Farben, Kaffee und Kultur: Der ultimative Backpacking-Guide für Kolumbien

Farben, Kaffee und Kultur: Der ultimative Backpacking-Guide für Kolumbien

Kolumbien glänzt mit exotischer Natur, cremigem Kaffee und nächtelangen Partys in Städten mit künstlerischem Flair, was es zum perfekten Ziel für neugierige Reisende macht. Und da das Land endlich seinen Ruf als Drogenhochburg im Bürgerkrieg überwunden hat, wird aus Kolumbien ein unumgängliches Ziel für Reisende, die abenteuerlustig sind und Plätze abseits der Touristenpfade entdecken möchten. Dort kannst du wilde und endlose Natur erkunden, an postkartenreifen Sandstränden schwimmen und durch bunte Städte schlendern, von denen viele eine tolle Kunstszene und ein unvergessliches Nachtleben bieten. Außerdem wirst du die freundlichsten Einheimischen kennenlernen, die du dir nur vorstellen kannst. Hier kommt unser ultimativer Backpacking-Guide für Kolumbien!

  1. Die beste Reisezeit für Kolumbien
  2. Brauche ich für Kolumbien ein Visum?
  3. Fortbewegung in Kolumbien
  4. Durchschnittliche Kosten in Kolumbien
  5. Die besten Unterkünfte in Kolumbien
  6. Die besten Reiserouten durch Kolumbien
  7. Das kolumbianische Essen
  8. Die kolumbianische Kultur
  9. Ist Kolumbien sicher?
  10. Reisetipps für Kolumbien

Die beste Reisezeit für Kolumbien

Von Practical Wanderlust

Guatape 📸 @creatifartiste

Wann sollte man am besten nach Kolumbien reisen? Die gute Neuigkeit: In Kolumbien hängt das Wetter nicht von der Jahreszeit ab, es gibt also keinen „kalten Winter“ und „heißen Sommer“. Die schlechte Neuigkeit: In jeder Region Kolumbiens ist das Wetter komplett unterschiedlich und in einigen Teilen des Landes gibt es eine Regenzeit, während derer es Überflutungen geben kann. Je nachdem, wohin du reist, können daher April, Mai, Oktober und November etwas ungünstig sein.

In Kolumbien gibt es eine beeindruckende Vielfalt an Micro-Klimazonen, sodass es beispielsweise in Bogotá richtig kalt sein kann, während es in Cartagena unglaublich heiß ist. Anstatt also für die Jahreszeit zu packen, zu der du dort bist, solltest du anhand der Orte packen, die du besuchst.

Bogotá liegt hoch in den kolumbianischen Anden und ist das ganze Jahr über recht kühl. Die Temperaturen steigen tagsüber bis etwa 18 Grad und fallen nachts auf bis zu 7 Grad. Für Bogotá solltest du also auf jeden Fall eine Jacke einpacken!

Das tropische Cartagena liegt am karibischen Meer, wo es das ganze Jahr über heiß und sonnig ist. Bereite dich also darauf vor, mittags bei 32 Grad zu schwitzen und nachts bei 27 Grad… immer noch zu schwitzen. Such dir daher ein Hostel mit Klimaanlage oder zumindest einem Ventilator – du wirst ihn brauchen.

In Cartagena gibt es eine kurze Regenzeit zwischen Oktober und November, während dabei der Regen allerdings durchschnittlich nur wenige Stunden anhält – eine Zeitspanne, die man gut nutzen kann, um der Hitze zu entfliehen und gemütlich die riesigen Museen zu erkunden. Im nahegelegenen Barranquila jedoch hält die Regensaison von Juni bis September an und es herrschen fast monsunartige Zustände.

Medellín ist bekannt für sein angenehmes Wetter, das das ganze Jahr über herrscht, wodurch die Stadt sich ihren Spitznamen „Die Stadt des ewigen Frühlings“ redlich verdient hat. Die Temperaturen steigen hier selten auf über 26 Grad oder fallen tiefer als 17 Grad.

Wenn du noch ein bisschen Entscheidungshilfe brauchst, in welchem Zeitraum du nach Kolumbien fliegen sollst, dann orientiere dich lieber an Festivals und Events, als am Wetter. Das Blumenfest von Medellín beispielsweise, das Ende Juli bis Anfang August stattfindet, ist weltbekannt für beeindruckende Blumengestecke, die die Stadt in tausenden Farben erblühen lassen. Nur ein paar Stunden entfernt, in Barranquilla, findet jedes Jahr in den drei Tagen von Beginn der Fastenzeit einer der bekanntesten und größten Karnevalsfeste ganz Südamerikas statt.

Wo wir schon davon sprechen: Kolumbien ist ein katholisches Land und die Kolumbianer nehmen katholische Feiertage sehr ernst. Und mit ernst meine ich, sie feiern JEDEN Feiertag so extravagant wie möglich. Wenn du beispielsweise um Ostern dort bist, wird dir auffallen, dass während der Semana Santa, der Osterwoche, alles geschlossen hat und diese wie ein riesiges Festival gefeiert wird. Kolumbien, der Ort, in dem die katholische Kirche Spaß macht!

Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl anderer Feiertage, die ohne viel Vorwarnung zelebriert werden. In Kolumbien gibt es insgesamt nämlich 18 offizielle Feiertage und darüber hinaus noch einige, die nur in bestimmten Teilen des Landes gefeiert werden. Wenn du beispielsweise am 16. Juli in Santa Marta aufwachst, wird vor deiner Tür ein Umzug stattfinden, der die Virgen del Carmen feiert, die auch als Santa María bekannt ist und die man nicht mit Santa Marta, der Namenspatronin der Stadt, verwechseln sollte, deren Feiertag nur zwei Wochen später zelebriert wird.

Das klingt ja alles ganz cool und lustig, bis dir dann irgendwann auffällt, dass aufgrund des Feiertages alles geschlossen hat (Überraschung!), weswegen du immer eine Packung Nudeln im Hostel haben solltest, die du dann im Notfall essen kannst.

Brauche ich für Kolumbien ein Visum?

Als Deutscher, Österreicher oder Schweizer kannst du dich bis zu 90 Tage lang ohne Visum in Kolumbien aufhalten, allerdings solltest du einen Beleg über dein Rückflugdatum oder weitere Reisepläne mitführen.

Dein Pass muss ab dem Tag noch mindestens sechs Monate gültig sein, an dem du planst, das Land wieder zu verlassen. Außerdem musst du dir einen Einreisestempel geben lassen, wenn du Kolumbien auf dem Landweg betrittst, sonst kann man dich dazu zwingen, zurück zur Grenze zu reisen.

Eine Flughafen-Steuer für internationale Reisende ist verpflichtend und kostet dich etwa 33 Euro.

Fortbewegung in Kolumbien

Von Practical Wanderlust

Es gibt nur wenige Dinge im Leben, die verwirrender sind, als kolumbianische Fortbewegungsmittel. Wenn du dir je gewünscht hast, einer derer Reisenden zu sein, die sich einfach tragen lassen, mit den Schultern zucken und Dinge sagen, wie „Wir kommen dann an, wenn wir ankommen“ oder „Das gehört nunmal dazu, nicht wahr?“, dann würde ich dir empfehlen, etwas Zeit damit zu verbringen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch Kolumbien zu navigieren.

Wir haben einen ganzen Monat gebraucht, bis wir herausgefunden haben, wie das kolumbianische Transportsystem funktioniert: Es gibt keine Regeln und Beschränkungen zu verstehen, da es keine Regeln und Beschränkungen gibt.

Das Wort „tranquilo“ („ruhig“) bezeichnet den Dauerzustand des Landes und ist ebenso die angebrachte Antwort auf absolut alles in Kolumbien. Auch lässt sich damit am besten die Gelassenheit beschreiben, die du benötigen wirst, wenn du das öffentliche Verkehrssystem Kolumbiens verstehen willst.

Aber hey, lass dich davon nicht entmutigen! Das gehört nunmal dazu, nicht wahr?

Ich möchte dir trotzdem kurz erklären, was dich erwartet. Die Zeit existiert in Kolumbien nicht so, wie du sie kennst. Stattdessen läuft sie langsamer, fast wie klebriges Arequipe, das leckere kolumbianische Karamell. Eine Stunde Reisezeit in Kolumbien entspricht etwa drei Stunden normaler Zeit, egal, ob du im Verkehr feststeckst oder in Höchstgeschwindigkeit auf der falschen Seite der Straße fährst. Erwarte niemals, dass irgendetwas oder irgendjemand pünktlich ist, denn das wird nicht der Fall sein. Multipliziere jegliche geschätzte Reisezeit mit drei, addiere eine weitere Stunde, um sicher zu gehen, und atme tief ein und aus. Tranquilo!

