit deinem Wunschgericht an und wenn der Hunger noch nicht komplett besänftigt ist, bestelle dir ein weiteres. So vermeidest du, dass du am Ende nur noch weiter isst, weil zu viel auf dem Tisch steht und du das Essen (und dein hart erarbeitetes Geld) nicht verschwenden willst. Hab auch keine Angst davor einfach mal nachzufragen, wie genau das Essen zubereitet wird und gegebenenfalls Sachen auszutauschen, zum Beispiel frisches Gemüse anstelle von frittierten Extras. Noch ein guter Tipp ist, immer zu fragen, ob die Soßen und Dressings separat serviert werden können, damit du selbst entscheiden kannst, wie viel du davon benutzen willst. Hier sind nämlich oft viele Kalorien versteckt.

Einer geht noch! Oder doch nicht?

Ahh Alkohol, diese tückische, flüssige Kalorienbombe! Wir alle wissen, wie sehr Backpacker es lieben hier und da ein Bierchen (oder drei) zu schlürfen, aber es gibt auch hier ein paar Tipps, wie du deine wilden Nächte ein klein bisschen „gesünder“ gestalten kannst. Statt den doch sehr kalorienreichen Getränken wie Wein, Bier und Cider, bestell dir lieber eine Light-Mische mit Spirituosen und Diät-Softdrinks oder sogar Soda-Wasser. An manchen Tagen könntest du sogar ganz auf Alkohol verzichten (ist das jetzt sowas wie Blasphemie für Reisende?!), was mich zu meinem nächsten Punkt bringt…

📍 Onsen hot pools, Arthur’s Point, Neuseeland 📷: @lyfitness_

Wasser ist dein bester Freund

Gaaaaanz viel trinken… und zwar Wasser! Es wird empfohlen, täglich ungefähr 3-4 Liter Wasser zu trinken, vor allem, wenn man in heißen Klimazonen unterwegs ist. Genug zu trinken hilft nicht nur dabei deinen Appetit zu zügeln, sondern auch, nicht zu viel zu essen – denn oft wird Durst mit Hunger verwechselt. Dazu kommt noch, dass genügend Wasser auch bei aufgeblähtem Bauch und übermäßiger Wassereinlagerung Wunder bewirkt. Am Besten besorgst du dir eine große Trinkflasche, die du überall auffüllen kannst. So weißt du am Ende des Tages genau, wie viel du getrunken hast.

Und zuletzt: Bleib entspannt!

Schließlich ist es wichtig, das Ganze entspannt und locker anzugehen! Du bist an einem neuen Ort und die Hauptsache ist nach wie vor, dass du Spaß hast und das Beste aus deiner Reise machst. Ein paar mal Naschen oder ab und zu dein Workout zu überspringen ist nicht die Welt! Denk dran, diese Reise ist eine einmalige Erfahrung – also hab Spaß und genieße den Moment!

📍Queenstown, Neuseeland 📷: @lyfitness_

 

Über den Autor:

Lucy liebt Fitness, Körperbewusstsein und Brunch… und schreibt darüber. Sie kommt ursprünglich aus London, lebt jedoch gerade in Neuseeland in der schönen Stadt Queenstown, nachdem sie 3 Monate solo gereist und einfach ihrem Bauchgefühl gefolgt ist. Sie ein besonderes Talent dafür, jeden FergBurger zu probieren und dabei trotzdem ihre gute Figur zu behalten. Folge Lucy für mehr Reiseinspirationen und Fitness-Tipps auf Instagram: @lyfitness_.

 

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Über den Autor

Sarah Heuser

All time tanned German with an obsession for beaches, sunsets and cheese. Social Media & Content Executive and #HostelworldInsider at Hostelworld. 🌎 Favourite place on earth: Melbourne - Australia 🐨 Favourite hostel: The Ritz, St Kilda 🌊 Find me on Instagram @sarahheu

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