Burgen, Traumstrände & Sternenhimmel: Der ultimative Backpacking-Guide durch Schottland

Burgen, Traumstrände & Sternenhimmel: Der ultimative Backpacking-Guide durch Schottland

Mit seiner rauen und wilden Natur, die sich über hunderte von Kilometern erstreckt und auf dessen Fläche historische Städte, süße Dörfchen und atemberaubende Monumente verteilt sind, hat Schottland zweifellos einen ganz besonderen Charme. Über das faszinierende Land gibt es vieles zu erfahren, was du vermutlich noch nie gehört hast. Ob weiße Sandstrände, beeindruckende Skipisten, coole Gegenden zum Mountainbiken, schicke Städtetrips oder andere geheime Ecken – wir lüften Schottlands zauberhaftes Geheimnis.

Die wunderschöne Landschaft Schottlands, seine einzigartigen Städte und seine faszinierende (und manchmal grausame) Geschichte machen das Land zu einem Muss auf deiner Bucket-Liste. Da es dort so endlos viel zu sehen und zu tun gibt, ist Schottland sowohl das perfekte Ziel für einen Wochenendausflug, als auch für einen längeren Trip mit dem Rucksack. Egal, ob du ein richtiger Abenteurer bist oder einfach nur einen schicken Kurztrip planst, mach dich bereit für das wahre Schottland!

  1. Die beste Reisezeit für Schottland
  2. Wie ist das Wetter in Schottland?
  3. Die wichtigsten Schottland-Festivals
  4. Die Geschichte Schottlands
  5. Reisen durch Schottland
  6. Orte, die du in Schottland unbedingt besuchen musst
  7. Thementouren durch Schottland
  8. Das schottische Essen
  9. Reisetipps für Schottland

Die beste Reisezeit für Schottland

Winter

In den meisten Jahren schneit es in Schottland sehr viel, sodass sich die zuvor bereits atemberaubende Landschaft in ein Winterwunderland verwandelt, wie es sich ein Postkartenhersteller nicht besser vorstellen könnte. Natürlich gilt dies umso mehr für die Weihnachtszeit. Bist du bereit für einen kleinen Adrenalinschub? Dann geh Skifahren in den Cairngorms oder Snowboarden auf dem Nevis Range – er ist der höchste Berg der britischen Inseln und ein wahres Markenzeichen des Landes.

Frühling

Der Frühling in Schottland ist eine wahre Augenweide: Überall blühen bunte Blumen und die Sonne am strahlend blauen Himmel macht den Anblick perfekt. Für die meisten Reise-Wünsche ist diese Zeit super geeignet, wie zum Beispiel für einen Städtetrip samt Sightseeing oder für einen Ausflug in die Berge, die mit Heidekraut und Wildblumen bewachsen sind.

backpacking Scotland - when to visit -Spring

Sommer

Der Sommer in Schottland bringt wärmere Temperaturen und die Möglichkeit, an diversen Kulturfestivals teilzunehmen. Außerdem ist diese Jahreszeit ideal für einen klassischen Camping-Trip unter den Sternen. In Schottland ist Campen überall erlaubt (außer natürlich auf Privatgelände), also warum stellst du dein Zelt nicht neben einen der unzähligen Seen und freust dich auf den spektakulären Ausblick am Morgen? Die Hauptstadt des Landes, Edinburgh, ist im Sommer sehr viel belebter, was vor allem an den Edinburgh Festivals liegt, die immer im August stattfinden. Auch im Rest des Landes, zum Beispiel in Glasgow oder Skye, findest du eine Vielzahl an Festivals, bei denen es um Essen, Kunst oder natürlich Musik geht.

Herbst

Im Herbst erstrahlt die Landschaft Schottlands in orange, gold und dunkelrot und ist somit wie gemacht für einen Urlaub voller Spaziergänge und Wanderungen. Außerdem ist dies die perfekte Möglichkeit für das atemberaubende #Instagrambild, auf das du so lange gewartet hast! Naturliebhaber erfreuen sich derweil an der einheimischen Tierwelt, die unter anderem aus wilden Schwänen im Norden und grauen Robbenbabys an der Westküste besteht.

Wie ist das Wetter in Schottland?

Wie du dir vermutlich schon gedacht hast, variiert das Klima in Schottland über das Jahr hinweg sehr, mit starkem Schneefall im Winter und gleißendem Sonnenschein im Sommer. In Glasgow und Edinburgh, die beide in der Zentralregion des Landes gelegen sind, ist das Klima insgesamt etwas milder und es wird nicht ganz so kalt wie in den Bergen im Norden.

Schnee in Schottland

Wenn man sich das verschneite Schottland vorstellt, denkt man fast unweigerlich an den ikonischen roten Hogwarts Express, der sich seinen Weg durch die weiße und atemberaubende Landschaft bahnt. Diese magische Zugfahrt kannst du im Westen Schottlands selbst erleben, am besten natürlich zur Winterzeit.

In Schottlands Bergregionen schneit es im Normalfall von November bis März, also pack deine Handschuhe und den Schal ein und freu dich auf ein glitzerndes Vergnügen – und die perfekte Ausrede, dich ein Ründchen auf die Ski zu schwingen!

📷: @mabdulle

Die wichtigsten Schottland-Festivals

Sankt Andreas Tag

Der Sankt Andreas Tag (oder: St. Andrew’s day) ist der offizielle Nationalfeiertag Schottlands und findet jedes Jahr am 30. November statt. An diesem Feiertag werden St. Andrew und der Beginn der Adventszeit gefeiert und im ganzen Land werden wahre Festmähler samt traditioneller Ceilidh-Tänze und anderer kultureller Festivitäten veranstaltet. Das bekannteste Fest findet in der Universitätsstadt St. Andrews statt, in der die Feierlichkeiten eine ganze Woche andauern.