Nun, da wir das geklärt hätten: Es gibt eine Vielzahl an Wegen, um in Kolumbien herum zu kommen. Irgendein Transportmittel wird dich überall hinbringen, wo du hin möchtest, von großen Städten über ländliche Dörfer bis hin zu versteckten Wasserfällen im Urwald. Auch sind diese Transportmittel im Normalfall nicht schwer zu finden: Stell dich einfach an den Straßenrand und sehe aus wie ein Gringo. Innerhalb weniger Minuten wird jemand auftauchen, der dich gerne dorthin bringt, wo du hin möchtest.

Du solltest nicht versuchen, dir ein Auto zu mieten, da die einheimischen Fahrer ihren eigenen ungeschriebenen Regeln folgen (oder nicht folgen) und du dich dadurch in ernsthafte Gefahr bringen könntest. Riskiere das nicht!

Pereira 📸 @creatifartiste

Taxi

Taxis sind die angenehmste Transportform Kolumbiens, und du wirst immer ein gelbes Taxi finden, wenn du eines benötigst. Allerdings ist der einfachste Weg der Fortbewegung leider auch der teuerste.

Denk immer daran, dass man sich in Kolumbien bereits auf den Fahrpreis einigt, bevor man ins Taxi einsteigt. In Städten wie Medellín haben zwar einige Taxis noch funktionierende Taxameter, jedoch bei weitem nicht alle. Und auch bei den Gefährten mit Taximeter sind die Fahrer häufig bereit, zu verhandeln – allerdings nur, wenn dein Spanisch gut genug ist.

Bevor du jedoch mit dem Verhandeln beginnst, solltest du einen unvoreingenommenen Einheimischen fragen, welcher Preis für eine bestimmte Strecke angebracht ist. Die zuerst genannte Summe wird nämlich immer zu hoch sein, da man bereits von dir erwartet, dass du diese nicht direkt akzeptierst.

Wenn sich dein Fahrer und du dann einmal auf eine Summe geeinigt haben, wird er dich glücklicherweise am Ende nicht nach mehr Geld fragen, auch wenn der Verkehr stark war, er sich 18 Mal verfahren hat, keiner von euch beiden weiß, wo ihr eigentlich gerade seid, und/oder das kolumbianische Raum-Zeit-Kontinuum deine fünfminütige Reise irgendwie um eine Stunde oder mehr verlängert hat. Die Fahrer sind sehr tranquilo – und freundlich! Beim Taxifahren kannst du ebenso deine Spanischkenntnisse vertiefen.

Moto-Taxi

Ein Moto-Taxi ist genau das, wonach es klingt: Ein Motorradtaxi. Man sitzt also auf dem Rücksitz eines Motorrads oder Roller und hält sich am Rücken des Fahrers fest, der durch die Straßen rast, während man um sein Leben bangt.

Moto-Taxis sind die spaßigste Transportart Kolumbiens und sie können dich überall hinbringen. Nichts verschafft einen größeren Adrenalinkick als eine Fahrt mit dem Moto-Taxi durch den Dschungel in Minca auf dem Weg zu einem Wasserfall. Auf geht’s – fordere deinen inneren Che Guevara heraus!

Moto-Taxis sind im Allgemeinen günstiger als normale Taxis und fallen oft unter dieselben Gesetze. Allerdings können sie auch gefährlicher sein, vor allem in schlechten Wetterbedingungen. Trag immer, wirklich IMMER einen Helm. Alle Moto-Taxi-Fahrer sollten einen zweiten Helm dabei haben. Sollte einer mal keinen haben, wird er dir jemanden suchen, der einen hat.

Ohne viel Gepäck lässt es sich auf einem Moto-Taxi am besten fahren, also solltest du lieber einen Rucksack mitnehmen, da es mit Koffer schwierig wird. Ideal ist diese Art der Fortbewegung für kurze Strecken, und wie bei normalen Taxis solltest du auch hier den Preis im Vornherein verhandeln.

backpacking colombia - moto-taxi

Moto-taxi 📸 @creatifartiste

Colectivo

Ein „Colectivo“ ist eine Art Minibus mit Platz für 6 bis 12 Leute (wobei das Wort „Platz“ eigentlich zu großzügig ist, da man ganz schön zusammengequetscht wird), der grob einer feststehenden Route folgt. Auch wenn es einem komisch vorkommt, in einen unbeschrifteten bunten Bus einzusteigen, sind Colectivos in Kolumbien eine vollkommen legitime Form der Fortbewegung und noch dazu super günstig, weswegen sie zu den beliebtesten Transportmitteln sowohl unter Einheimischen wie auch Touristen zählen.

Um ein Colectivo zu finden, musst du entlang der Route warten, manchmal sogar an einer bestimmten Straßenecke. Natürlich ist es unmöglich, dies zu wissen, ohne jemanden zu fragen, also solltest du an deinem Spanisch feilen oder dich schon mal daran gewöhnen, deinen Zielort mitsamt des Wortes „Colectivo“ so oft zu wiederholen, bis dir irgendjemand den Weg zeigt. Eine der tollen Sachen an Kolumbien ist, dass die Leute dir super gerne dabei helfen, dich zurechtzufinden.

Stehst du einmal an der richtigen Stelle, wirst du keine Schwierigkeiten haben, das Colectivo zu erkennen, da im Regelfall ein Mensch aus dem Fenster hängt (oder lehnt), der das Ziel oder die Richtung schreit, in die das Colectivo unterwegs ist. Wenn du wissen möchtest, ob es auch dort hält, wo du hin möchtest, musst du einfach deinen Zielort nennen. Dann nimmt man dich entweder mit, oder eben nicht.

Wenn dein Ziel nicht weit abseits der Route liegt, wird dich der Fahrer im Normalfall genau dorthin bringen, wohin du möchtest. Du hast kein Geld mehr? Frag deinen Fahrer, ob er dich an einem Geldautomaten absetzen kann. Hunger? Frag ihn, ob er dich zu seinem Lieblingsrestaurant bringen kann. Keine Angst, den anderen Passagieren wird es nichts ausmachen, wenn der Fahrer einen dreißigminütigen Umweg einlegt, um dich zu deinem Hostel zu bringen, denn das ist immerhin Kolumbien, und alles ist tranquilo.

Doch nicht nur wegen etwaiger Umwege solltest du immer, wenn du mit dem Colectivo fährst, ein kleines Zeitpolster einplanen. Bis man überhaupt losfährt dauert es nämlich auch eine Ewigkeit, da der Fahrer im Kreis fährt, bis das Auto voll ist, und erst dann mit seiner Route beginnt. Tief einatmen. Tranquilo.

Bus

In Kolumbien gibt es zwei Sorten von Bussen: Öffentliche Busse, die in etwa funktionieren, wie ein größeres Colectivo, und Busse privater Unternehmen. Diese sind um einiges teurer, aber der luxuriöseste Weg, um durchs Land zu reisen. Und mit „luxuriös“ meine ich Klimaanlage, WLAN und schlechtes On-Board-Fernsehen. Was kann es besseres geben?

Es ist recht einfach, einen solchen Bus zu buchen. Zunächst musst du irgendwie zu deinem örtlichen Busbahnhof kommen (zum Beispiel mit dem Taxi oder Moto-Taxi). Dann musst du nach Schildern suchen, auf denen dein Zielort steht. Normalerweise fahren mehrere Busunternehmen zu unterschiedlichen Zeiten zum selben Ziel, wobei sich die Preise nicht groß unterscheiden. Bei manchen Unternehmen muss man in Bar zahlen, bei anderen kann man auch online ein Ticket buchen.

Solche Fernbusse sind ideal für lange Strecken, zum Beispiel von einer Stadt zur anderen. Firmen wie Berlinas oder Flota Occidental folgen festgelegten Routen und einem Zeitplan, wobei die Busse entweder am Busbahnhof oder an einer eigenen Haltestelle ankommen und abfahren. Sie halten normalerweise nicht außerplanmäßig, wodurch sie pünktlicher sind, als ein Colectivo oder ein öffentlicher Bus. An Bord gibt es meistens keine Toiletten, jedoch wird der Bus auf längeren Strecken ein- oder zweimal für einen Toilettenbesuch halten. Bei diesen Pausen hast du oft die Möglichkeit, im Sitzen eine richtige Mahlzeit zu dir zu nehmen. Und auch generell musst du keine Angst haben, zu verhungern: Während der Fahrt werden immer wieder Verkäufer einsteigen, die leckere hausgemachte Köstlichkeiten verkaufen, die in Plastikfolie oder Papier eingewickelt sind. Diese Art von Bus-Snacks ist eine der leckersten und günstigsten Möglichkeiten, das landestypische Essen kennenzulernen.

Auch wenn die Fernbusse eine tolle Möglichkeit sind, von Stadt zu Stadt zu kommen, sind sie für besonders weite Strecken wie von Bogotá nach Medellín oder Cartagena nicht zu empfehlen. Hier buchst du dir besser einen Flug, der dasselbe kostet und dabei um EINIGES schneller ist. Vergiss nicht, dass Kolumbien ein sehr bergiges Land ist – hier gibt es allein zwei Gebirgsketten nur zwischen Bogotá und Medellín!

