O’zapft is! Münchnerinnen verraten ihre Geheimtipps fürs Oktoberfest

O’zapft is! Münchnerinnen verraten ihre Geheimtipps fürs Oktoberfest

Das Oktoberfest in München ist das größte Volksfest der Welt und zieht unzählige Besucher aus aller Welt wie ein Magnet an. Drei Wochen lang tummeln sich Wiesn-Liebhaber in Dirndln und Lederhosen auf der Theresienwiese und… feiern.

Für alle, die das Oktoberfest wie die „Mingara“ erleben wollen, haben wir fünf Müncherinnen nach ihren Geheimtipps für die Wiesn gefragt. Oans, zwoa, drei,…

1. First things first

👉 Eine Mass Bier kostet zwischen 10,60 und 10,95 Euro.
👉 Bestellt wird es am besten auf Bayerisch: „No a Maß, biddscheen!“
👉 Das Oktoberfest 2017 findet von 16. September bis 3. Oktober statt.
👉 Schankende ist um 22.30 Uhr, die Zelte schließen um 23.30 Uhr (Ausnahme: Käfer und Weinzelt haben bis 1 Uhr geöffnet).
👉 Besuche das Oktoberfest, wenn möglich, an Wochentagen.

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2. So läuft das in den Zelten

„Das beste Bier gibt’s im Augustiner Zelt, meide jedoch das viel zu touristische Hofbräuzelt“, rät die Münchnerin Angela, die mittlerweile in London lebt. Wer den Anstich im Schottenhamel miterleben will, sollte sich – ohne Tischreservierung – zwischen 7 und 8 Uhr morgens anstellen. Montag bis Freitag öffnen die Zelte um 10 Uhr ihre Pforten, Samstag und Sonntag bereits um 9 Uhr. Am Eröffnungstag gibt’s das erste Bier allerdings erst nach dem Anstich um 12 Uhr.

Angela hat auch ganz einfache „Überlebenstipps“, sobald man es ins Zelt geschafft hat.

  1. Nimm nicht zu viel mit! Eine kleine Tasche und maximal eine Jacke reichen vollkommen.
  2. Binde deine Jacke an den Tischbeinen fest, sodass du sie am Ende wiederfindest.
  3. Steh nie am Gang! Dort kann man auch kein Bier bestellen.
  4. Stell die Anweisungen von Kellnern und Securities nie in Frage 😉
  5. Gib gutes Trinkgeld und sei nett, denn Kellner sind in der Zeit deine besten und wichtigsten Freunde.
  6. Hab ausreichend Bargeld dabei. Vor den Geldautomaten bilden sich oft lange Schlangen.
  7. Im Zelt herrscht Rauchverbot. Schnupftabak ist oft eine gute Alternative.

„Der letzte Wiesn-Abend ist der beste! Mein Tipp: Geh ins Hackerzelt. Dort werden große Wunderkerzen verteilt und im Dunkeln wird zum Abschied ‚Sierra Madre‘ gespielt. Die Stimmung ist einzigartig. Du musst allerdings schon gegen 13 Uhr dort sein und deinen Platz bis zum Ende besetzen“, so Angela.

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📷 Angela

3. Unbedingt einen Tisch reservieren

Die Münchner Bloggerin Franzi legt allen Oktoberfestbesuchern ans Herz: „Reserviere immer, immer einen Tisch, sonst kann der Besuch auf der Wiesn richtig unentspannt werden. Denn die Menschenmasse scharrt oft schon um acht Uhr morgens vor den Zelten mit den Füßen und wenn die Türen dann geöffnet werden, sind alle unreservierten Plätze innerhalb von Minuten besetzt. Selbst wenn es dir und deinen Freunden gelingt, einen der freien Tische zu ergattern, müsst ihr den ganzen Tag wie ein Schießhund darauf aufpassen. Denn wenn ihr euch nur einmal umdreht, wird euch der Platz vor der Nase weggeschnappt. Spontanbesuche gestalten sich vor allem am Wochenende schwierig. Da sind die Zelte oft so überfüllt, dass die Betreiber sogar einen Einlassstop verhängen.“

Deshalb: „Viel entspannter wird der Tag, wenn ihr im Vorfeld reserviert. Tut euch am besten in Zehnergruppen zusammen, dann bekommt ihr einen Tisch für euch allein. Ungefähr 25 Euro kostet der Spaß pro Person. Im Preis sind aber meistens zwei Mass Bier und ein halbes Wiesenhendl (Brathähnchen) enthalten. Wichtig ist nur, dass ihr rechtzeitig euren Tisch reserviert. Denn oft sind die Festzelte schon Monate im Voraus ausgebucht.“

4. Gaudi ohne Tischreservierung

Rebecca hat jahrelang auf dem Oktoberfest als Kellnerin gearbeitet: „Ohne Reservierung solltest du – besonders am Wochenende – mindestens (!) zwei Stunden vorher dort sein. Und sollte es mit der Reservierung nicht klappen, versuche es eher unter der Woche, iss‘ draußen an den Ständen und wenn du Glück hast, erwischt du in den Zelten eine sogenannte Stehmass.“

Ganz wichtig ist: „Mit Geduld und Gelassenheit wird es eine schöne Wiesn. Wer nicht in ein Zeit reinkommt, hat einfach draußen Spaß, neben den hunderten Cocktail- und Schnapsständen bei den Fahrgeschäften feiern die Leute genauso ausgelassen. Lasst euch bloß nicht die Laune verderben.“

Angie und Martina

📷 Angela  und Martina am Oktoberfest

5. Meide die U-Bahn

Falls möglich, solltest du zu Fuß zur Theresienwiese laufen statt die (vollkommen überfüllte) U-Bahn zu nehmen. „Macht viel mehr Spaß und besonders mit einer Weghalben (sprich: einem Wegbier) ist man schneller am Ziel„, so Rebecca.