Burns Night

Dieses Fest findet jährlich am 25. Januar statt und feiert das Leben und die Errungenschaften des Robert Burns, eines der legendärsten Poeten Schottlands. Hier isst man traditionell Haggis, trinkt viel Whiskey und zitiert die beliebtesten Gedichte und Lieder Burns. Die meisten der Einheimischen feiern dieses Fest Zuhause mit ihren Liebsten, doch auch in vielen Restaurants wird ein Burns Night-Festmahl angeboten, vor allem in den größeren Städten.

Edinburgh Festivals

Ein Event, das im Veranstaltungskalender von Edinburgh heraussticht, sind die Edinburgh Festivals, eines der größten Kunstfestivals der Welt. Hier performen Schauspieler, Sänger, Comedians und andere Künstler aus der ganzen Welt, um ihr Talent in sowohl klassischen wie auch außergewöhnlichen Veranstaltungsstätten unter Beweis zu stellen. Normalerweise finden die Festivals im August über mehrere Wochen hinweg statt und sollten auf jeden Fall auf deiner To-Do-Liste stehen! Allerdings solltest du Flug und Unterkunft soweit wie möglich im Voraus buchen, da es in Edinburgh zu dieser Zeit (wer hätte es gedacht?) vor Touristen und Einheimischen nur so wimmelt.

Hogmanay

Hogmanay ist die traditionell schottische Art, Silvester zu feiern. Hier wird getrunken, getanzt und vieles mehr! Natürlich feiert jedes Dorf und jede Stadt auf ihre eigene Weise, doch in den Großstädten wird richtig Gas gegeben: In Edinburgh zum Beispiel gibt es eine der größten Feiern, mit live Konzerten und natürlich einem gigantischen Feuerwerk.

backpacking Scotland - festival in scotland - Hogmmanay

Die Geschichte Schottlands

Seien es seine Wurzeln als römische Siedlung oder die blutigen Kämpfe verfeindeter Stämme – die Geschichte Schottlands ist alles andere als langweilig. Hier sind fünf Fakten, die dich im Nullkommanichts zu einem Experten auf diesem Gebiet machen:

  1. Schottland ist schon seit über 12.000 Jahren bewohnt, so lebten hier unter anderem einst die Römer, nachdem sie um 84 vor Christus Teile des Landes vom keltischen Stamm der Kaledonier erobert hatten. Sie erbauten damals viele Festungen und Strukturen zur Verteidigung, unter anderem den Antoninuswall, dessen Ruinen noch heute stehen (und an dem man super wandern kann!).
  2. Im 12. Jahrhundert teilten sich die Einwohner Schottlands in Stämme auf, alle mit ihren eigenen Ländereien und ihrem ganz speziellen Tartan (dem Muster ihrer Schottenröcke). Diese Stämme (auch Clans genannt) bestanden aus Familien, deren Freunden und loyalen Gefolgsleuten. Oft wurden sie von einem Hauptmann regiert, der in einem Schloss oder einem großen Herrenhaus lebte. Häufig entstanden Feindschaften zwischen verschiedenen Clans, die über Jahrzehnte hinweg viel Blutvergießen mit sich brachten.
  3. Schottland hatte einst eine eigene Königsfamilie, bis es 1707, wie Wales auch, Teil Großbritanniens wurde. Nichtsdestotrotz versuchte Bonnie Prince Charlie (der Enkel von Charles II) im Jahr 1745 mit Hilfe einheimischer Highlander, das Land wieder zu erobern, was in der famosen Schlacht bei Culloden endete. Er verlor den Kampf und die Clans, die ihm geholfen hatten, wurden bestraft. Dies stellte das Ende des Clan-Systems dar.
  4. Die Schottische Aufklärung war eine Zeitspanne im 18. und 19. Jahrhundert, während auch große Fortschritte in der Wissenschaft, der Kunst, der Bildung und der Industrie gemacht wurden. Dank dieser Entwicklung wandelte sich das Bild von Schottland und heutzutage kennt man es für beeindruckende Erfindungen, wie Penicillin, Betäubungsmittel, Dampfloks und das Telefon.
  5. Nachdem das Land jahrhundertelang von Westminster regiert wurde, hat Schottland nun seit dem Jahr 1999 wieder eine eigene Regierung. Das Parlament dieser Regierung, das von einem Ersten Minister als Vorsitz geleitet wird, sitzt in Holyrood in Edinburgh und darf auch Gesetze verabschieden.

Reisen durch Schottland

Egal, ob du dich entscheidest, die wundervolle Landschaft mit dem Auto zu erkunden oder dich auf die öffentlichen Verkehrsmittel zu verlassen, du wirst dich in Schottland auf jeden Fall gut zurechtfinden. Hier gibt es auch abseits der bekanntesten Attraktionen viel zu sehen, also solltest du schon im Voraus die möglichen Transportwege recherchieren, um das Beste aus diesem tollen Land herauszuholen.

Autofahren in Schottland

Es ist schwierig, sich nicht in Schottlands atemberaubende Landschaften und postkartenreife Inseln zu verlieben. Am besten kannst du all diese Orte erkunden, wenn du ein Auto mietest und auf einen dieser genialen Roadtrips entlang malerischer Straßen gehst.

Innerhalb der Städte kannst du dich auf die öffentlichen Verkehrsmittel und praktischen Fußgängerwege verlassen.