Durchschnittliche Kosten in Kolumbien

Von Dale Rolfe (Hostelworld)

Die Landeswährung ist der kolumbianische Peso (COP), den man im Regelfall recht einfach in Euro umrechnen kann: Du musst nur den kolumbianischen Preis durch 3000 teilen (beziehungsweise durch 3, stell dir einfach vor, die Nullen würden nicht existieren), um den Preis in Euro zu erfahren. Momentan tendiert der Wechselkurs jedoch Richtung 3,5, was die Umrechnung etwas schwieriger macht. Überprüfe daher am besten kurz vor deiner Reise den aktuellen Wechselkurs.

An europäischen Standards gemessen ist Kolumbien generell sehr erschwinglich. So ist es gut machbar, an einem Tag weniger als 25 Euro auszugeben. Als Paar kann man sogar noch mehr sparen: Während eines ganzen Monats in Kolumbien haben mein Mann und ich nur um die 15 Euro pro Tag und Person ausgegeben. Dafür haben wir jegliche Kosten geteilt, von Taxis bis hin zum Essen.

Ein Bett in einem Schlafsaal im Hostel kostet selten mehr als 13 Euro, meistens sogar nur um die 8. Und dabei ist oft ein reichhaltiges Frühstück inklusive!

Aufbereitetes Wasser kostet 90 Cent pro Flasche, allerdings empfehlen wir dir, einen Steripen-Wasseraufbereiter oder eine wiederverwendbare GRAYL-Wasserflasche mit eingebautem Filter zu kaufen, um weniger Plastikmüll zu produzieren.

Auch eine Flasche Aguila, das beliebteste Bier Kolumbiens, findest du meist für weniger als einen Euro. Ein Essen in Kolumbien wird dich selten über 5 Euro kosten – und wenn, dann handelt es sich entweder um eine Touristenfalle oder es ist das Geld wirklich wert. Die Straßenstände sind besonders preiswert, wodurch es in Kolumbien einfach ist, mit wenig Geld super lecker zu essen.

In Kolumbien dreht sich alles um Bargeld – die meisten einheimischen Geschäfte akzeptieren keine Kreditkarten, viele nehmen noch nicht einmal große Geldscheine an. Stell also sicher, dass du immer viele kleine Scheine und Münzen bei dir trägst.

Unterkünfte in Kolumbien

Von Dale Rolfe (Hostelworld)

backpacking colombia - Masaya Santa Marta Hostel

Masaya Santa Marta HostelAddresse: Distrito Turístico Cultural E Histórico, Cl. 14, 4 – 80, Santa Marta

Auch feierwütige und Adrenalin-süchtige Abenteurer brauchen einen Ort, an dem sie sich wieder erholen können. Kolumbien hat glücklicherweise einige der besten Hostels der Welt – hier kannst du in einem Herrenhaus unterkommen, das einst Teil eines Kartells war, auf den Laubdächern des Dschungels übernachten oder in kleinen Hüttchen am Strand die Nacht verbringen. In kolumbianischen Hostels kannst du Salsa lernen, an epischen Pool Partys teilnehmen oder in einem Kochkurs lernen, wie man Empanadas macht.

Hostels gibt es in allen größeren und den meisten kleineren Städten. Wir haben für dich einen umfassenden Guide zu den besten Hostels des Landes erstellt, den du nutzen kannst, um deinen Trip zu planen.

backpacking colombia - Casa Elemento Minca

Casa Elemento Minca 📸 @creatifartiste

Die besten Reiserouten durch Kolumbien

Von Practical Wanderlust

10 Tage in Kolumbien: Auf Erkundungstour entlang der karibischen Küste

Diese Reiseroute führt dich an der kolumbianischen Nordküste entlang, vom Strand zu den Bergen und wieder zurück. Wir haben eine Vielzahl an Stopps eingebaut, was anstrengend sein kann, aber wenn du durchpowerst, wirst du mit faszinierenden Aussichten, leckerem Essen und dem warmen karibischen Meer belohnt.

backpacking colombia- Cartagena

Cartagena 📸@creatifartiste

Tag 1: Auf nach Cartagena!

Dank Cartagenas großem internationalen Flughafen ist es recht einfach, den kolumbianischen Norden zu erreichen. Auch wenn Bogotá die Hauptstadt des Landes und größte Stadt ist, landen wir lieber in Cartagena.

Versuche einen Flug zu finden, der morgens oder nachmittags ankommt. Da du nur zehn Tage Zeit hast, geht es nämlich direkt los!

Nach deiner Ankunft kannst du den Tag (oder Abend) damit verbringen, die wunderschöne Altstadt mit Mauern aus der Kolonialzeit sowie den benachbarten Getsemani-Distrikt zu erkunden, in dem du dir auch deine Unterkunft suchen solltest. Hier bist du nämlich nur einen kurzen Fußweg von der Altstadt entfernt, (er)sparst dir aber die Lautstärke und einiges an Geld! Hier befinden sich viele der besten Hostels der Stadt. Eines meiner Favoriten ist das gleichnamige Getsemani, in dem es tolle Street Art und leckeres Essen gibt.

Hostels in Cartagena

Tag 2: Auf zur Isla de Barú!

Die besten Strände Cartagenas findet man nicht in der Innenstadt, sondern in dem direkt vor der Küste gelegenen Inselarchipel. Eine der dortigen Inseln, Barú, beherbergt den bekanntesten Strand Cartagenas: Playa Blanca. Wenn du auf der Suche nach weißem Sand und strahlend blauem Meer bist, dann bist du hier genau richtig. Du kannst natürlich auch nur einen Tagestrip auf die Isla Barú machen, doch wir empfehlen dir, über Nacht zu bleiben. Dafür spricht, dass sich die Playa Blanca zur Mittagszeit mit Touristen und Verkäufern füllt, die du vermeiden kannst, indem du morgens oder am späten Nachmittag dorthin gehst. Auf die Insel kommst du von Cartagena mit dem Taxi oder Boot, oder du buchst einen Shuttle in deinem Hostel.

Hostels auf der Isla de Barú

Tag 3: Auf nach Minca!

Minca liegt etwa sechs Stunden von der Isla Barú entfernt, aber lass dich davon nicht entmutigen. Minca sollte auf jeder To-Do-Liste für Kolumbien stehen, da diese Stadt all das verkörpert, was an Kolumbien so wunderschön ist: Grandiose Natur, wundervolle Menschen, indigene Kultur und leckeres Essen. Die Stadt liegt in der Sierra-Nevada-Bergkette und bietet dir die perfekte Mischung aus kühler Bergluft und dichtem Dschungel. Außerdem beginnt hier der mehrtägige Trekking-Weg zur Ciudad Perdida.

Nach Minca kommst du am besten über Santa Marta, wo du einfach in ein Colectivo einsteigen kannst, das dich direkt dorthin bringt.

backpacking colombia - minca

Minca 📸 @creatifartiste

Tag 4: Minca genießen!

Auch wenn Minca klein ist, gibt es hier doch super viel zu sehen und zu tun. Was du auf jeden Fall sehen musst, ist Pozo Azul, ein Wasserloch im Dschungel, in dem du schwimmen und Klippenspringen kannst. Du kannst mit dem Moto-Taxi dorthin fahren (was echt Spaß macht!) und dann zurückwandern, damit du die umliegende Natur in dich aufnehmen kannst.

Auch super interessant sind die Touren auf Kaffee- und Schokoladenfarmen. Und du musst unbedingt das leckere, handgemachte Brot in Duni probieren! Außerdem kann man in Minca bestens Vögel beobachten, hier herrscht nämlich die größte Artenvielfalt in der ganzen Welt.

Hostels in Minca

Tag 5: Auf zum Eco Hostel!

Das Eco Hostel Yuluka ist eines der besten Hostels Kolumbiens: Es ist wunderschön, preiswert und direkt vor den Toren des Parque Tayrona, Kolumbiens berühmtester Nationalpark.

Um dorthin zu gelangen, nimmst du am besten ein Colectivo zurück nach Santa Marta und steigst dort in einen Bus nach Tayrona oder Palomino. Bei Kilometer 28 musst du aussteigen.

backpacking colombia - Parque Tayrona

Parque Tayrona 📸 @creatifartiste

Tag 6: Auf in den Nationalpark!

Genieße das leckere Frühstück im Eco Hostel Yuluka und steige dann in den kostenlose Shuttle zum Parque Tayrona. Denk daran, Schwimmsachen und genügend Wasser einzupacken. Du wirst etwas zwei Stunden durch den Wald wandern müssen, doch dafür mit einigen der schönsten Strände belohnt, die du je gesehen hast.

Tag 7: Auf nach Palomino!

Steig in den gleichen Bus wie zuvor und fahr durch bis nach Palomino. Aufgrund der entfernten Lage sind hier nur wenige Touristen unterwegs, was sich sofort bemerkbar macht, da die feinen Sandstrände leer und ruhig sind. Einen tollen Blickwinkel auf die Natur hat man auch beim River Tubing auf dem Rio Palomino.