6. Den schönsten Blick über die Theresienwiese…

… gibt es laut Angela vom Riesenrad oder für Mutigeren vom hohen Kettenkarussell.

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 7. Erlebe bayerisches Brauchtum

Bloggerin Steffi rät alljenen, die am bayerischen Brauchtum interessiert sind, folgendes: „Das Oktoberfest ist für die meisten Besucher wohl nur ein riesige Party, doch im Rahmenprogramm kann man durchaus noch bayerisches Brauchtum erleben. Am ersten Wiesn-Sonntag gibt es beispielsweise einen wunderbaren Trachtenumzug durch das Münchner Zentrum. Im südlichen Teil der Theresienwiese findet die ‚Oide Wiesn‘ (Alte Wiesn) statt, ein gemütliches Mini-Oktoberfest mit nostalgischen Schaustellern und Fahrgeschäften.“

8. Nostalgische Gefühle im Vergnügungspark

„Auch auf der regulären Wiesn findet man noch einige einzigartige Traditionsgeschäfte, wie das Kuriositäten-Theater vom ‚Schichtl‘ oder die ‚Krinoline‘, ein spezielles Karussell, das von einer bayerischen Blaskapelle bespielt wird. Mein Favorit ist aber der ‚Toboggan‘ an den man seiner Schadenfreude freien Lauf lassen kann, wenn es die Besoffenen auf dem steilen Laufband – auf gut Bayerisch – ‚dabreselt‘ (auf den Hintern legt)“, so Steffi. Rebeccas absoluter Geheimtipp ist das Teufelsrad im Vernügungspark.

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📷 Angela 

9. Investiere in deine Tracht – oder verzichte darauf

Du hast keine Tracht fürs Oktoberfest? Dann beherzige Franzis Ratschlag: „Nichts ist in München mehr verpönt, als die billigen Plastik-Dirndl und -Lederhosen, die es für Kurzentschlossene am Flughafen oder am Hauptbahnhof zu kaufen gibt. Ein echter Bayer erkennt sofort die Qualität der Tracht und fühlt sich regelrecht beleidigt, wenn die Gäste von außerhalb im Plastiklook die Wiesn unsicher machen. Der Supergau sind dabei die weißen XXL-Shirts mit aufgemaltem Dirndl oder Lederhose, die seit einigen Jahren im Trend liegen.

Zugegeben, die Tracht ist nicht ganz günstig. 150 bis 200 Euro solltest du schon investieren – nach oben gibt es natürlich keine Grenze. Dazu kommen noch Bluse bzw. Hemd und die passenden Schuhe. Am besten ist es deshalb, außerhalb der Saison im Spätherbst oder Winter einkaufen zu gehen, denn da gibt es viele Dirndl und Lederhosen zu reduzierten Preisen. Wenn du nicht so viel Geld ausgeben möchtest, solltest du die Wiesn lieber in Alltagsklamotten besuchen anstatt auf den Billiglook zu setzen. Ein kariertes Hemd, ein paar Accessoires oder ein schönes Kleid lassen auch ohne Tracht Oktoberfest-Feeling aufkommen.“

Für alle Mädels: Wo die Schleife bei eurem Dirndl gebunden ist, hat eine Bedeutung. Links: Single. Rechts: Vergeben. Vorne mittig: Jungfrau. Hinten: Witwe (aber auch Kellnerinnen binden die Schleife aus praktischen Gründen oft hinten).

10. Wiesn-Stimmung ein bisschen abseits

Solltest du eine kurze Verschnaufpause benötigen, geh in den Bavaria Biergarten ums Eck. „Dort ist nicht ganz so viel los und die Stimmung ist wie auf der Wiesn. Außerdem gibt es Essen und Trinken um einiges schneller“, empfiehlt Rebecca.

11. Bayerische Brotzeit für Zuhause

Und für alle, die es nicht zum Oktoberfest schaffen und dennoch ein wenig Oktoberfest-Atmosphäre Zuhause genießen wollen, hat die Bloggerin Michaela einen Tipp: selbstgemachte bayerische Brotzeit. Denn obwohl Michaela in Bayern geboren wurde, zwei Drittel ihres Lebens da verbracht hat und jetzt sogar in München wohnt, war sie noch nie auf dem Oktoberfest. „Menschenmassen, tonnenweise Hendel und jede Menge Bier – das ist nichts für mich als Vegetarierin, die keinen Alkohol trinkt. Da mache ich es mir lieber mit einer bayerischen Brotzeit auf dem Balkon oder im Biergarten gemütlich! Dazu gehören natürlich ganz klassisch Brezen, Obazda, Radieschen, saure Gurken und hartgekochte Eier. Selbstgemachten süßen Senf und leckeren Käse gibt’s bei mir auch noch dazu.“ Das Rezept für eine typisch bayerische Brotzeit gibt es auf Michaelas Blog.

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Hast du Geheimtipps fürs Oktoberfest? Solltest du auf der Suche nach einer Unterkunft sein, wirf einen Blick auf unsere Hostels in München.

 

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Über den Autor

Viktoria Troescher

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