Man kann auch mit dem Flugzeug, Zug oder Fernbus zu den entlegeneren Ecken gelangen, allerdings gibt dir ein Auto größere Flexibilität, auch abseits der bekannten Pfade umher zu wandeln.

Wenn du abgelegene Inseln, wie die Isle of Arran, die Hebriden, Orkney oder Shetland erkunden willst, musst du einen Inlandsflug oder eine Fähre nehmen und dich dort dann auf lokale Transportmöglichkeiten, eine Autovermietung oder deine eigenen Füße verlassen.

Das schottische Schienennetz verbindet die meisten Städte miteinander, sodass auch der Zug eine gute Möglichkeit ist, das Land zu bereisen. In vielen größeren Städten des Vereinigten Königreichs kann man Direktzüge nach Glasgow und Edinburgh nehmen, so zum Beispiel in London, Manchester, York und Leeds. Die Zugreisen sind ein Erlebnis für sich, da sie einen wunderbaren Blick auf die Landschaft bieten.

Wenn du aus London anreisen willst, gibt es auch die Möglichkeit, die Caledonian Sleeper Train zu nehmen, der fast täglich fährt und in Edinburgh, Glasgow, Fort William, Aberdeen und Inverness hält. Auch wenn es eine Weile (etwa sieben Stunden) dauert, bis er seinen ersten Halt Edinburgh erreicht, ist der charmante Sleeper Train doch eine praktische und preiswerte Alternative (wenn man ihn lange genug im Voraus bucht) und bietet dir außerdem den Vorteil der zuvor genannten tollen Aussicht.

Busreisen in Schottland

Der günstigste Weg, Schottland zu bereisen, ist mit den CityLink Bussen zu fahren, die fast jede Ecke des Landes erreichen. Haltestellen gibt es zum Beispiel in Glasgow, Edinburgh, Skye und Dundee und die Preise hängen davon ab, wann du buchst.

Wenn du vorhast, dich die meiste Zeit an öffentliche Verkehrsmittel zu halten, kann es sinnvoll sein, in einen Travel Pass oder ein Kombiticket von ScotRail zu investieren.

Mit einem Travel Pass von Highland Rover zum Beispiel darfst du für 85 £ (etwa 95 €) vier Tage lang mit Bus, Zug und Fähre durch die Highlands reisen, solange es nicht zu den Hauptverkehrszeiten ist. Mit dem Central Scotland Rover Pass hingegen kannst du für 39 £ (etwa 45 €) drei Tage lang ohne Einschränkungen zwischen Edinburgh und Glasgow hin und her reisen und in Glasgow auch die U-Bahn nehmen.

Flugreisen in und nach Schottland

In Schottland gibt es einige größere Flughäfen, an denen du nationale sowie internationale Flüge nehmen kannst. Dazu gehören Edinburgh Airport, Glasgow Airport, Aberdeen Airport und Inverness Airport. Meistens erwischst du schnellere (und oft günstigere) Flüge, wenn du im Voraus buchst. Außerdem sparst du oft Geld, wenn du in England umsteigst, anstatt in Deutschland einen Direktflug zu buchen. Flüge von London nach Glasgow oder Edinburgh kosten dann meist nur 35 € pro Weg, nach Aberdeen oder Inverness um die 75 €.

In Schottland gibt es auch viele kleine Flughäfen, die es sehr viel einfacher machen, zu entlegenen Orten zu gelangen. Auf der Insel Lewis and Harris zum Beispiel liegt der Stornoway Airport und auch Islay, Orkney und Shetland haben eigene Flughäfen.

Durch Edinburgh und Glasgow reisen

Die zwei größten Städte Schottlands, Edinburgh und Glasgow, bieten beide gute Transportmöglichkeiten. So gibt es an den Bahnhöfen Glasgow Central, Edinburgh Waverley und Edinburgh Haymarket jeweils Verbindungen zu den größeren Städten des Vereinigten Königreichs. Auch die Bahnhöfe an sich sind übersichtlich gestaltet, sodass man sich gut zurechtfindet.

Glasgow ist die Heimat der drittältesten U-Bahn der Welt, welche in einem großen Kreis fährt. Dank ihrer orangenen Farbe bekam sie den Spitznamen „The Clockwork Orange“ (wie der gleichnamige Kultfilm). Die U-Bahn ist recht günstig, ein Tagesticket kostet nur 2,90 £ (circa 3,30 €). Außerdem hat die Stadt ein gutes Buslinien-Netzwerk und es gibt natürlich noch Taxis und Uber, welche auch recht erschwinglich sind.

Edinburgh ist eine Stadt, die man größtenteils zu Fuß erkunden kann, da die Hauptattraktionen alle direkt an der Royal Mile oder in ihrer Nähe liegen. Busse fahren rund um die Uhr. Es gibt zudem noch eine Straßenbahn-Linie, die am York Place beginnt und am Flughafen endet.

Zu den schottischen Inseln reisen

Entlegene Inseln, wie die Inselgruppe der Hebriden, Shetland und Orkney, kannst du mit dem Flugzeug von Glasgow, Edinburgh, Aberdeen und Inverness erreichen. Wenn du selbst fahren möchtest, kannst du auf Lewis und Harris auch die Autofähre nach Stornoway oder von Orkney aus nach St Margaret’s Hope, Stromness und Kirkwall nehmen. Außerdem gibt es noch die NorthLink-Fähre nach Shetland, die allerdings von Aberdeen über 12 und von Orkney über 9 Stunden braucht.