Tag 8: Zurück nach Cartagena!

Ein weiterer Tag, der nur aus Reisen besteht, aber wir sind nun mal in Kolumbien. Stelle dich auf die acht Stunden Rückfahrt ein.

Tag 9: Ein letzter Tag in Cartagena!

Heute geht es noch einmal nur darum, Cartagena zu erkunden. Wenn du noch nicht die Zeit dafür hattest, jedes noch so kleine Gässchen der Altstadt zu bewundern, dann ist der Zeitpunkt dafür jetzt gekommen. Glücklicherweise schafft man das gut in 24 Stunden. Und vergiss nicht, dir dabei zur Stärkung einen leckeren Fisch-Kokos-Eintopf zu gönnen!

Tag 10: Tschüss Kolumbien!

Wie sagt man so schön: „Alles hat ein Ende…“ – diese Reise gehört leider dazu. Genieße noch ein bisschen tranquilo, bevor es Zeit wird, „¡Adiós Colombia!“ zu sagen.

backpacking colombia - Cartagena - green door

Cartagena 📸 @creatifartiste

Zwei Wochen in Kolumbien: Berge und Kaffee

Tag 1: Flug nach Medellín

Wie, nicht nach Bogotá? Genau. Du sparst dir Reisezeit im Bus, wenn du direkt nach Medellín fliegst. Bedenke dabei allerdings, dass der Flughafen recht weit von El Poblado entfernt liegt, wo auch die meisten Hostels sind, und dass du daher vermutlich ein Taxi nehmen musst.

Tag 2: Medellín

Medellín ist eine recht große Stadt, weswegen es hier viel zu unternehmen gibt. Wir empfehlen die Free Walking Tour (für die du dich in jedem Hostel anmelden kannst) und die ebenfalls Budget-freundliche selbstgeführte Metro Tour.

Hostels in Medellin

Tag 3: Tagestrip nach Guatape

Guatape ist als die farbenfrohste Stadt Kolumbiens bekannt. Und da das Land generell schon ziemlich farbenfroh ist, will das was heißen!

Hier findest du außerdem einen gigantischen Monolithen, von dessen Spitze aus du den Ausblick deines Lebens haben wirst, süße Sträßchen, atemberaubende Wasserläufe und nicht zu vergessen…. du kannst in einem von Pablo Escobars Häusern Paintball spielen!

backpacking colombia - salento

Salento 📸 @creatifartiste

Tag 4: Von Medellín nach Salento

Salento ist die Heimat der berühmten kolumbianischen Wachspalme, der größten Palme der Welt. Außerdem ist die Stadt eines der Hauptzentren des Kaffees, mitten im Eje Cafetero, der Kaffeeregion. Und alles ist unglaublich grün und wunderschön! Am besten nimmst du von Medellín einen Bus, um hier herzu gelangen. Dieser fährt vier Mal am Tag direkt, ansonsten musst du in Armenia umsteigen.

Hostels in Salento

Tag 5: Salento

Schnapp dir auf dem Marktplatz einen Willy (Salentos Jeep-Taxis) und fahr ins berühmte Valle de Cocora, ein wunderschönes grünes Tal und der beste Ort der Welt, um die riesigen Wachspalmen zu bewundern. Außerdem ist hier einer der besten Wanderwege Kolumbiens, der zwar vielleicht etwas matschig und anstrengend sein kann, bei dem du aber von Palmen umgeben bist, die an Dr. Seuss-Comics erinnern. Und wenn du einmal durch den vernebelten Wald hinaufgestiegen bist, wirst du mit einer der atemberaubendsten Aussichten ganz Kolumbiens belohnt.

Tag 6: Salento

Entspann dich nach deiner Wanderung am besten bei einer tollen Tasse Kaffee… auf der Farm, auf der er gewachsen ist! In Salento kannst du dich zwischen vielen verschiedenen Kaffeefarmen entscheiden, wir empfehlen dir jedoch die Finca El Ocaso. Du kannst mit dem Willy dorthin fahren, oder von manchen Hostels aus sogar laufen. Die Aussicht auf der Finca ist genauso beeindruckend wie der Kaffee.

Tag 7: Von Salento nach Bogotá

Du magst dich wohl wundern, warum Bogotá in diesem Trip in der Mitte UND am Ende steht. Nun ja, diese Gegend Kolumbiens ist sehr bergig, weswegen es eine Weile dauert, von Ort zu Ort zu kommen, was Bogotá perfekt für einen kleinen Zwischenstopp macht. Schnapp dir am besten schon am frühen Morgen einen Bus dorthin, denn die Fahrt wird eine ganze Weile dauern.

Hostels in Bogota

Tag 8: Bogotá

Ein Tag Reisepause, um die Hauptstadt zu erkunden, ist jetzt genau richtig. Die weitläufige Großstadt strotzt nur so vor Geschichte und Kultur. Nimm das alles bei einer Street Art Walking Tour oder der Bogotá Biking Tour in dich auf. Für Kaffee-Snobs (wie uns) sind die Zona Rosa und Zona G die besten Stadtbezirke, da es hier überall super leckeren kolumbianischen Specialty Coffee gibt.

Tag 9: Von Bogotá nach San Gil

Steig am Terminal Norte in einen Bus nach San Gil, kurze Zeit später befindest du dich in der Abenteuer-Hauptstadt des Landes! In diesem kleinen Bergstädtchen kannst du einiges unternehmen, außerdem befindet sich hier eines unserer Lieblingshostels des Landes, Sam’s VIP Hostel.

Hostels in San Gil

Tag 10-11: San Gil

Zwei Tage könnten vielleicht nicht lange genug sein für alles, was du tun willst, also plane am besten voraus. In San Gil kannst du im zweitgrößten Canyon der Welt paragleiten, auf eine Raftingtour gehen (wobei zwischen verschiedenen Levels unterschieden wird), Höhlen erkunden, auf eine Canyon-Tour gehen, bei der du von Klippen und einem 180 Meter hohen Wasserfall namens Juan Curi runter springen kannst, und vieles mehr.

Außerdem musst du während deines Besuches in Kolumbien unbedingt mindestens einmal Tejo gespielt haben. Das ist ein traditionell kolumbianisches Geschicklichkeitsspiel, bei dem Bier und Patronen Pulver im benutzt werden. Es ist ein wenig wie Boule mit Sprengstoffen, und es ist der KNALLER.

Tag 12: Tagestrip nach Barichara/Guane

Barichara ist eine verschlafene Stadt in der Nähe von San Gil, die ihrem Spitznamen „Die schönste Stadt Kolumbiens“ alle Ehre macht. Fahr mit dem Bus rüber in diese friedliche, kleine Stadt aus der Kolonialzeit – und vergiss auf keinen Fall, bei El Compa anzuhalten, um Cabrito zu probieren.

Von Barichara aus kannst du eine zweistündige Wanderung nach Guane machen, einem noch weiter abgelegenen Städtchen. Fahr von dort aus mit dem Bus zurück nach San Gil.

Tag 13: San Gil nach Bogotá

Die Rückreise nach Bogotá ist das genaue Gegenteil dessen, was du zuvor getan hast. Die Busse fahren nachmittags weniger häufiger als morgens, also solltest du dich so früh wie möglich auf den Weg zum Busterminal machen.

Tag 14: Flug von Bogotá nach Hause

Schlendere ein letztes Mal durch La Candelaria. Trinke einen letzten Kaffee bei Juan Valdez. Genieße eine letzte Schüssel heißes Ajiaco, das dich von Innen heraus wärmt. Dann schnapp dir ein Taxi und fahr zum El Dorado Flughafen – aber keine Angst, wenn du auch nur entfernt so begeistert bist, wie wir, dann wirst du wiederkommen!

Anmerkung: Du kannst natürlich auch die beiden Reisepläne kombinieren, wenn du genügend Zeit hast! Beginne im Norden und flieg dann von Cartagena nach Medellín.

Das kolumbianische Essen

Von Practical Wanderlust

Bevor wir nach Kolumbien gereist sind, haben wir uns extrem gründlich über die kolumbianische Küche informiert (dies liegt aber hauptsächlich daran, dass wir die Sorte Menschen sind, die ihre Reiseplanung nur davon abhängig machen, was sie wo essen wollen). Interessanterweise jedoch kam Kolumbien bei dieser Recherche fast durchgehend nicht gerade gut dabei weg. „Nicht gut gewürzt“ stand in manchen Artikeln. „Die kolumbianische Küche hat einfach keine Identität“, so andere.

Eins kann ich euch sagen: Sie hatten Unrecht. Wir haben herausgefunden, dass jede Region Kolumbiens ihre eigenen Spezialitäten hat – und dass diese alle unglaublich lecker sind.

