7 feministische Weisheiten für Solo-Weltenbummlerinnen

7 feministische Weisheiten für Solo-Weltenbummlerinnen

Als ich mich dazu entschieden habe, alleine durch Südamerika zu reisen, bin ich auf viel Skepsis gestoßen. Die meisten Leute, denen ich davon erzählt habe, hatten ähnliche Fragen: „Hast du keine Angst?“, „Ist dir bewusst, wie gefährlich das ist?“, „Wäre eine organisierte Tour nicht besser?“ Ständig führten Personen, die ich teilweise gar nicht besonders gut kannte, ihre eigenen Ängste als Gründe dafür an, wieso ich meine Reise nicht machen sollte.

Das hat mich vor allem deswegen aufgeregt, weil ich mir (a) natürlich über die Gefahren bewusst war und mir Gedanken darüber gemacht hatte, wie ich am besten vorgehen sollte, und ich (b) die Reise vermutlich abgeblasen hätte, wenn ich ein bisschen weniger dickköpfig wäre. Ich hätte mich vielleicht von den Skeptikern überzeugen lassen und mir ein wunderbares Abenteuer entgehen lassen.

Daraus habe ich eines gelernt: Es ist wichtig, die richtigen Ratschläge herauszufiltern, die man auf eine Reise mitnimmt. Deswegen gehe ich heute auf die sieben besten feministischen Weisheiten ein, die du dir zu Herzen nehmen solltest, wenn du vorhast, alleine auf Entdeckungsreise zu gehen.

1. “You can’t be that kid at the top of a water slide, overthinking it. You have to go down the chute” – Tina Fey

Egal, was es ist, worüber du zu viel nachdenkst: Du wirst 101 Gründe finden, wieso es sicherer ist, zuhause vor dem Fernseher zu bleiben. Aber das ist doch kein Leben im Hier und Jetzt, oder? Wenn du die Welt sehen willst, musst du über deinen eigenen Schatten springen. Ich sage nicht, dass du dein Gehirn ausschalten sollst. Natürlich gehört eine gewisse Wachsamkeit und Aufmerksamkeit zum Reisen dazu – aber überdenke nicht alles bis ins kleinste Detail. Eine der vielen Freuden des Reisens ist das spontane Lösen von Problemen!

2. “I know that, like every woman of the people, I have more strength than I appear to have” – Evita Peron

Wir leben in einer Welt, in der ständig über andere Menschen geurteilt wird – früher oder später treffen diese Vorurteile jeden, auch dich. Es kann dir passieren, dass jemand sagt, dass du nicht die „Eier“ hast, um die vor dir thronende Felswand zu erklimmen, oder dass eine Solo-Wanderung ein dummes Unterfangen ist, weil du dich dabei natürlich verlaufen wirst. Manche werden davon ausgehen, dass du dich nach Gesellschaft sehnen wirst und einsam bist, oder dass du nicht weißt, wie du dich unters Volk mischen sollst. Leg nicht zu viel Wert auf die Meinung anderer Leute. Du hast dich dazu entschieden, alleine zu reisen. Du bist mutig! Lass die Wahrnehmung anderer über dich nicht zu deiner eigenen Selbstwahrnehmung werden!

3. “Enjoy going through life as yourself” – Lena Dunham

Das ist deine Reise – das heißt, du entscheidest anhand deiner Interessen, wo du hingehst und was du tust. Klar, es mag eine erprobte Route geben und es ist meistens einfacher, ihr zu folgen. Wenn dich die Stationen dieser Route aber nicht fesseln, dann erfinde lieber deinen eigenen Pfad! Du reist alleine, das bedeutet, dass du tun kannst, was auch immer du willst – vielleicht zum ersten Mal in deinem Leben! Genieße es, Dinge zu tun, die du magst, und herauszufinden, wieso du gerade diese Dinge magst. Dieses tiefere Verständnis davon, wer du bist, wird eine der wertvollsten Lektionen sein, die du auf deinen Reisen lernst.