Orte, die du in Schottland unbedingt besuchen musst

In Schottland gibt es super viel zu sehen und zu unternehmen, von romantischen Städtetouren bis hin zu mit Adrenalin geladenen Abenteuern. Man bräuchte mehr als zwei Wochen, um alles zu erleben, was dieses kleine und doch so große Land zu bieten hat. Doch damit du auch dann das Beste aus deinem Trip herausholen kannst, wenn du nicht so viel Zeit hast, haben wir hier für dich eine Liste der Ziele, die du unter keinen Umständen auslassen solltest!

Edinburgh

Die historische Hauptstadt Schottlands ist mit ihren jahrhundertealten architektonisch wertvollen Gebäuden und atemberaubender Lage auf einem Hügel an der Ostküste auch eindeutig die schönste Stadt des Landes. Hier wird es dir an Unternehmungen definitiv nicht mangeln, weswegen Edinburgh zu denjenigen Städten zählt, die man mehr als nur einmal besuchen muss, um wirklich alles gesehen zu haben.

Wenn du nur ein paar Tage hier bist, solltest du dich natürlich den Dingen zuwenden, die man am wenigsten verpassen darf, zum Beispiel der bildschönen Altstadt, in deren Mitte sich auch das Schloss befindet. Dieses geschichtsträchtige Gebäude liegt auf dem Castle Rock am Ende der majestätischen Royal Mile und beherbergt die ältesten Kronjuwelen Großbritanniens. Eine zweite majestätische Attraktion ist Holyrood Palace, ein elegantes Bauwerk, in dem schon seit Generationen der Adel residiert und auch unter anderem Mary Queen of Scots lebte. Dieser Teil der Stadt strotzt im August nur so vor Energie, da dann die bereits erwähnten Edinburgh Festivals stattfinden. Eine tolle Attraktion für Leute, die Blut sehen können, ist das Surgeon’s Hall Museum, in dem die medizinische Vergangenheit der Stadt untersucht wird – samt der Gerüchte über die Leichenräuber im viktorianischen Zeitalter.

In Edinburgh kann man außerdem super shoppen gehen! Auf dem Grassmarket findest du hochwertige Antiquitäten und künstlerische Kleinigkeiten, während im ruhigen Stockbridge viele Geschenkläden und Boutiquen ansässig sind. Außerdem ist die Bar- und Restaurantszene unglaublich. Hier gibt es alles, von Sterne Restaurants bis zu süßen kleinen Cafés, wie dem The Elephant House – in welchem J. K. Rowling ihre ersten Harry Potter-Bücher schrieb! Na, haben wir dein Interesse geweckt? Wenn du lieber selbst hinter dem Herd stehst, kannst du auch einen Kochkurs für schottische Köstlichkeiten in der Edinburgh New Town Cookery School absolvieren. Wenn du jedoch eher ein Fan von Flüssignahrung bist, wäre ein Tasting in einer der vielen Whisky- oder Gin-Destillerien vielleicht genau das Richtige.

Bei schönem Wetter solltest du auf jeden Fall den 3 km langen Aufstieg zu Arthur’s Seat wagen. Dabei handelt es sich um einen prähistorischen Vulkan, der atemberaubende Ausblicke auf Edinburgh und Umgebung bietet.

Zeit, die du für Edinburgh einplanen solltest: 2 Tage

Hostels in Edinburgh

📷: @vikttr

Skye

Diese kleine Insel vor Schottlands Westküste ist bekannt für ihre abwechslungsreiche Landschaft, zu der dramatische Berge, goldene Sandstrände und geheimnisvolle Moore gehören, die nur darauf warten, erkundet zu werden. Ja, in Schottland gibt es Strände und ja, sie sind genial!

Deine Erkundungen solltest du im belebten Dorf Portree beginnen, das wegen seiner vielen Restaurants, Shops und anderer Vergnügungs-Optionen perfekt für Touristen geeignet ist. Ein Besuch im Aros Centre zum Beispiel ist der ideale Zeitvertreib an einem verregneten Tag. Außerhalb des Dorfes findest du unberührte Natur, wie zum Beispiel einen auffälligen Felsbrocken, der unter dem Namen Old Man of Storr bekannt ist, sowie unzählige Seen und Wasserfälle.

Wenn du gerne wanderst, solltest du unbedingt in Quiraing Halt machen, einem Stück Land, das in der Jurazeit geformt wurde. Die wunderschöne Wanderroute hier dauert etwa drei Stunden und führt dich auch ins gut erhaltene Skye Museum of Island Life. In der Hauptsaison solltest du hierfür im Voraus ein Ticket buchen.

Zeit, die du für Skye einplanen solltest: 3 Tage

Hostels in Skyebackpacking Scotland - Skywalker Hostel in Skye

Skyewalker Hostel

Die Highlands

Die majestätischen Berge und glitzernden Seen der schottischen Highlands sind wirklich eine Freude fürs Auge. Inverness ist die Hauptstadt der im Norden gelegenen Region, die auf deiner To-Do-Liste nicht fehlen darf und dir um einiges mehr bietet, als nur das legendäre Loch Ness.

Inverness ist perfekt, wenn man mal wieder Lust auf eine Stadt hat und nichtsdestotrotz die atemberaubende Landschaft nicht aus dem Blick verlieren möchte. Hier gibt es fantastische Attraktionen, wie das riesige Eden Court Arts Centre oder der wunderschöne kaledonische Kanal, und außerdem historische Strukturen, wie die viktorianische Kathedrale und ein Schloss, das im 19. Jahrhundert erbaut wurde. Nur 10 Minuten mit dem Auto entfernt von Inverness liegt Culloden, die Stätte einer der brutalsten Schlachten Schottlands, die im Jahre 1748 zwischen den rebellischen Jakobiten und den Briten stattfand.