Kolumbianisches Essen ist generell relativ einfach und besteht aus regionalen Zutaten. Die meisten Gerichte werden mit gekochter Yucca, Reis und einer gegrillten Arepa serviert. Zum Frühstück gibt es meistens ein Spiegelei und Brot oder Arepas. Mittags wird im Normalfall zuerst eine Suppe serviert, der Hauptgang (wie auch das Abendessen) kreist dann um Fleisch. Es ist total normal, zu jedem Essen Jugos naturales (Fruchtsäfte) oder Milchshakes zu trinken, oft wird dann sogar als Dessert noch ein zweiter bestellt.

Das einzige Gemüse, dass dir außer der stärkehaltigen Yucca, Kartoffeln und Mais begegnen wird, findest du in Form eines kleinen Salates auf deinem Teller. Diesen solltest du aber lieber nicht essen, da er mit Leitungswasser gewaschen ist und dich daher krank machen kann. Vegetarisches Essen ist in Kolumbien leider etwas schwer zu finden.

backpacking colombia - fruit truck - cartagena

Cartagena 📸 @creatifartiste

Kolumbianisches Street Food

Kolumbianisches Street Food ist günstig, sicher und lecker. Wenn dich etwas anspricht, dann schrecke nicht davor zurück, es zu kaufen, egal ob es auf einem offenen Grill zubereitet oder in Frischhaltefolie eingewickelt und dir durch ein Busfenster in die Hand gedrückt wird. Hab keine Angst und Zweifel, sondern iss und genieße es. Dies sind unsere liebsten Street Food Snacks:

  • Arepas: Bei Kolumbiens bekanntestem Street Food handelt es sich um Teigfladen aus Mais, die entweder gedämpft oder gegrillt werden, um sie dann einfach so oder gefüllt zu genießen. Unsere Favoriten waren die gegrillte und mit Käse gefüllte Arepa an der Plaza de Trinidad in Getsemani (Cartagena) und eine mit Schinken, Käse, Mayonnaise und Ei belegte, die wir in San Gil gegessen haben.
  • Mango Biche: Frische, unreife Mangostreifen, die mit Limettensaft beträufelt und dann mit Salz und Pfeffer bestreut werden. Mango Biche isst man am besten an einem heißen Tag in der Altstadt Cartagenas.
  • Obleas: Zwei dünne Waffelkekse mit einer Füllung deiner Wahl, wie zum Beispiel Marmelade, Schokolade, Nüssen und geraspelter Kokosnuss. Wir empfehlen dir den Straßenstand in Bogotá, auf dem (aus welchem Grund auch immer) ein Rolling-Stones-Logo aufgedruckt ist.
  • Chuzos de Res (Rind) und Chuzos de Pollo (Hähnchen): Gegrilltes Fleisch auf einem Spieß. Am leckersten nach Mitternacht in der Nähe der Plaza de Trinidad in Getsemani mit einem eiskalten Aguila-Bier dazu.

Traditionelles kolumbianisches Essen

Wenn es eine Regel gibt, die man in Kolumbien immer befolgen sollte, dann ist es, stets das typische Essen der Region zu probieren, in der man sich gerade befindet, da die kolumbianischen Geschmäcker, Zutaten und Gerichte von Region zu Region stark variieren. In den meisten Restaurants wird „típico“ serviert, traditionell kolumbianisches Essen.

Im Folgenden findest du einige unserer liebsten kolumbianischen Gerichte, samt Empfehlungen, wo du diese essen solltest.

  • Bandeja Paisa: Vermutlich eines der „berühmtesten“ traditionell kolumbianischen Gerichte. Hierbei handelt es sich um eine Art „Handwerker-Teller“ mit Reis, Hackfleisch, gebratenem Chicharron (Schweinebauch), Kochbananen und Avocado – abgerundet mit einem Spiegelei. Das Ganze ergibt eine günstige und riesige Portion Essen, die dazu gedacht ist, dich den ganzen Tag über satt zu halten. Auch wenn man Bandeja Paisa überall in Kolumbien essen kann, empfehlen wir dir dafür die Gegend um Medellín, in der das Gericht erfunden wurde.
  • Cabrito Santandereano: Lass dich nicht davon entmutigen, in der Santander-Region dieses Gericht zu bestellen, nur weil „Cabrito“ „Babyziege“ bedeutet. Das Fleisch wird mariniert, bis es zart wird und unglaublich viel Geschmack in sich trägt, dann gegrillt (wobei ein tolles Raucharoma hinzukommt!) und schlussendlich mit Pepitoria serviert, einem Reis, der seinen Geschmack durch den Fleischsaft und andere Teile des Cabrito erhält. Cabrito isst du am besten im Restaurant El Compa im beschaulichen Barichara.
  • Carne Oreada: Dieses dünn geschnittene, marinierte Steak hat einen unglaublichen Geschmack und erinnert in seiner Konsistenz ein wenig an Beef Jerky. Je länger man das Fleisch kaut, desto mehr Geschmack wird freigesetzt. Carne Oreada kommt auch aus Santander. Probier‘ es doch einfach bei El Compa zusammen mit dem Cabrito!
  • Postal Negra Cartagena: Ein Tri Tip-Steak, das mariniert und in einer dunklen, sirup-artigen Soße langsam gegart wird. Bei einem Besuch in Cartagena unbedingt zu probieren, vor allem bei Cocina de Pepina.
  • Suppe: In Kolumbien gibt es geniale Suppen. Auch wenn es draußen heiß ist und du eigentlich gar keine Lust auf Suppe hast: Wenn dir jemand eine Schüssel Suppe hinstellt, solltest du sie essen. Und wenn zu der Suppe eine Schüssel Salsa oder andere Toppings serviert werden, dann machst du diese auf deine Suppe. Es wird genial schmecken. Jede Region hat ihre eigene Suppe. Ajiaco ist ein Eintopf aus Hühnchen, Mais und Kartoffeln aus Bogotá, der mit frischen Kräutern und Crema serviert wird. Mondongo ist ein geschmackvoller Eintopf aus Kutteln, den du am besten im passend benannten Mondongo’s in Medellín probierst. In Cartagena findet man unglaubliche Fisch- und Kokoseintöpfe, die mit frischer Limette gewürzt werden – zum Beispiel bei La Cocina de Pepina. Im Großteil Kolumbiens, besonders in Cali, findet man auch Sancoche de Gallina auf der Speisekarte. Dabei handelt es sich um eine Hühnersuppe mit Stücken gekochter Yucca, Kartoffeln und Mais. Eines der wohltuendsten Gerichte der Welt!

Kolumbianische Früchte

Frische Früchte sind mit das leckerste, das du in Kolumbien essen kannst. Nein, ernsthaft! Hier gibt es mehr exotische Obstsorten, als irgendwo sonst in der Welt, vermutlich hast du von den meisten davon noch nicht einmal gehört. Genieße also deine Zeit im Paradies der Frucht-Liebhaber und verzehre so viele, wie es dir dein Magen erlaubt.

Wenn man in Kolumbien ist, ist es vollkommen angebracht, zu jeder Mahlzeit Obst zu essen. Zum einen kannst du das, indem du „Jugos naturales“ bestellst. Dabei handelt es sich entweder um Smoothies (mit Eis püriert) oder um Milkshakes (mit Milch püriert). Sie sind preiswert und süß und lecker und typisch kolumbianisch, weswegen dich niemand dafür verurteilen wird, dass du zum Frühstück einen Milkshake trinkst.

Eine andere Möglichkeit, mehr Obst zu dir zu nehmen, ist es, auf einen Mercado zu gehen. Der Besuch eines kolumbianischen Marktes ist einer der besten Wege, authentische Erfahrungen zu machen – außerdem kann man hier am günstigsten Essen kaufen, vor allem frische Früchte. Du wirst niemals wieder einen Supermarkt betreten wollen!

Am besten gehst du den kolumbianischen Früchten mit offenem Magen und offenem Herzen entgegen. Immer, wenn du einen neuen Jugo natural-Geschmack auf einer Getränkekarte entdeckst, bestell ihn. Immer, wenn du eine exotische Frucht auf dem Mercado entdeckst, kauf sie. Laut unseren wissenschaftlichen Berechnungen musst du an jedem Tag deines Aufenthaltes etwa drei neue Früchte probieren, dann könntest du es schaffen, jede kolumbianische Frucht zu probieren, bevor du stirbst. Wenn das nicht einen Versuch wert ist?

