Ab ins tiefe Blau: Die besten Tipps für deine Tauchreise

Ab ins tiefe Blau: Die besten Tipps für deine Tauchreise

Ich muss zugeben, meine Taucherfahrung hält sich relativ in Grenzen. Einmal habe ich auf den Gili Islands versucht, zu Schnorcheln. Dabei ging auch alles gut, bis ich plötzlich eine tödliche Seeschlange entdeckte und meine Taucherbrille durch meinen Versuch Unterwasser zu schreien, so sehr beschlug, dass ich für einen Moment blind und fest davon überzeugt war, dass die Schlange mich erwischt hat. Ich muss wohl nicht extra erwähnen, dass mein kurzer Ausflug in die Welt des Tauchens ein „seichtes Ende“ nahm. Glücklicherweise hatte ich das Vergnügen, auf meinen Reisen einige, unglaublich begabte und erfahrene Taucher zu treffen, die ihre Lieblings-Tauchplätze mit mir geteilt haben. Ob du das warme Wasser des Roten Meeres genießen, dich im Südpazifik auf die Suche nach Nemo begeben oder die thailändischen Sonnenaufgänge erleben willst, hier findest du die besten Tauchtipps und -orte auf der ganzen Welt – empfohlen von Experten!

Best Diving Holidays - turtle

Nicki Silvanus – Koh Phangan

Thailand mag vielleicht für seine Palmen und das wilde Nachtleben bekannt sein, doch Koh Phangan hat viel mehr zu bieten, als nur Full Moon Partys mit Neonfarbe. Die Insel ist wunderschön und hat für jeden Geschmack das Richtige dabei. Neben unglaublichen Tauchplätzen gibt es hier auch eine Vielzahl an tollen Bars, Restaurants und Stränden. Doch zurück zum Tauchen: Als ich das letzte Mal hier war, bin ich bei Sail Rock getaucht. Dorthin kommt man entweder von Koh Phangan oder von Koh Tao. Wir haben beim Tauchen drei oder vier Walhaie gesehen – das war eindeutig der beste Moment meines Lebens! Sail Rock ist auch super für Anfänger, obwohl ich vorschlagen würde, davor eine Runde im Swimmingpool zu üben. Vor kurzer Zeit wurde beim Koh Angthong Nationalpark, der nicht weit von Koh Phangan entfernt liegt, eine ganze Gruppe von Grindwalen gesichtet! Wenn du dich dann irgendwann geübt fühlst, schlage ich Koh Lanta als nächsten Punkt auf deiner Liste vor.

Folge hier Nickis Leben auf der Insel

David AndersonSeychellen, Malediven, Thailand 

Auch auf die Gefahr hin, dass ich jetzt ein bisschen verwöhnt klinge, muss ich doch sagen, dass für mich die besten Tauchplätze auf den Seychellen oder den Malediven liegen. Die Möglichkeit, direkt vom Steg ins Wasser zu springen und am Riff entlang zu tauchen, ist einfach unglaublich. Außerdem ist es ziemlich cool, wie James Bond mit einem Schnellboot über das türkise Wasser zu düsen. Manche Inseln haben ein größere Vielfalt an maritinem Leben als andere, doch was man quasi überall findet, sind Clownfische (Ja, das war ein Wortwitz, Sag mir Bescheid, wo Nemo sich gerade rumtreibt!), Stachelrochen, Mantarochen, diverse Schildkrötenarten, Haie, und – wenn du Glück hast – Delfine und den ein oder anderen Walhai. Coole Geschichte am Rande: Als ich einmal morgens Tiefseefischen war und das erste Mal in meinem Leben Mantarochen gesehen habe, war ich natürlich schon richtig aufgedreht. Als ich dann wieder an die Wasseroberfläche kam, hörte ich plötzlich ein komisch schnurrendes Geräusch. Ich drehte mich um und sah einen Buckelwal, der nur wenige Meter entfernt war und neben ihm schwamm dazu noch ein Delfin auf mich zu, um mir Hallo zu sagen! Ein perfektes Beispiel dafür, was der Indische Ozean alles zu bieten hat. Natürlich ist es ein wenig teurer, dort tauchen zu lernen, also empfehle ich (als budgetfreundlichere Alternative für Anfänger) Davy Jones Locker in Koh Tao. Ich war bis vor Kurzem dort als PADI-Instruktor tätig und es gibt nichts Schöneres, als zur Arbeit zu laufen, wenn die Sonne über der Insel aufgeht. Das Wasser ist so klar, dass man es fast mit einer Badewanne verwechseln könnte – wären da nicht die Schildkröte und Fische, die die Quietscheenten ersetzen.