Wenn man die Highlands erkundet, kann man Kilometer für Kilometer gehen, ohne sich eine Sekunde zu langweilen. Allerdings ist es toll, sich ein paar Namen als Ziel setzen zu können, wenn man auf Erkundungstour geht. Glenfinnan liegt nahe des südlichen Endes der Region und ist bekannt für seine Talbrücke, die du bestimmt aus den Harry Potter-Filmen wiedererkennen wirst. Diese kann man mit der Dampflok überqueren, die von der Küstenstadt Mallaig nach Fort Williams fährt, einer Stadt, die im Schatten des Ben Nevis liegt. Dieser ist der höchste Berg Schottlands und perfekt für begeisterte Wanderer, Kletterer oder Skifahrer.

Zeit, die du für die Highlands einplanen solltest: 3 Tage

📷: @vikttr

Aberdeen

Aberdeen ist bekannt als die „Stadt des Granits“ und ebenso das Zentrum der Ölindustrie des Vereinigten Königreichs. Hier kannst du super Kraft tanken, nachdem du die Highlands erkundet hast. Die Stadt ist recht modern und hat eine tolle Bar- und Restaurantszene, außerdem findest du hier ein paar richtig coole Museen, wie das Aberdeen Maritime Museum.

Wenn du Zeit hast, fahr die Aberdeenshire-Küste entlang. Hier gibt es dramatische Kurven, Schlösser wie Dunnottar (in der Nähe von Stonehaven) und süße Städte, wie Portsoy, das für sein leckeres Speiseeis berühmt ist. Fraserburgh ist ebenfalls einen Besuch wert, vor allem, wenn du gerne Meeresfrüchte isst, da die Stadt an einem der größten Häfen Europas liegt. Wenn du Glück hast, könntest du vielleicht sogar Delfine sehen, die durch die Wellen hüpfen.

Zeit, die du für Aberdeen einplanen solltest: 1 Tag

Hostels in Aberdeen

Glasgow

Glasgow unterscheidet sich so sehr vom erhabenen Edinburgh, wie es nur sein könnte, obwohl es nur 45 km entfernt liegt. Die Stadt hat ein jugendliches Flair und passt auch in kleinere Budgets, außerdem sind die Einwohner sehr freundlich und offen gegenüber Reisenden. Hier leben viele Studenten und es gibt sehr vieles, was man unternehmen kann, ohne ein einziges Pfund auszugeben – also perfekt für Backpacker!

Ein großer Teil Glasgows wurde erneuert, außerdem gibt es eine fantastische Restaurant- und Partyszene und natürlich eine Fülle an Attraktionen – sowohl moderne als auch historische. Zu Glasgows weltbekannten Kunstinstitutionen gehören die wunderschöne Kelvingrove Art Gallery und das Mackintosh Centre, das die architektonischen Meisterwerke Charles Rennie Mackintoshs vorstellt und dessen Aussichtsplattform gleichzeitig beeindruckende Panoramaaussichten bietet.

Eine andere Sehenswürdigkeit, deren Besuch sich auf jeden Fall lohnt, ist die Glasgow Necropolis, ein großer viktorianischer Friedhof auf einem Hügel neben dem Glasgow Cathedral. Von hier aus kannst du dann zum George Square spazieren, auf dem unzählige Statuen und Büsten wichtiger schottischer Persönlichkeiten stehen sowie eine der einzigen drei Freiheitsstatuen der Welt. Tja New York – die hier kriegst du nicht!

Naturliebhaber werden ohne Zweifel einen Spaziergang durch die Botanischen Gärten genießen, in denen es große Gewächshäuser und diverse Außen-Gärten gibt. Von hier aus ist es auch nur noch ein kurzer Fußweg zur beeindruckenden University of Glasgow mit ihren gotischen Kreuzgängen. Sie wurde im 14. Jahrhundert erbaut, und sollte aus den Harry Potter-Filmen nur allzu bekannt sein.

Zeit, die du für Glasgow einplanen solltest: 2 Tage 

Hostels in Glasgow

Die Grenzregionen Schottlands

Wo einst blutige und grausame Kämpfe zwischen verfeindeten Clans stattfanden, können nun Wanderer und Abenteurer ganz gefahrlos die faszinierende Natur abseits der Wege erkunden. Dabei kann man sich zwischen den Hügellandschaften um Dumfries und Galloway im Westen oder dem zerklüfteten Gelände im Zentrum oder Osten Schottlands entscheiden.

Man kann leicht mehrere Tage damit verbringen, durch diese wunderschöne Gegend und ihre abgelegenen Dörfer und Städtchen zu wandern. Außerdem kann man dabei unzählige historische Reliquien entdecken, von verlassenen Schlössern über Klöster bis hin zu Schlachtfeldern.

Hierbei ist zum Beispiel die Melrose Abbey hervorzuheben, mit ihrer idyllischen Lage vor den Grenzen von Melrose Town, sowie Selkirk, das berühmt für seinen leckeren Fruchtkuchen ist und ebenso dafür, dass hier William Wallace zum Wächter Schottlands ernannt wurde. Am Rande des Flusses Tweed findet man außerdem das Abbotsford House, das ehemalige Heim des Autors und Historikers Sir Walter Scott.

Zeit, die du für die Grenzregionen Schottlands einplanen solltest: 3 Tage

Dumfries & Galloway

Naturliebhaber werden angesichts der Hügellandschaften und artenreichen Tierwelt in der Gegend um Dumfries und Galloway entzückt sein. Halte Ausschau nach roten Eichhörnchen, Rehen und majestätischen Raubvögeln, die am Himmel ihre Kreise ziehen. Und falls du Lust auf einen kleinen Adrenalinkick hast, kannst du die Schönheit der Gegend von oben bestaunen – mithilfe der längsten Seilrutsche Schottlands. Das geht dann allerdings ganz schön schnell!