Hier kommen unsere liebsten kolumbianischen Früchte:

  • Guanabana: Guanabana (auch als Soursop bekannt) ist eine gigantische, längliche und grüne Frucht mit weißem Fruchtfleisch. Aber das ist egal, denn du wirst sie nicht in ihrer natürlichen Form zu dir nehmen. Guanabana schmeckt am besten mit Milch und Zucker püriert in leckeren und frischen Jugos naturales, also halte auf Getränkekarten danach Ausschau.
  • Cherimoya: Mark Twain hat einst gesagt: „Cherimoya is deliciousness itself.“. Und nein, das habe ich nicht gerade erfunden, er hat das wirklich gesagt. Eine Cherimoya sieht in etwas aus wie eine verschrumpelte Artischocke, und ihr Inneres erinnert an Alien-Innereien. Aber ignorier das Äußere, denn die Cherimoya ist wirklich eine der unglaublichsten Früchte, die du je probieren wirst. Sie ist die Antwort auf die jahrhundertealte Frage „Wie ist man auf den Geschmack von Kaugummi gekommen?“. Jap, das weiße und puddingartige Fruchtfleisch schmeckt wie ein Kaugummi. Wenn du einen Straßenverkäufer siehst, der Cherimoyas anbietet, kauf dir eine und auf geht’s! Am besten isst du die Frucht in der Mitte der Straße, während du dich mit ihrem Saft bekleckerst.
  • Mamoncillo: Diese kleinen grünen Bällchen, die eng mit der Lychee verwandt sind, wachsen, ähnlich wie Trauben, in Bündeln. Sie zu essen ist zwar etwas kompliziert, doch es macht auch Spaß. Zerbreche die dünne Haut mit deinen Zähnen und eine schwammige, zitrusartige Frucht platzt in deinem Mund. Das Fruchtfleisch klebt an einem Stein, du solltest also das Fleisch ablutschen und den Stein dann ausspucken. Dabei werden vermutlich deine Hände dreckig, aber das ist es wert. In der Altstadt von Cartagena findest du Verkäufer, die klebrige Tüten Mamoncillo verkaufen.
  • Granadilla: Diese leckeren, orangenen Früchte sind eine süße Variante der sauren Passionsfrucht Maracuja. Reiß sie mit deinen Händen auf und sauge an den mit Gel bedeckten Kernen in ihrem Inneren. Die Süße der Frucht wird perfekt von der herben Säure der Kerne (die du mitessen kannst) ergänzt. Granadilla kann man in ganz Kolumbien finden.

Kolumbianische Desserts

Kolumbianer LIEBEN Zucker. Ihre Desserts sind unglaublich süß und werden daher oft von etwas Salzigem ergänzt. Auch wenn wir Zucker lieben, tendieren wir generell eher zu den süß-salzigen Kombinationen, wie heißer Schokolade mit Käse (ein klassisch kolumbianischer Snack), um unsere Zähne zu schonen und unser Herz vor einem Zuckerschock zu bewahren. Doch auch wenn du Lust auf Zucker mit noch mehr Zucker hast, ist Kolumbien der perfekte Ort für dich.

  • Süßes Gebäck: Mach einen Zwischenstopp in einer kolumbianischen Bäckerei und gönn dir ein süßes Gebäckstück. Dieses kann mit allem, von Guavenmarmelade bis Käse, gefüllt sein. Unsere Lieblingsbäckerei ist El Pan De Queso in der Altstadt Cartagenas, wo alles günstig und süß und klebrig und käsig ist.
  • Arequipe: Jedes lateinamerikanische Land hat seine eigene Version von Caramel. In Kolumbien findet man Arequipe und zur Weihnachtszeit auch Manjar blanco. Arequipe gibt es dabei in vielen verschiedenen Formen, von Bonbons über Obleas bis hin zur Füllung von Blätterteighörnchen. Und natürlich kannst du es auch direkt aus dem Glas löffeln.

Die kolumbianische Kultur

Von Along Dusty Roads  

Vergiss alles, was dir das Fernsehen und die Nachrichten jemals über Kolumbien gesagt haben, denn die Identität dieses Landes umfasst so viel mehr als Kaffee, Kartelle und Kokain. Wer Kolumbien zum ersten Mal besucht, wird von dessen Größe und Vielfalt regelrecht umgehauen. Kolumbien ist nicht nur riesig – dreimal so groß wie Deutschland – sondern auch das Land mit der zweithöchsten Biodiversität der Welt. Die hiesige Kultur ist ebenso vielfältig. Auch wenn sie stark von der Kolonialzeit beeinflusst ist, kommen die indigenen, europäischen und afrikanischen Einflüsse immer noch stark zum Vorschein.

Religion in Kolumbien

Kürzliche Umfragen ergaben, dass sich 79 % der Kolumbianer als Katholiken identifizieren. Dies ist einer der Hauptgründe für die vorherrschenden konservativen Einstellungen, die Familiendynamiken und die generelle Kultur des Landes. Beispielsweise geht ein Großteil der Einwohner regelmäßig zur Kirche und öffentliche Glaubensbekundigungen sind Teil des täglichen Lebens.

Für Besucher ist es wichtig, dies im Hinterkopf zu behalten, allerdings merkt man schnell, dass das Zusammenspiel zwischen der Kirche und dem farbenfrohen, spaßigen und überschwänglichen Kolumbien gut funktioniert. Letzteres äußert sich in lauter Reggaeton-Musik, gewagten Tänzen und häufigen Schönheitsoperationen.

Kolumbianische Festivals

Wie bereits gesagt ist Kolumbien das Land mit den meisten Feiertagen der Welt (18!) und das Tanzen ein großer Bestandteil der Kultur, weswegen es nicht verwunderlich sein sollte, dass es hier viele Festivals gibt, von denen zwei sogar von der UNESCO anerkannt sind.

Der viertägige Karneval von Barranquilla ist das bekannteste Festival des Landes und quasi Kolumbiens Antwort auf den Karneval in Rio. Auf den Straßen tanzen und singen Besucher, während sie sich mit Mehl bewerfen. Die Stadt an der karibischen Küste ist außerdem der Geburtsort von Shakira UND Sofia Vergara. Beim Black and Whites-Festival in Pasto handelt es sich um den ältesten Karneval Südamerikas, der schon unter spanischer Herrschaft gefeiert wurde. Man erinnert hier daran, dass den afrikanischen Sklaven ein freier Tag pro Jahr gewährt wurde, und feiert dies mit Musik und spektakulären Gefährten. Im Laufe des Festivals werden die Stadt und die Menschen zuerst mit schwarzer und dann mit weißer Farbe bedeckt.

Es ist wichtig, die Feiertage bei der Reiseplanung zu beachten, da die Einheimischen vor und während ihnen gerne selbst reisen, vor allem im Januar. Deswegen sind Unterkünfte rar, Busse ausverkauft und alles teurer und voller.

Weihnachts- und Neujahrs-Traditionen

Aufgrund der Religiosität, der Liebe zu Feiertagen und der Wichtigkeit der Familie, sollte es keine Überraschung sein, dass Weihnachten in Kolumbien GROSS gefeiert wird. Die Feierlichkeiten sind hierbei jedoch anders, als man vielleicht erwarten würde.

Die Noche de las Velitas (Nacht der kleinen Kerzen) findet am Abend des 7. Dezember statt, wo jeder auf die Straße geht und Kerzen anzündet. Sie stellt den Beginn der Weihnachtszeit dar und ist auch der erste Tag, an dem man Buñuelos (süße frittierte Teigbällchen) verzehrt. Darauf folgt Novena, eine sehr kolumbianische Weihnachtsfeier, die während der neun Nächte vor Weihnachten zelebriert wird. Ursprünglich bezog sich der Name auf eine Sammlung von neun Gebeten, mittlerweile jedoch ist das Fest nicht mehr rein religiöser Art und man veranstaltet auch Novenas für Freunde, Klassenkameraden oder Kollegen, bei denen gegessen, getrunken und gespielt wird, während man kolumbianische Weihnachtslieder singt.

Weihnachten wird am 24. Dezember um Mitternacht gefeiert, wobei die Kinder ihre Geschenke, statt vom Weihnachtsmann, von El Niño Dios (dem Christuskind) erhalten. Am 28. Dezember wird dann El Día de los Santos Inocentes gefeiert, der an den ersten April erinnert.

Kolumbien hat außerdem eine Vielzahl an Neujahrstraditionen, die ungewöhnlich erscheinen. So isst man um Mitternacht 12 Trauben (bei jedem Glockenschlag eine), trägt gelbe oder rote Unterwäsche (von denen die eine im neuen Jahr Reichtum, die andere Liebe bringt), oder wandert mit einem Koffer durch die Nachbarschaft, um ein Jahr voller Reisen heraufzubeschwören (unser Favorit!).

Und, wie bei jedem kolumbianischen Fest, gibt es natürlich Böller.

Vergiss alles, was dir das Fernsehen und die Nachrichten jemals über Kolumbien gesagt haben, denn die Identität dieses Landes umfasst so viel mehr als Kaffee, Kartelle und Kokain. Wer Kolumbien zum ersten Mal besucht, wird von dessen Größe und Vielfalt regelrecht umgehauen. Kolumbien ist nicht nur riesig – dreimal so groß wie Deutschland – sondern auch das Land mit der zweithöchsten Biodiversität der Welt. Die hiesige Kultur ist ebenso vielfältig. Auch wenn sie stark von der Kolonialzeit beeinflusst ist, kommen die indigenen, europäischen und afrikanischen Einflüsse immer noch stark zum Vorschein.