4. “A woman without a man is like a fish without a bicycle” – Gloria Steinhem

Früher oder später wird es vermutlich passieren: Wenn du alleine essen gehst, irgendwo abhängst oder auf einen Bus wartest, wird dich jemand fragen, wo dein Ehemann ist oder wieso du keine Familie hast. Das passiert, und wenn es passiert, lach darüber! Du bist hier, um dein ganz persönliches Abenteuer zu erleben, also verschwende deine kostbare Zeit nicht damit, neidisch auf Paare zu sein oder Typen hinterher zu schmachten, die du auf deiner Reise kennengelernt hast. Na klar, es hat Spaß gemacht, aber die Chancen stehen gut, dass sich eure Wege schnell wieder trennen. Der Grund für deine Reise war nicht, einen Mann zu finden, sondern die Welt zu sehen und ein Abenteuer zu erleben. Ich will damit nicht sagen, dass Romantik kein Abenteuer ist – lass dir nur nicht deine Entscheidungen von ihr diktieren. Es warten unglaubliche Orte und Erfahrungen auf dich, die du nicht verpassen willst!

5. “You’re never gonna stop growing, you’re never gonna stop making mistakes” – Caitlin Moran

Alleine reisen bedeutet auch, Fehler zu machen. Aber aus Fehlern lernt man! Akzeptiere, dass sie einfach dazugehören und bestraf dich nicht selbst dafür, dass der ein oder andere Ausflug einfach eine Niete war oder du einem Bier mit jemandem zugestimmt hast, der so dumm war, dass es dir körperliche Schmerzen bereitet hat. Sei aufmerksam genug, um zu verstehen, wieso du es nicht genossen hast, und mach es nicht wieder. Ganz einfach.

6. “You attract the right things when you have a sense of who you are” – Amy Poelher

Wenn du einmal herausgefunden hast, was du magst und wofür du stehst, entwickelst du ein stärkeres Verständnis für dein eigenes Ich. Du verstehst deine Ziele, was für dich zählt, welche Risiken du bereit bist einzugehen und wann du etwas einfach ganz offen aussprechen solltest. Ab dem Augenblick, in dem du deine Grenzen kennst (und der Moment wird beim Reisen definitiv kommen!), wirst du keine wertvolle Minute mehr mit Menschen, Orten oder Möglichkeiten vergeuden, die nicht richtig für dich sind. Stattdessen nutzt du deine Zeit, um Menschen zu treffen, die dich inspirieren, Orte zu sehen, die du dir nie vorstellen hättest können und dich selbst auf Arten zu pushen, die du nicht für möglich gehalten hättest.

7. “When she stopped conforming to the conventional picture of femininity, she finally began to enjoy being a woman” – Betty Friedan

Seit deiner Geburt werden Erwartungen an dich herangetragen, wie du dich als Frau zu verhalten hast. Manchmal ist es einfacher, sich diesen Idealen zu beugen, als sein eigenes Ich auszuleben. Reisen gibt dir die Chance, jeden Druck abzuschütteln, der auf dir als „Frau“ lastet. Es ist eine wundervolle Gelegenheit, um zu verstehen und zu akzeptieren, was und wer du bist – ganz egal, ob es den sozialen Normen entspricht oder nicht. Lass die Erwartungen und Normen, was es heißt, „feminin“ zu sein, nicht darüber bestimmen, wer du bist oder wie du reist!

 

Über die Autorin:

Erfahre mehr über Amy auf amybakerwrites.com oder schreib dich für ihren Newsletter ein, um über die Veröffentlichung ihres Debüt-Buches auf dem Laufenden zu bleiben. Darin erzählt Amy auf unterhaltsame Art und Weise von ihrer Solo-Reise durch Südamerika.

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Über den Autor

Viktoria Troescher

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