Zeit, die du für Dumfries & Galloway einplanen solltest: 2 Tage

📷: @vikttr

Thementouren durch Schottland

Die besten Orte für Foodies

Schottland ist ein wahres Paradies für Foodies. Wenn du nach einem Urlaub mitsamt leckerem und nahrhaftem Essen suchst, bist du hier genau richtig. An der Westküste gibt es geniale Meeresfrüchte, vor allem um den See Loch Fyne, der für seine Austern, Muscheln und Heringe bekannt ist, die in den meisten ansässigen Lokalen frisch direkt vom Wasser auf deinem Teller landen.

Außerdem solltest du dir an der schottischen Küste natürlich mindestens einmal Fish & Chips gönnen und den super frischen und leckeren Lachs in Perthshire probieren. Stornoway auf der Insel Lewis and Harris hingegen ist bekannt für seinen Black Pudding, der aus rein natürlichen Zutaten, wie Schaf- und Schweineblut, sowie Haferflocken hergestellt wird. Auf der Isle of Arran gibt es Käse, der so weich ist, dass er quasi auf deiner Zunge schmilzt! Na, läuft dir bereits das Wasser im Mund zusammen?

Auch in den Städten Schottlands findest du allerhand geniales Essen. Ob du dich mit einem Besuch in einem Sternelokal belohnst, dich für leckeres Street-Food entscheidest oder einen der tollen Wochenendmärkte in Glasgow besuchst, verhungern wirst du auf keinen Fall! Zu empfehlen sind zum Beispiel der Big Feed Street Food Social Market oder der neuere Platform Market, der in den Bögen unterhalb der Glasgow Central Station stattfindet und einige der besten Street-Food-Stände der Stadt beherbergt. Wenn du stattdessen mal Lust hast, im Hostel selbst zu kochen, kannst du dir samstags auf dem Edinburgh Farmers Market auf den Schlossmauern frische und regionale Zutaten kaufen.

Die besten Orte für ein Abenteuer

Es ist kein Geheimnis, dass es in Schottland eine Vielzahl toller Wanderrouten gibt, seien es die Bergpfade Glencoes, der West Highland Way (der durch die Wälder führt) oder der Fife Coastal Path, entlang dessen mehrere Fischerdörfer gelegen sind, von denen eines schöner ist, als das andere. Doch auch diejenigen, denen Wandern etwas zu ruhig ist und die eher auf Abenteuer aus sind, werden definitiv auf ihre Kosten kommen!

Fort William an der Spitze des Lochaber ist bekannt als „Outdoor Capital of the UK“, da man hier unzählige ruhige oder wilde sportliche Aktivitäten im Freien unternehmen kann, wie zum Beispiel Wandern, Angeln, Rafting oder Skifahren. In der Nähe von Glen Nevis beginnt außerdem ein achtstündiger Wanderpfad zur Spitze des Ben Nevis, wo man in jede Richtung einen einfach atemberaubenden Ausblick hat.

Wenn du ein regelrechter Adrenalin-Junkie bist, dann kannst du dich freuen, denn in Schottland kann man super Fallschirmspringen! Fahr dafür zum Skydiving Centre in St. Andrews und fliege über die atemberaubende Landschaft Fifes. Wir versprechen dir, du wirst es nicht bereuen!

Wenn du gerne Ski fährst, sind die Pisten in Glencoe und den Nevis Mountains perfekt für dich.

Falls du im Frühling oder Sommer das Land bereist und Lust auf einen entspannteren Trip hast, bei dem du trotzdem die Natur genießen kannst, empfehlen wir dir eine Bootsfahrt zur Isle of Mull, bei der es dir den Atem verschlagen wird, wenn du Zwergwale dabei beobachtest, wie sie aus dem schwarzen Meer auf- und wieder untertauchen. Tatsächlich kannst du an der Westküste Schottlands allerlei Arten von Meereslebewesen finden – von Delfinen und Robben bis hin zu Haien und Orcas.

backpacking Scotland - mountain hikes

Die besten Orte für Geschichtsliebhaber

Dank seiner jahrhundertelangen Vergangenheit voller epischer Kämpfe und wissenschaftlicher Errungenschaften mangelt es Schottland eindeutig nicht an historischen Attraktionen.

Edinburgh mag vielleicht die älteste Stadt des Landes sein, doch auch in Glasgow gibt es einiges zu sehen. Glasgow Green, die mittlerweile größte Grünfläche des Landes, in deren Mitte das People’s Palace Museum gelegen ist, hat eine lange und üppige Geschichte, im Laufe derer sie schon als erste öffentliche Wäscherei der Stadt, viktorianischer Vergnügungspark, Hinrichtungsplatz, öffentlicher Treffpunkt für Reformisten des 19. und 20. Jahrhunderts und als Veranstaltungsort für zeitgenössische Musik- und Kunstfestivals genutzt wurde.

Auch auf dem Land gibt es eine Vielzahl historischer Sehenswürdigkeiten, deren Besuch sich lohnt – so zum Beispiel die unzähligen Schlösser und Burgen, die teilweise restauriert wurden, während an anderen Stellen nur noch Ruinen stehen. Die berühmtesten sind in der Gegend um Edinburgh, Stirling und Balmoral gelegen, doch auch weiter außerhalb kann man noch viele alte Bauwerke finden. In Aberdeenshire zum Beispiel führt der fantastische Scotland’s Castle Trail an mehreren Ruinen entlang und vor Stirling findet man das mittelalterliche Dounce Castle, das für Game of Thrones- und Outlander-Fans ein absolutes Muss ist, da es für beide als Drehort genutzt wurde.