Religion in Kolumbien

Kürzliche Umfragen ergaben, dass sich 79 % der Kolumbianer als Katholiken identifizieren. Dies ist einer der Hauptgründe für die vorherrschenden konservativen Einstellungen, die Familiendynamiken und die generelle Kultur des Landes. Beispielsweise geht ein Großteil der Einwohner regelmäßig zur Kirche und öffentliche Glaubensbekundigungen sind Teil des täglichen Lebens.

Für Besucher ist es wichtig, dies im Hinterkopf zu behalten, allerdings merkt man schnell, dass das Zusammenspiel zwischen der Kirche und dem farbenfrohen, spaßigen und überschwänglichen Kolumbien gut funktioniert. Letzteres äußert sich in lauter Reggaeton-Musik, gewagten Tänzen und häufigen Schönheitsoperationen.

Kolumbianische Festivals

Wie bereits gesagt ist Kolumbien das Land mit den meisten Feiertagen der Welt (18!) und das Tanzen ein großer Bestandteil der Kultur, weswegen es nicht verwunderlich sein sollte, dass es hier viele Festivals gibt, von denen zwei sogar von der UNESCO anerkannt sind.

Der viertägige Karneval von Barranquilla ist das bekannteste Festival des Landes und quasi Kolumbiens Antwort auf den Karneval in Rio. Auf den Straßen tanzen und singen Besucher, während sie sich mit Mehl bewerfen. Die Stadt an der karibischen Küste ist außerdem der Geburtsort von Shakira UND Sofia Vergara. Beim Black and Whites-Festival in Pasto handelt es sich um den ältesten Karneval Südamerikas, der schon unter spanischer Herrschaft gefeiert wurde. Man erinnert hier daran, dass den afrikanischen Sklaven ein freier Tag pro Jahr gewährt wurde, und feiert dies mit Musik und spektakulären Gefährten. Im Laufe des Festivals werden die Stadt und die Menschen zuerst mit schwarzer und dann mit weißer Farbe bedeckt.

Es ist wichtig, die Feiertage bei der Reiseplanung zu beachten, da die Einheimischen vor und während ihnen gerne selbst reisen, vor allem im Januar. Deswegen sind Unterkünfte rar, Busse ausverkauft und alles teurer und voller.

Weihnachts- und Neujahrs-Traditionen

Aufgrund der Religiosität, der Liebe zu Feiertagen und der Wichtigkeit der Familie, sollte es keine Überraschung sein, dass Weihnachten in Kolumbien GROSS gefeiert wird. Die Feierlichkeiten sind hierbei jedoch anders, als man vielleicht erwarten würde.

Die Noche de las Velitas (Nacht der kleinen Kerzen) findet am Abend des 7. Dezember statt, wo jeder auf die Straße geht und Kerzen anzündet. Sie stellt den Beginn der Weihnachtszeit dar und ist auch der erste Tag, an dem man Buñuelos (süße frittierte Teigbällchen) verzehrt. Darauf folgt Novena, eine sehr kolumbianische Weihnachtsfeier, die während der neun Nächte vor Weihnachten zelebriert wird. Ursprünglich bezog sich der Name auf eine Sammlung von neun Gebeten, mittlerweile jedoch ist das Fest nicht mehr rein religiöser Art und man veranstaltet auch Novenas für Freunde, Klassenkameraden oder Kollegen, bei denen gegessen, getrunken und gespielt wird, während man kolumbianische Weihnachtslieder singt.

Weihnachten wird am 24. Dezember um Mitternacht gefeiert, wobei die Kinder ihre Geschenke, statt vom Weihnachtsmann, von El Niño Dios (dem Christuskind) erhalten. Am 28. Dezember wird dann El Día de los Santos Inocentes gefeiert, der an den ersten April erinnert.

Kolumbien hat außerdem eine Vielzahl an Neujahrstraditionen, die ungewöhnlich erscheinen. So isst man um Mitternacht 12 Trauben (bei jedem Glockenschlag eine), trägt gelbe oder rote Unterwäsche (von denen die eine im neuen Jahr Reichtum, die andere Liebe bringt), oder wandert mit einem Koffer durch die Nachbarschaft, um ein Jahr voller Reisen heraufzubeschwören (unser Favorit!).

Und, wie bei jedem kolumbianischen Fest, gibt es natürlich Böller.

Das kolumbianische Volk

Von Practical Wanderlust

Jedes Mal, wenn wir uns die Frage stellen, was uns immer und immer wieder nach Kolumbien zurückzieht, ist die Antwort dieselbe: Die Menschen. Kolumbianer sind mit die freundlichsten, nettesten, gastfreundlichsten und herzlichsten Menschen, die wir je gesehen haben.

Ich weiß nicht, ob die Menschen trotz der Vergangenheit des Landes so freundlich und offenherzig sind, oder gerade deswegen. Als Touristen in einem Land, dem noch immer ein gewisses Stigma anhaftet, wurden wir mit offenen Armen von Einheimischen dankbar empfangen, die uns sofort die Schönheit ihres Landes zeigen wollten, worauf hin wir uns sofort verliebt haben.

Kolumbien ist die Art Ort, an dem du einfach die Straße runter läufst und dich dann ein Einheimischer anhält und fragt, ob er dir irgendwie behilflich sein kann – einfach nur, um sicherzustellen, dass bei dir alles OK ist.

Es ist die Art Ort, wo alles und jeder (wie bereits erwähnt) „tranquilo“ ist. Man könnte „tranquilo“ fast als Universal-Beschreibung für alles in Kolumbien bezeichnen. „Tranquilo“, wenn man Angst hat, den Flieger zu verpassen, weil Stau ist, „tranquilo“, wenn man seinen Pass verloren hat, „tranquilo“ wenn man eine Panikattacke auf einem Wasserfall 200 Meter über der Erde hat und schreit, wie von der Tarantel gestochen (okay, vielleicht passiert das auch nur mir).

Interessanterweise macht „tranquilo“ einen in einer ärgerlichen Situation nicht noch ärgerlicher, im Gegenteil, irgendwie wirkt es beruhigend und dringt in dein Gehirn ein, wie eine kuschelige Wolke. Und auch wenn man Kolumbien dann irgendwann verlässt, die Wolke bleibt und man weiß, dass alles irgendwie funktionieren wird.

Die kolumbianische Sprache

Um erfolgreich mit den Einheimischen kommunizieren zu können, sollte man zumindest grundlegendes Spanisch sprechen – je besser du es beherrschst, desto einfacher wird alles.

Man sagt, dass Kolumbianer unglaublich geduldig sind. Sie geben dir alle Zeit der Welt, um in gebrochenem Spanisch und mit Händen, Füßen, Malereien und Tänzen auszudrücken, was du sagen willst.

Falls sie dann immer noch nicht verstehen, dass du eigentlich nur fragen willst, wo dein Hostel liegt, holen sie ihr Handy raus, rufen ihren Cousin an, der einmal einen Englischkurs gemacht hat, und drücken dir das Handy in die Hand.

Wenn du während deines Aufenthalts in Kolumbien jemals irgendetwas benötigst, frag einfach einen Einheimischen um Hilfe. Er wird alles tun, was er kann.

Die kolumbianische Musik

Unsere Reisen durch Kolumbien wurden stets von einem Soundtrack begleitet. Kolumbien ist ein Land des Rhythmus, der Musik und des Tanzes. Ein Land, in dem man das Gefühl hat, es würde immer irgendwie Musik laufen. Die kolumbianische Musik ist eng mit der Geschichte des Landes verbunden und wird fast immer von Tänzen begleitet.

Cumbia ist eine Kombination von Afro-karibischen Rhythmen, die aus dem Kontakt der einheimischen Völker der Nordküste und der unfreiwillig umgesiedelten Afrikaner entstanden ist. Cartagena war der Haupthafen des Sklavenhandels ganz Südamerikas, und Cumbia ist nur eines der bleibenden Vermächtnisse der Afrikaner, die sich nie entschieden hatten, Kolumbien als ihre Heimat zu bezeichnen, und deren Einfluss doch das heutige Bild des Landes prägt. Die Musik erinnert an Trommeln und Jubel, der dazugehörige Tanz entstand durch Sklaven, die mit Ketten an ihren Fesseln tanzten.

Wie Cumbia hat auch Champeta seine Wurzeln in Afrika. Dabei handelt es sich um ein kolumbianisches Musikgenre, das vor allem von Cartagena und Barranquilla aus sowie in den nahegelegenen Palenques (Gemeinden befreiter Sklaven) verbreitet wurde. Schau dir eine traditionelle Cumbia oder Champeta-Performance an und du wirst die Seele Afrikas sowie den Geist der Millionen Menschen spüren, die in Cartagena und ganz Amerika ihr Leben lassen mussten.