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Greg Beckett – Vanuatu, Ägypten

Vanuatu: Diese Insel im Südpazifik ist viel preiswerter, als man denkt und bietet einem tatsächlich viel für sein Geld, während es gleichzeitig noch nicht überlaufen ist. Auch als Anfänger hat man hier eine große Auswahl an Tauchplätzen und kann sich an Haien, Aalen, Schildkröten und kilometerlangen Korallenbänken erfreuen. Auch auf dem Festland gibt es viel zu sehen, so kannst du hier zum Beispiel aktive Vulkane besteigen oder den tropischen Regenwald, samt seiner exotischen Tierwelt, erkunden. Außerdem gibt es einheimische Stämme, die man besuchen kann und die einem einen Einblick in die Gegend geben – an Land sowie unter Wasser. Wenn du auf der Suche nach einem Reiseziel bist, das nicht zu weit von Zuhause entfernt liegt, ist Ägypten die perfekte Wahl. Außerdem ist das Land sehr günstig und das maritime Leben vielfältig. Für Adrenalinjunkies gibt es auch die Möglichkeit, in einem Käfig mit Haien zu tauchen.

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Thea Richards – Koh Thao

Mein Lieblingsziel für eine Tauchreise ist ohne Zweifel die Insel Koh Tao in Thailand. Eine andere Antwort wäre absurd, da ich mich auf meinem zweiten Besuch auf der Insel so in die Gegend verliebt habe, dass aus einem 2-wöchigen-Urlaub ein 10-monatiger Aufenthalt wurde! Ich konnte im Meer meine Meerjungfrauen-Fantasien wahr werden lassen, mich zum Abendessen unter anderem zwischen thailändischem Street Food, gesunden Buddha Bowls und kanadischer Poutine entscheiden und dann bei einer Strandparty die Nacht zum Tag werden lassen. Einfach perfekt! Auch wenn du nur für eine Woche dort bist, werden Insider-Tipps bezüglich unbekannteren Unternehmungen und Stränden deine Erfahrung noch unvergesslicher machen. Für mich ging es auf Koh Tao nicht nur um die Partys – auch wenn diese unglaublich waren! Mir wurden auch wunderschöne Wanderwege gezeigt, ich habe mit Goodtime Adventures einen Open-Air-Trapez Kurs gemacht und mich beim Maya Beach Club beim ersten Mal im Paddle-Board-Yoga versucht. Viele Menschen denken, dass es auf Thailands Inseln nur Full-Moon-Partys und Alkohol in Eimern gibt. Natürlich macht das mal Spaß, doch ich rate dir eindringlich, auch über den (Eimer)Rand hinaus zu schauen und die Schönheit der Natur aufzusaugen. Glücklicherweise engagieren sich die Einheimischen in den letzten Jahren auch immer mehr für deren Erhalt und Pflege, sodass die meisten Bars und Restaurants mittlerweile keine Plastik-Strohhalme mehr verwenden. Auf Koh Tao dreht sich vieles ums Tauchen, doch als ich dort ankam, war ich noch der Meinung, dass ich das niemals ausprobieren würde, da es so unangenehm und gruselig aussah. Doch Koh Tao übte seinen Zauber auf mich aus und innerhalb einer Woche befand ich mich auf einem Boot, auf dem man mich in eine Tauchjacke schnallte, in welcher ich daraufhin einen PADI Discover Scuba Dive absolvierte. Der erste Tauchgang war angsteinflößend. Der zweite war nicht so schlecht. Ab dem dritten war ich süchtig.

