Weltreise als Paar: Die absolute Beziehungsprüfung?

Weltreise als Paar: Die absolute Beziehungsprüfung?

Entscheiden sich zwei Menschen dazu, nicht nur den größten Teil ihres Tages, sondern die kompletten 24 Stunden miteinander zu verbringen, birgt diese Entscheidung einige Risiken, aber vor allem auch eine Menge Potential. Ob man nicht doch besser alleine loszieht und wie man das gemeinsame Leben auf Reisen optimal umsetzt erfahrt ihr hier.

Christin und Domenic sind seit 2015 gemeinsam auf Weltreise. Hier verraten sie ihre Tipps und Tricks.

Jedes Paar, dass gemeinsam durch die Welt reist, kennt diese Frage: „Und? Streitet ihr euch oft?“ Hand aufs Herz: Jedes Paar streitet sich. Punkt. Das ist normal und gehört zu einer Beziehung, die ja auch auf Kompromissen beruht, einfach dazu. Im Alltag verlagern wir den Stress, den wir bei der Arbeit erleben, oft auf unseren Partner. Man ist gestresst und lässt seinen Frust aneinander aus. Wir haben uns zu Hause oft wegen Kleinigkeiten gestritten. Einfach, weil man eh schon gestresst war und dann nur einen kleinen Auslöser brauchte. Auf Reisen fällt dieser Punkt weg. Man sitzt nicht mehr den ganzen Tag im Büro, schleppt nicht Zentnerweise Ware und muss nicht ständig irgendwelchen Anweisungen Folge leisten.

Doch auch unterwegs kommt man in Stresssituationen. Manchmal ist man aufgrund von Sprach – und Kulturbarrieren so überfordert, dass man nicht mehr weiter weiß. Diese Momente bergen die Gefahr, sich gegenseitig Anschuldigungen zu machen, anstatt sich zu unterstützen.

Um ein wenig gelassener miteinander zu Reisen haben wir hier mal die wichtigsten Punkte aufgeführt:

1. Aufgabenverteilung

Nichts nervt mehr, als an der Immigration zu stehen und kein Visum zu haben, weil man dachte, der jeweils andere hätte sich darum gekümmert. Langzeitreisende werden schon bald nach ihrer Abreise merken, dass gewisse Dinge sinnvoll organisiert sein müssen. Als Paar bedeutet das, die anfallenden Aufgaben vernünftig aufzuteilen. Wer dabei nun welche Aufgaben konkret übernimmt, wird sich zeigen. Schon bald wird sich eine Routine einfinden. Der eine Partner ist vielleicht besser im Umgang mit dem Internet und kann besser nach günstigen Flügen suchen, während der andere die Hostelküche in ein Gourmet-Restaurant verwandelt.

2. Rücksichtnahme und Kompromissbereitschaft

Es wird im Verlauf eurer Reise sicher Augenblicke geben, da habt ihr gerade einfach keine Lust mehr. Vielleicht seid ihr das schlechte Essen in den Restaurants leid, oder seid einfach fertig mit gewissen kulturellen Eigenheiten. In solchen Fällen ist es wichtig, euer Anliegen zu kommunizieren und euch von eurem Partner aufbauen zu lassen. Andersherum gesagt: Wenn es eurem Partner mal nicht gut geht und er/sie etwas Unterstützung braucht, dann versucht auch alles dafür zu tun. Vielleicht bedeutet das, dass ihr den geplanten Tauchkurs gerade nicht machen könnt. Vielleicht muss eure Reiseroute geändert werden oder ihr könnt nicht mit den neuen Freunden Party machen. Egal. Die goldene Regel lautet: Der Partner ist wichtiger. Kompromiss ist hier das Zauberwort.

3. Wertschätzung

Nichts ist schöner, als sich gemeinsam alte Bilder einer fantastischen Reise anzusehen und in Erinnerungen zu schwelgen. Im Nachhinein stellt man dann immer wieder fest, was für eine tolle Zeit man doch hatte. Um genau dieses Gefühl schon während der Entstehung dieser Bilder zu haben, ist es wichtig die Anwesenheit des Partners und die gemeinsame Zeit zu schätzen. Und das sollte man dann auch zum Ausdruck bringen! Lasst den jeweils anderen wissen, dass ihr die gemeinsame Zeit genießt!

4. Streit

Konträr zu Punkt 2, aber dennoch unerlässlich: Zu diskutieren oder auch mal zu streiten, gehört natürlich auch zu einer Reise dazu. Entscheidend ist aber, auf eine produktive Art zu streiten. Wir haben zum Beispiel festgestellt, dass wir uns am häufigsten streiten, wenn wir hungrig sind. Dann diskutieren wir über die belanglosesten Kleinigkeiten, völlig sinnlos. Seit uns dies bewusst ist, können wir aber mit solchen Situationen viel besser umgehen. Während der gemeinsamen Zeit unterwegs werdet ihr euren Partner noch besser kennenlernen, als ihr es ohnehin schon tut. Und vergesst niemals, euch ordentlich zu versöhnen! 😉

5. Verlässlichkeit

Das wichtigste in einer Partnerschaft ist Vertrauen. Auf Reisen noch mehr als sonst. Ihr werdet in viele stressige Situationen kommen, bei denen ihr euch auf einander verlassen müsst und das auch solltet! Das Schöne am gemeinschaftlichen Reisen ist, dass man immer jemand hat, mit denen man die vielen besonderen Momente, aber auch die anstrengenden Augenblicke teilen könnt.

Wir lernen aber auch viele andere Reisende in Hostels kennen. Ob wir in einem Privatzimmer im Hostel oder im Dorm schlafen, hängt von Preis und Stimmung ab. In Peru und Kolumbien waren Privatzimmer sehr günstig. In Zentralamerika haben wir bis auf Honduras und El Salvador eigentlich nur in Dorms geschlafen, denn dort kommt man mit anderen am einfachsten in Kontakt.

Hast du ähnliche Erfahrungen gemacht? Erzähl uns in den Kommentaren unten davon! 

 

Über die Autoren:

Christin und Domenic sind als weltreisendes Paar seit Mai 2015 gemeinsam unterwegs. Nach 7 Jahren Beziehung inklusive mehrerer längerer Reisen zusammen heirateten die beiden im April 2015, nur wenige Wochen vor ihrer Abreise ins große Abenteuer. Folge ihren Reisen auf ihrem Blog Zeitweise Weltreise.

 

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Über den Autor

Viktoria Troescher

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