Wie bereits erwähnt, kann man in Schottland auch auf unzähligen ehemaligen Schlachtfelder wandeln. Die meistbesuchtesten davon sind Culloden und Glencoe, doch nicht minder interessant ist Falkirk, auf dem im 13. Jahrhundert William Wallace kämpfte. In diesem Fall ist zwar unklar, wo genau das Schlachtfeld lag, aber dafür stehen dort die mystischen und wunderschönen Falkirk Kelpies, die größten Pferdeskulpturen der Welt.

Die besten Orte für Kunstliebhaber

Auch für Kunstliebhaber hat Schottland so einiges zu bieten, vor allem in Glasgow. Hier stehen zum Beispiel die Gallery of Modern Art und das architektonisch beeindruckende Kelvingrove Museum. Ersteres stellt Werke zeitgenössischer Künstler aus Schottland und der Welt aus, während letzteres aus 22 Galerien besteht, und sowohl Werke bekannter als auch unbekannter Künstler zeigt.

Doch auch wenn Glasgow allgemein als schottisches Epizentrum der Kunst bekannt ist, sind die Galerien Edinburghs ebenso nicht zu verachten, wie zum Beispiel die Scottish National Gallery. Ein paar hundert Kilometer weiter nördlich, in Stromness in Orkney, steht das Piers Art Centre, in dem die Werke dutzender, bekannter britischer Künstler aus dem 20. Jahrhundert ausgestellt sind.

Die besten Orte mit einem tollen Ausblick

Wie dir mittlerweile aufgefallen sein müsste, gibt es in Schottland atemberaubende Landschaften, wie zum Beispiel die zerklüftete Wildnis der Highlands oder die wunderschönen und unberührten Strände der Äußeren Hebriden. Wenn du einen wirklich schönen Ort suchst, der nicht allzu weit von den Städten entfernt ist, ist Loch Lomond die perfekte Wahl. Genieße frische Meeresfrüchte in einem der Ufer-Lokale, erkunde das charmante Puck’s Glen oder schwing dich in ein Boot und fahr auf eine der über 30 Inseln des Sees. Die Insel Inchconnachan hat hierbei einen besonderen Pluspunkt – hier wohnt nämlich überraschenderweise eine Gruppe Wallabys (eine kleine und extrem süße Känguru-Art).

Auch wenn man das vielleicht nicht denken würde, gibt es in Schottland absolut geniale Strände. Die Sandstrände der Äußeren Hebriden (zum Beispiel auf Lewis and Harris) sind bekannt für ihren goldenen Sand und klares Wasser, das fast an die karibische Küste erinnert. Hier kann man wunderbar spazieren gehen – oder man wirft sich einen Tauchanzug über und testet das Wasser selbst!

Der breite Sandstrand auf St Ninian’s Isle in den Shetland Inseln in der Nähe von Lerwick ist als einer der schönsten Strände Großbritanniens bekannt, während der West Sands Beach auf St. Andrews eine tolle Option ist, wenn man in der Nähe der Zentralregion bleiben möchte.

In entfernteren und nördlicheren Regionen Schottlands könntest du sogar etwas durch und durch Magisches erleben: Hier kann man mit ein wenig Glück Nordlichter entdecken. Bei Shetland und Orkney ist das faszinierende Naturschauspiel sehr häufig zu sehen, doch auch an der Küste von Aberdeenshire solltest du es in einer klaren Nacht erblicken können.

📷: @vikttr

Geführte Touren durch Schottland

Wenn du so viel wie möglich über die (natürlich entstandenen oder von Menschenhand erbauten) Wunder Schottlands wissen möchtest, ist eine geführte Tour immer eine gute Idee. Von Edinburgh, Glasgow und Inverness aus gibt es eine Menge Tagestouren, zum einen zu klassischen Zielen wie Loch Ness, Loch Lomond und St. Andrews, aber auch speziellere Thementouren, wie eine Whisky-Destillerie-Tour oder eine Outlander-Filming-Location-Tour. Vermutlich könntest du Schottland für ein ganzes Jahr erkunden und würdest dich immer noch nicht langweilen.

Das schottische Essen

In Schottland geht es beim Essen vor allem um frische, saisonale und regionale Zutaten, aus denen gutbürgerliche und sättigende Gerichte gekocht werden. Die Spezialitäten unterscheiden sich je nach Region, so sind die Inseln bekannt für Austern, Heringe und Forellen, die Westküste der Highlands für ihren Lachs und Aberdeen und Angus für das Aberdeen Angus Steak. Du wirst zweifellos in kürzester Zeit herausfinden, dass die schottische Küche sehr viel hergibt, was man probiert haben muss.

Haggis ist eine Mischung aus gehackter Schafsleber, Lunge und Herz, die mit Zwiebeln und Gewürzen gekocht und in einen künstlichen Schweinemagen gestopft wird. Das klingt vielleicht nicht sonderlich appetitlich, ist jedoch sehr reichhaltig und erstaunlicherweise wirklich lecker. Man findet es fertig zubereitet in Supermärkten und natürlich in Restaurants, von denen manche eine Abwandlung, wie zum Beispiel Haggis-Pakoras oder Haggis-Burger, servieren. Im Rahmen der Burns Night wird es klassisch mit „Neeps and Tatties“ (einem Brei aus Kartoffeln und Steckrüben mit Butter und Schnittlauch) serviert, während man das Gedicht „Address to a Haggis“ von Robert Burns zitiert.