Koh Tao ist perfekt für Anfänger, da die Wetterbedingungen recht voraussehbar sind, und das Wasser generell auch sehr ruhig bleibt. Aus diesem Grund nehmen dich viele Tauchschulen schon bei der ersten Übungsstunde aufs offene Meer statt in den Pool – und das würde ich dir auch empfehlen. Außerdem ist es einer der günstigsten Orte auf der Welt, um deinen Tauchschein zu machen. Für erfahrene Taucher könnten die Bedingungen und Riffe fast schon etwas zu entspannt sein, daher empfehle ich in diesem Fall, die perfekten Lernbedingungen auszunutzen und ein neues, spezielles Zertifikat abzulegen oder eine Tauchschule zu suchen, die zu entfernteren Tauchplätzen wie Chumphon fährt, da du hier zu bestimmten Jahreszeiten regelmäßig Walhaie sehen kannst.

Die Preise der verschiedenen Tauchschulen variieren nur gering, sodass es eher darauf ankommt, wonach du suchst. Möchtest du direkt ins offene Meer oder erst im Pool üben? Möchtest du lieber in einer größeren Gruppe lernen und mehr Freunde finden oder in einer kleinen Gruppe, in der du mehr Unterstützung bekommst? Aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen, dass es einen großen Unterschied macht, ob du einen Tauchlehrer findest, der dir sympathisch ist und mit dem du gut zurecht kommst oder jemanden, der dir eher auf sachlicher Ebene begegnet. Einige der besten Tauchlehrer meiner Tauchgeschichte zähle ich jetzt zu meinen besten Freunden und zusammen haben wir unter Wasser so einige, unvergessliche Erfahrungen gesammelt.

Ein letzter und unglaublich wichtiger Tipp: Vergiss nicht, deinem Tauchlehrer nach dem Unterricht ein Bier auszugeben!

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Sarah Heuser – Coron, Philippinen

Tauchen ist für mich wie eine Flucht in eine andere Welt. Eine ohne Schwerkraft, mit kompletter Freiheit, eine Welt, die so farbenfroh ist, wie ein Kaleidoskop. Mein Lieblingstauchplatz ist Coron auf der Insel Busuanga , die sich in einer der schönsten Regionen der Philippinen befindet – Palawan. Was man hier beim Tauchen sieht, geht weit über das Gewöhnliche hinaus. Die berühmten Kalksteinklippen machen aus der Unterwasserwelt ein faszinierendes Panorama samt Höhlen und Riffen, in dem alle Arten farbenfroher Fische und Riffhaie leben. Hier habe ich ebenso meinen ersten „Heiß und Kalt“-Tauchgang absolviert. Der Barracuda Lake (ja, es gibt auch Barracudas) in Coron ist ein Süßwasser-Tauchplatz im Inneren des Kraters eines inaktiven Vulkans! Dort gibt es relativ wenig Fische, doch die Temperatur schwankt zwischen 27 und 40 Grad, je nachdem auf welcher Höhe man gerade taucht. Man kann der Hitze förmlich zusehen, wie sie das Wasser bewegt! Wenn du Lust auf ein bisschen historisches Sightseeing hast, kannst du deinen Tauchanzug gleich an lassen und dich auf den Weg zu den berühmten Schiffswracks machen. Als ich den japanischen Tanker Okikawa Maru zum ersten Mal sah, verschlug es mir den Atem (was irgendwie ironisch ist, wenn man sich unter Wasser befindet). Der Tauchgang durch das Schiff ist nur etwas für erfahrene Taucher, doch schon der Blick von Weitem ist eine beeindruckende Erfahrung, schöner noch aufgrund der vielen Fische, die in und um das Wrack leben. Coron ist ein kleiner Ort, sodass du in jedem Hostel andere Taucher kennenlernen wirst, mit denen du deine Erfahrungen teilen kannst!

 

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Über den Autor

Fleur Rollet-Manus (Hostelworld)

A fully fledged travel addict who can often be found racking up air miles, sitting on an oversized suitcase wrestling with an already strained zip or clutching an extra large coffee whilst penning her latest fashion/beauty/lifestyle/adventure/disaster.

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