Für die meisten Gringos ist Salsa das am leichtesten erkennbare kolumbianische Musikgenre. Doch die kolumbianische Salsa-Musik unterscheidet sich ganz schön von der kubanischen und puertoricanischen Salsa, deren Geschichte etwas weiter zurückreicht. Salsa ist eine Musik, die man nicht einfach nur hören kann – man muss dazu tanzen! Überall in Kolumbien wirst du die Musik des berühmten Salsa-Künstlers Joe Arroyo hören und sein Gesicht in Wandgemälden und Straßenkunst entdecken, vor allem in seiner Heimatstadt Cartagena.

Reggaeton ist die Musik der jungen Leute in Kolumbien und auch das, was du vermutlich in jedem Hostel hören wirst, in dem du übernachtest. Wir sind durch unsere Reise totale Reggaeton-Fans geworden, und noch heute singen wir (mehr schlecht als recht) mit, wenn Shakira, Carlos Vives oder Bomba Estéreo laufen, unsere drei kolumbianischen Lieblingskünstler.

Ist Kolumbien sicher?

Eine der ersten Fragen, die uns gestellt wird, wenn wir über unsere Liebe zu Kolumbien reden (außer „Warte mal, wie kommst du denn jetzt auf Kolumbien?“), ist „Ist Kolumbien sicher?“.

Wir können es ihnen nicht vorwerfen: Die meisten Nachrichten, die man international über Kolumbien hört, beziehen sich auf Guerillas, Pablo Escobar und Drogenkartelle. Und wenn man in letzter Zeit Narcos auf Netflix geschaut hat, kommt einem das vielleicht besonders frisch vor.

Aber hier die guten Neuigkeiten: Pablo Escobar ist vor fast 30 Jahren gestorben, die kolumbianischen Drogenkartelle gibt es nicht mehr und Kolumbien lebt seit Jahren in einem Zustand relativen Friedens. Sogar die FARC, die bekannteste Guerillagruppe Kolumbiens, hat sich 2017 nach fünf langen Jahrzehnten des Kampfes offiziell aufgelöst. Auch wenn es immer noch von Zeit zu Zeit zu Handgreiflichkeiten zwischen paramilitärischen Gruppierungen und der kolumbianischen Regierung kommt, so stellen diese doch keine Gefahr für Touristen dar.

Nichtsdestotrotz ist es natürlich keine gute Idee, als Tourist alleine, auf der Suche nach Abenteuer, in den Dschungel zu wandern, da es abseits der bekannten Wege doch teilweise noch gefährlich sein kann. Und wenn du auf der Suche nach Drogen oder Prostituierten bist, wirst du Probleme bekommen: Fast jeder Angriff auf Touristen der letzten Jahre fand im Zusammenhang mit Drogen oder Prostitution statt. Das Risiko ist es auf keinen Fall wert.

Auch wenn es momentan recht friedlich ist, ist Kolumbien trotzdem nicht frei von Kriminalität, vor allem in den größeren Städten. So solltest du, wie in jeder Großstadt, gut auf dein Hab und Gut aufpassen, um dich vor Taschendieben zu schützen. Vor allem in Bogotá, Medellín und in öffentlichen Verkehrsmitteln ist große Vorsicht geboten. Wir empfehlen dir, dein Geld in einem Geldgürtel oder einer anderen versteckten Innentasche aufzubewahren, um die Chancen zu verringern, dass du bestohlen wirst.

Medellín ist definitiv die Stadt, in der man am meisten aufpassen und wenn möglich auch besondere Sicherheitsvorkehrungen treffen sollte. Die Gringo-Nachbarschaft El Poblado ist noch recht sicher, doch außerhalb dieser, zum Beispiel in El Centro, fühlt man sich nicht gerade Willkommen.

Außerdem scheint es fast, als lebe in Medellín der Geist Pablo Escobars, während er im Rest des Landes erstaunlich abwesend scheint. Obwohl er und das Medellínkartell lange nicht mehr existieren, so lebt sein Vermächtnis doch in vielen Häusern, Nachbarschaften und Gemeinschaften, die er gegründet hat. In Medellín kannst du auch eine Pablo Escobar-Tour machen, bei der man dir dringlich empfiehlt, seinen Namen nicht zu erwähnen, sodass die Einheimischen nicht denken, du würdest schlecht über Don Pablo sprechen.

Auch in Cartagena gibt es viele Touristen und daher leider viele Diebstähle. Bis vor kurzem wurden man häufig von Moto-Taxis bestohlen, doch seit diese aus der Altstadt verbannt wurden, ist das glücklicherweise zumindest dort kein Problem mehr. Doch auch in der Altstadt solltest du nachts nicht zu lange unterwegs sein, sonst machst du Bekanntschaft mit der schäbigen Seite der Stadt.

In den letzten Jahren machte eine Droge namens Borrachero erschreckende Schlagzeilen in der ganzen Welt. Mit dieser werden Getränke versetzt, und auch wenn dies nicht allzu häufig passiert, solltest du in dieser Hinsicht doch sehr vorsichtig sein. Triff also die gleichen Sicherheitsvorkehrungen, die du überall treffen solltest: Geh nicht alleine feiern, behalte immer dein Glas im Auge und nehme nie Getränke, Essen oder Zigaretten von Fremden an.

Die Faustregel in Kolumbien ist es, nicht vom Weg abzukommen und auf Erkundungstour gehen zu wollen. Es gibt viele Gegenden in Kolumbien, in denen regelmäßig Backpacker und Reisende unterwegs sind und du dich sicher und wohl fühlen wirst. Auf eigene Faust ohne Guide oder Tour in den Dschungel zu stapfen ist hingegen nie eine gute Idee. Auch nachts alleine herumlaufen oder Drogen zu nehmen sind Dinge, die wir dir absolut nicht empfehlen.

Nun, da das geklärt wäre: Wir selbst waren einige Male in Kolumbien und haben uns fast nie unsicher gefühlt. Also, triff gewisse Sicherheitsvorkehrungen und du solltest dich ebenso sicher fühlen!

Reisetipps für Kolumbien

Von Along Dusty Roads  

Kolumbiens Ruf im Westen besteht leider größtenteils aus negativen Dingen wie Drogen, Bürgerkrieg und Kriminalität. Jeder Besucher sollte darauf achten, dass dies sensible Themen sind, die Tausende das Leben und Millionen ihre Heimat kosteten, und die jetzt noch einen direkten Einfluss auf die Einwohner des Landes haben. Geh damit also mit Respekt und Ernsthaftigkeit um und erwähne nicht einfach nebenbei, wie sehr du Narcos liebst.

Kolumbianer sind generell sehr offen und auch stolz darauf, dass Menschen ihr Land mittlerweile aus den richtigen Gründen besuchen. Jedoch sprechen sie weiterhin lieber über die positivere Gegenwart und Zukunft des Landes, als über dessen schwierige Vergangenheit.

Wenn du ein Geschäft oder ein Restaurant betrittst, ist es immer höflich, die Angestellten mit „Buen día“ (den ganzen Tag über) oder „Buenas tardes“ (nachmittags) zu begrüßen.

In Kolumbien legt man großen Wert auf Manieren und Höflichkeit, genauso sollte man in unbekannten Situationen nicht zu überschwänglich reagieren. Und wenn die Situation ein wenig formeller ist, solltest du auf keinen Fall wie ein heruntergekommener Backpacker aussehen! Eines der besten Dinge, die du zur Vorbereitung tun kannst, ist es, grundlegendes Spanisch zu lernen. So vereinfachst du dir deinen Trip um Welten und wirst außerdem die Kultur um einiges besser verstehen.

Und noch etwas Wichtiges: Auf Spanisch (wie auch auf Englisch) schreibt man Kolumbien mit zwei o: Colombia. Lass dich also nicht vom Deutschen beeinflussen und schreib Columbia – das mögen die Colombianos nämlich gar nicht!

Über die Autoren

Lia ist Reisebloggerin bei  Practical Wanderlust, dem Reiseblog eines außergewöhnlichen Pärchens, dessen Beiträge schon in Travel & Leisure, der Washington Post und andere beeindruckenden Publikationen veröffentlicht wurden. Wenn sie nicht gerade herumreist, lebt sie mit ihrem Mann Jeremy in Oakland, Kalifornien. Folg den beiden auf ihren chaotischen – äh, abenteuerlichen – Reisen, auf Instagram, Facebook, und Pinterest!

Andrew und Emily bloggen bei Along Dusty Roads und inspirieren andere, mehr zu reisen, besser zu reisen und wunderschön zu reisen. Mal erkunden sie die Hipsterbezirke einer alten europäischen Stadt, mal wandern sie durch den südamerikanischen Regenwald, mal machen sie einen Roadtrip durch die schottischen Highlands. Und jede dieser Touren, Geschichten und Abenteuer kannst du auf ihrem Blog miterleben und dir für später merken! Folg ihnen dazu auf Instagram, Facebook und Twitter.

 

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Über den Autor

sarahheuser

All time tanned German with an obsession for beaches, sunsets and cheese.

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