Auch ein Full Scottish Breakfast sollte man auf jeden Fall mal gehabt haben. Hierbei handelt es sich um ein Full English Breakfast, das mit Black Pudding, Tatties Scones (einer Art Kartoffelrösti, das aus Kartoffelbrei hergestellt wird) und oftmals auch Haggis ergänzt wird. Diese Art von Frühstück wird in den meisten Cafés des Landes angeboten. Wenn du Vegetarier bist oder nicht unbedingt Lust auf diese Menge an Frittiertem hast, kannst du stattdessen ein schottisches Porridge bestellen, das meist ungesüßt gekocht und dann jedoch mit Butter, Zucker und getrockneten Früchten serviert wird.

Auch für die richtigen Schleckermäuler gibt es etwas extrem leckeres: Cranachan, ein traditionell schottisches Gericht aus Sahne, Haferflocken (die zuvor in Whisky eingeweicht wurden), Himbeeren und Honig. Früher aß man das Dessert eher im Sommer oder Herbst, mittlerweile bekommt man es in vielen Restaurants das ganze Jahr über und vor allem an Feiertagen wie St. Andrew’s Day und Hogmanay darf es auf der Speisekarte nicht fehlen.

Typisch schottische Getränke

Whisky

Whisky ist das Nationalgetränk Schottlands und man kann nicht behaupten, das Land erlebt zu haben, wenn man noch nie einen Schluck der torfigen Flüssigkeit zu sich genommen hat. Natürlich kann man sich in jeder Bar, jedem Pub und jedem Restaurant Single Malts aus der Region bestellen, man kann allerdings auch ein richtiges Tasting in einer Destillerie besuchen oder an einem der vielen Whisky-Events teilnehmen, die das ganze Jahr über stattfinden.

Irn Bru

Die Schotten lieben Irn Bru und man findet es quasi an jeder Ecke. Irn Bru ist ein alkoholfreies Getränk, das leuchtend orange ist, viel Zucker enthält und lecker, allerdings nicht wirklich identifizierbar schmeckt. Es wurde im Jahr 1901 erstmals produziert und das Rezept bis heute geheim gehalten.

Bier

In Schottland wird seit Jahrhunderten Bier hergestellt und heutzutage gibt es über 80 Lager- und Mikrobrauereien. Sei es Tennent’s in Glasgow, Innis and Gunn in Edinburgh oder BrewDog in Ellon, dieses kleine Land hat schon so viele Flaschen Bier produziert, dass man es gar nicht glauben kann! Auch in den Bars und Pubs wirst du dich vor lauter Sorten gar nicht entscheiden können.

Gin

Überraschenderweise gibt es in Schottland eine Menge Gin-Destillerien und von einigen, wie The Botanist Gin, Edinburgh Gin, Pickering’s Gin und Harris Gin, hast du bestimmt schon gehört. Wie bei den Whisky-Destillerien kannst du auch hier an Tastings und Touren teilnehmen. Außerdem gibt es in den Städten tolle Gin-Bars, zum Beispiel Heads and Tails und One Square in Edinburgh oder Gin 71 und beGIN in Glasgow.

Reisetipps für Schottland

Währung

Die schottische Währung ist der Pfund, wie auch in England, Nordirland und Wales. Und auch wenn die Scheine etwas anders aussehen, kannst du die, die du übrig hast, einfach bei deinem nächsten Urlaub in einem der anderen Länder verwenden. Der Wechselkurs liegt momentan bei etwa 0,89 Pfund für einen Euro (Stand Juli 2018), was bedeutet, dass es für Deutsche momentan günstiger ist als noch vor einigen Jahren, in den Ländern Urlaub zu machen, in denen man in Pfund bezahlt. Es empfiehlt sich, in Schottland immer Bargeld dabeizuhaben, da vor allem in ländlichen Gebieten Zahlungen mit der Karte selten möglich sind.

Unterkünfte

Hostels sind auf jeden Fall der beste Weg, in Schottland ein Dach über dem Kopf zu haben und es gibt sie in jeder größeren und meist auch kleineren Stadt. Egal, ob du in einer Hütte schlafen möchtest, in der du nachts die Sterne sehen kannst oder dich lieber in einem ruhigen, viktorianischen Gebäude mit Blick auf ein Schloss entspannst, in diesem Guide der besten Hostels Schottlands wirst du auf jeden Fall die perfekte Unterkunft für dich finden.

Preise

Die Preise in Schottland liegen etwas unter den Preisen Englands (vor allem, wenn man von London spricht!), doch auch Edinburgh kann recht teuer sein. Deutsche müssen sich auf leicht höhere Preise als Zuhause einstellen.

Sprache

Jeder in Schottland spricht Englisch und viele Einheimische außerdem noch schottisches Gälisch, das man auch häufig auf Straßenschildern sieht, vor allem im Westen des Landes.

backpacking Scotland - road through mountains

Über die Autorin 

Jemima ist Vollzeit-Autorin und Teilzeit-Reisende. Wenn sie sich nicht gerade irgendwo in der Weltgeschichte herumtreibt, trinkt sie gerne Tee, spielt mit Hunden, oder liest Bücher.

 

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Über den Autor

sarahheuser

All time tanned German with an obsession for beaches, sunsets and cheese. #HostelworldInsider at Hostelworld. 🌎 Favourite place on earth: Melbourne - Australia 🐨 Favourite hostel: The Ritz, St Kilda 🌊 Find me on Instagram @sarahheu

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